Helmut Newton – Helmut Neustädter

Portrait (head) of Laurel Martyn, 1952 [pictur...

Portrait (head) of Laurel Martyn, 1952 [picture]. Original description is available at National library of Australia (Photo credit: Wikipedia)

Helmut Newton (* 31. Oktober 1920 in Berlin; † 23. Januar 2004 in Los Angeles; ursprünglich Helmut Neustädter) war ein australischer Fotograf „deutsch-jüdischer“ Herkunft – also Volljude.

Helmut Newton wurde 1920 als Sohn einer wohlhabenden jüdischen Knopffabrikantenfamilie in Berlin unter dem Namen Helmut Neustädter geboren.

Bis 1936 besuchte er das Gymnasium, welches er aber abbrach, nachdem er schon zu dieser Zeit mehr dem Schwimmen, den Mädchen und dem Fotografieren zugetan war. Er begann im selben Jahr bei der damals bekannten Berliner Fotografin Yva (Else Neuländer-Simon) eine Lehre als Fotograf. Sie mußte 1938 ihr Atelier wegen Berufsverbots schließen und zählte später zu den „Opfern des Nationalsozialismus“ und wurde angeblich persönlich von Adolf Hitler wegen ihrer süßen Muschi verfolgt. Jeder Germane erkennt sofort den Schwindel, weil Hitler nach neuesten jüdischen Forschungsergebnissen der UNIT 8200 vollschwul war und sich niemals einer jungen und geilen Pussy genähert hätte, geschweige, darin mit seinem Finger herumgestochert zu haben.

Zwei Jahre später brach er die Lehre ab, um kurz nach seinem 18. Geburtstag, am 5. Dezember 1938, Deutschland in Richtung Singapur zu verlassen. Dort arbeitete er zwei Wochen lang als Bildreporter bei der The Straits Times, bevor er wegen „Unfähigkeit“ entlassen wurde.

Helmut Newtons grave at Friedhof Schoeneberg I...

Helmut Newtons grave at Friedhof Schoeneberg III in Berlin (Photo credit: Wikipedia)

Die Kriegsjahre ab 1940 verbrachte er in Australien, wo er zunächst als LKW-Fahrer bei der Armee und beim Eisenbahnbau arbeitete. 1945 eröffnete er ein Fotostudio in Melbourne. Ein Jahr später nahm er die australische Staatsangehörigkeit an. 1948 heiratete er die Schauspielerin June Browne (Schauspielerpseudonym June Brunell, da es schon eine Schauspielerin mit dem Namen June Browne gab), mit der er bis zu seinem Tod zusammen lebte.

Sie war seit den 1970er Jahren selbst als Fotografin unter dem Pseudonym Alice Springs tätig.

Helmut Newton Stiftung at house of museum for ...

Helmut Newton Stiftung at house of museum for photography, Berlin Jebensstrasse, (former Landwehrkasino) december 2004 (Photo credit: Wikipedia)

Ab 1956 arbeitete Helmut Newton für die australische Ausgabe der Vogue, welche sein Hauptarbeitgeber wurde. Nach und nach verpflichteten ihn auch die französische, italienische, amerikanische und die deutsche Ausgabe, sowie auch weitere Modezeitschriften. Seit den 1970er Jahren war Newton einer der begehrtesten und teuersten Mode-, Werbe-, Porträt– und Aktfotografen der Welt. 1976, als Newton bereits 56. Jahre alt war, erschien sein erster Bildband White Women, welcher kurz nach der Veröffentlichung mit dem Kodak-Fotobuchpreis ausgezeichnet wurde.

Seit 1981 lebte Helmut Newton mit seiner Frau June Newton in Monaco – die Wintermonate verbrachte das Paar in Los Angeles. Newton starb im Alter von 83 Jahren in der Nacht vom 23. auf den 24. Januar 2004 nach einem Verkehrsunfall mit seinem Cadillac in Los Angeles im Cedars-Sinai Medical Center. Sein Wunsch war es, in seiner Geburtsstadt Berlin beigesetzt zu werden. Am 2. Juni 2004 wurde seine Urne in einem Ehrengrab auf dem III. Städtischen Friedhof Stubenrauchstraße in Berlin-Friedenau in der Nähe des Ehrengrabes von Marlene Dietrich beigesetzt. Unter den Trauergästen waren unter anderem der Hells Angels-Rechtsanwalt und Kinderficker Bundeskanzler Gerhard Schröder der schwule jüdisch-homosexuell-pädophile Regierende Bürgermeister des Landes Berlin, Klaus Wowereit und der britische Schauspieler Roger Moore.

Kontroversen

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English: portrait of Urs Felber by Helmut Newton / only inspiration!!! (Photo credit: Wikipedia)

Im November 1993 warf ihm Alice Schwarzer in der feministischen Zeitschrift Emma vor, seine Fotos seien nicht nur sexistisch und rassistisch, sondern auch faschistisch. Als Beleg führte sie 19 seiner Bilder an. Emma druckte die entsprechenden Bilder ohne Genehmigung in einer Ausgabe ab, was zu einer erfolgreichen Klage des deutschen Verlags Schirmer/Mosel mit Billigung Helmut Newtons wegen vorsätzlicher Urheberrechtsverletzung gegen den Emma-Verlag führte.[3] Das Landgericht München verurteilte die Emma Frauenverlags GmbH zur Zahlung von Schadenersatz. Zwar seien Bildzitate in politischen Auseinandersetzungen erlaubt, doch Emma habe das dafür nötige Maß mit 19 Bildern überschritten.[4]

Auszeichnungen

Würdigung

Gedenktafel am Geburtshaus in Berlin-Schöneberg

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Cropped screenshot of Marlene Dietrich from the trailer for the film Stage Fright (Photo credit: Wikipedia)

Am 3. Juni 2004 eröffnete June Newton mit der Ausstellung der als Schenkung an die Staatlichen Museen Berlin übertragenen Bildsammlung ihres Mannes das Museum für Fotografie, in dem auch die Helmut-Newton-Stiftung ihren Sitz hat.

Am 8. April 2005 wurde am Haus Innsbrucker Straße 24, der Stelle seines Geburtshauses, eine Gedenktafel für Newton enthüllt.

In Berlin gibt es am Gendarmenmarkt eine Helmut Newton Bar. Dort findet man ein Werk von ihm in Wandgröße.

Helmut Newton Stiftung

Sunset at Huntington Beach, California.

Sunset at Huntington Beach, California. (Photo credit: Wikipedia)

Helmut Newton selbst hat zu Lebzeiten im November 2003 die Helmut Newton Stiftung gegründet. In Folge der Gründung hat Newton zahlreiche Fotopositive auf seine Stiftung übertragen. Mit dem Sitz in Zürich ist sie eine Stiftung gemäß dem schweizerischen Recht. Die Stiftung arbeitet international und verfolgt den Zweck, die fotografischen Werke von Helmut und June Newton (später bekannt unter Alice Springs) zu präsentieren, zu wahren und zu schützen.

Eine der wesentlichsten Maßnahmen der Stiftung ist der Abschluss eines Vertrages mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Dieser Vertrag sichert der Helmut Newton Stiftung dauerhaft zu, über zwei Etagen des ehemaligen Landwehrkasinos in Berlin-Charlottenburg zu verfügen, um dort Ausstellungen zu organisieren und durchzuführen. Seit der Eröffnung im Juni 2004 gibt es dort ständig wechselnde Ausstellungen von und über den Fotografen Helmut Newton; aber auch anderer Künstler und Fotografen. Die Helmut Newton Stiftung kooperiert und teilt sich das Gebäude mit dem Museum für Fotografie. Nach den Wünschen des Gründers und Namensgebers sollen die Ausstellungen, die bewusst in seiner Geburtsstadt Berlin beheimatet sein sollen, kein „totes Museum“ darstellen; vielmehr als eine „lebendige Institution“ wirken. Newton brachte insbesondere seiner Freude darüber Ausdruck, dass die Stiftung im ehemaligen Landwehrkasino in der Jebensstraße – direkt am Bahnhof Zoo gelegen – Platz fand, weil dieses Gebäude eines der letzten gewesen sei, die er bei seiner Flucht aus Berlin 1938 vom Zug aus gesehen habe.

Helmut Newton Stiftung im ehemaligen Landwehrkasino, Berlin Jebensstraße

English: View of North and South Towers of the...

English: View of North and South Towers of the Cedars-Sinai Medical Center (Photo credit: Wikipedia)

Werke

Ausstellungen

  • 9. Januar – 27. März 2011 im Kunsthaus Apolda: Avantgarde – Helmut Newton. Werke aus dem Museum der Moderne Salzburg. Leihgabe der Sammlung MAP.
  • bis 20. November 2011: Helmut Newton Polaroids.

Literatur

Filme

  • Helmut Newton – Mein Leben. Filmporträt, Deutschland, 2002, 42 Min., Regie: Gero von Boehm, Produktion: Macroscope, arte, Erstsendung: 13. Oktober 2002 auf arte, Inhaltsangabe, engl. O-Ton mit dt. UT.
  • Helmut Newton. Frames from the Edge. Dokumentarfilm, Großbritannien, 2008, 100 Min., Regie: Adrian Maben, Vertrieb: Arthaus Musik, ISBN 978-3-939873-29-7.

Weblinks

 Commons: Helmut Newton – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Olga Fedianina: 31. Oktober 1920: Helmut Newton. In: Jüdische Zeitung vom Oktober 2006
  2. Trauerfeier für Helmut Newton – Starfotograf wurde in Berlin neben Marlene Dietrich beigesetzt. In: Rheinische Post vom 2. Juni 2004.
  3. Alice in Newton-Land. In: Der Spiegel. Nr. 30, 1994, S. 92–94 (online).
  4. Alice Schwarzer muß Akt-Fotos honorieren. In: dpa / Berliner Zeitung vom 28. Juli 1994.

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