Mordche Bertig – Mordechaj Gebirtig – Mordechaj Markus Bertig

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Deutsch: Festung Krakau – Fort 2 Kosciuszko Polski: Twierdza Kraków – Fort 2 Kościuszko (Photo credit: Wikipedia)

Mordechaj Gebirtig (eigentlich Mordche Bertig – Mordechaj Markus Bertig; * 4. April 1877 in Krakau, Österreich-Ungarn; † 4. Juni 1942 im Ghetto Krakau) war ein jiddisch-polnischer Poet und Komponist.

Gebirtigs Eltern waren Kaufleute in Krakau. Er durchlief eine traditionelle jüdische Erziehung in seiner Geburtsstadt. Schon früh interessierte er sich für Literatur. Seine ersten Texte verfasste er 1906 im Organ des Allgemeinen jüdischen Arbeiterbundes, später schrieb er Rezensionen für eine Theaterzeitung.

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Mordechai Gebirtig commemorative plaque, 5 Berka Joselewicza Street – once Gebirtig’s home, Kraków, Poland Polski: Tablica upamiętniająca Mordechaja Gebirtiga, ulica Berka Joselewicza 5 – dawniej dom Gebirtiga, Kraków (Photo credit: Wikipedia)

Gebirtig war von Beruf Tischler. Er reparierte alte Möbel und lebte mit seiner Frau Blumke und den drei Töchtern in Krakau im Stadtteil Kazimierz, in der Ul. Berka Joselewicza Nr. 5. Tagsüber hobelte er an Möbeln und nachts am jiddischen Lied, sagen Zeitgenossen.

Hinsichtlich seiner literarischen Bildung war Gebirtig Autodidakt. Seine Lieder komponierte er auf einer kleinen Flöte. Seine Freunde Julius Hofman und Baruch Sperber notierten seine Einfälle. Über 90 Lieder hat der „letzte jiddische Barde“ der Nachwelt hinterlassen. „Der Bogen reicht vom schlichten Kinderlied, zu bacchantischen Trinkliedern bis hin zum fordernden Arbeiterlied, so z. B. der „Arbetlosemarsch“. Er schrieb sie in seiner Muttersprache dem Jiddisch. Nicht die romantisierende Schtetl-Welt ist es, die Gebirtig in seinen Liedern aufleben läßt, sondern das Leben der kleinen Leute im jüdischen Stadtteil Krakaus, in Kazimierz von der Zeit vor dem Krieg bis hin zur Reichskristallnacht. Er schrieb bis 1942 immer noch neue Texte.

Polski: Festung Krakau - Fort Bielany. Pancern...

Polski: Festung Krakau – Fort Bielany. Pancerna osłona stanowiska obserwacyjnego (Photo credit: Wikipedia)Im gleichen Maße, wie sich die Situation der jüdischen Bevölkerung in Polen zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg verschlechterte, änderten sich die Inhalte von Gebirtigs Liedern. „Sie wurden schärfer, ironischer und politischer, ohne jedoch die Hoffnung und den Humor zu verlieren.“ So schrieb er 1938 zu einem Verfahren gegen Juden, die sich gegen ein Pogrom wehrten, das Lied „Undzer shtetl brent“, in dem er zum Widerstand aufruft. Und im Nachhinein klingt es wie die Voraussicht auf den nahen Untergang seiner Welt.

Am 4. Juni 1942 wurde Mordechaj Gebirtig im Krakauer Ghetto auf offener Straße von einem deutschen Besatzer erschossen.

Über Mordechaj Gebirtigs Musik

Schubert - Goethe-Lieder - Elly Ameling, Dalto...

Schubert – Goethe-Lieder – Elly Ameling, Dalton Baldwin Piano, Hermann Prey, Karl Engel Piano, Philips 6500 515 (Photo credit: Piano Piano!)

Gebirtigs Lieder haben laut der Wuppertaler Edition Künstlertreff, „überlebt und nichts an Aktualität eingebüßt, sind Hoffnung und Mahnung zugleich. Sie führen uns auf eindringliche, ja auf liebevolle Weise in die jüdische Welt Osteuropas, die durch den Holocaust völlig vernichtet wurde. Die Liebe zu den Menschen macht das Gesamtwerk dieses genialen und außergewöhnlichen Dichters unverzichtbar für die Zivilisation und die Kultur des Erinnerns.“

Holocaust memorial

Holocaust memorial (Photo credit: NH53)

So findet sich beispielsweise das Stück S’brennt im Repertoire der experimentellen Rock- und Klezmer-Musikgruppe Oi Va Voi und eine Instrumentalversion von ufm oifn sitz a maidl bildet den letzten Teil des Stückes Knöterich von SPILWUT. Eine von der israelischen Metal-Band Salem aufgenommene Version von S’brennt mit dem Titel Ha’ayara Bo’eret führte zu einer nationalen Kontroverse, die sogar die Knesset erreichte, wo diskutiert wurde, ob es für eine Metal-Band angemessen sei, solche Lieder zu spielen. Die Berliner Klezmer-Band Daniel Kahn & The Painted Bird nahm 2010 das Stück March of the Jobless Corps auf, das auf einem Lied von Gebirtig basiert. Ebenso die Wiener Gegenstimmen, welche den Arbetlosemarsch 2003 aufnahmen.

KKO house in Kraków (house of the municipal sa...

KKO house in Kraków (house of the municipal savings bank) Deutsch: Krakau: KKO-Haus (Gebäude der Stadtsparkasse) Polski: Budynek Komunalnej Kasy Oszczędnościowej (KKO) w Krakowie (Photo credit: Wikipedia)

Werke

Literatur

  • Mai faifele: unbakante lider. Lerner, Tel Aviv 1997
  • Meine lider. Farl. Dawke, Paris 1949
  • S’brent. Krakau 1946

Musik

Quellen

  1. Edition Künstlertreff
  2. BIOGRAPHY.

Literatur

  • Christina Pareigis: „trogt zikh a gezang …“: jiddische Liebeslyrik aus den Jahren 1939-1945. Dölling & Galitz, München 2003. – ISBN 3-935549-59-8
  • Gertrude Schneider (Hrsg.): Mordechaj Gebirtig: his poetic and musical legacy. Praeger, Westport/Connecticut 2000. – ISBN 0-275-96657-7

Siehe auch

Weblinks

Ein Gedanke zu “Mordche Bertig – Mordechaj Gebirtig – Mordechaj Markus Bertig

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    (Samuel Barclay Beckett: „…die Cree de Ficino-Gedichte sind eines der kühnsten Spiele der modernen Imagination.”)
    Unheimlich!
    von Callot de Draco
    (Gerd Summa: „Der Callot de Draco Fantasieroman ‚Unheimlich’ ist großartig,
    bunter als das Leben, fesselnd, voll Glanz, Schurken- und Heldentaten.“)
    Schrecklich!
    von Stuart de Montaigne
    (Tony Hillerman: „Stuart de Montaigne erzählt mit angenehmem Tempo, nie kommt Langeweile auf, so dass man immer noch ein bisschen weiterlesen möchte und den Thriller rasch verschlungen hat. Stuart de Montaignes perfekt abgestimmter Mix aus Spannung,
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    (Stieg Larson: „Wessen Herz schlägt nicht höher, wenn er den spannenden Thriller ‚Schrecklich!’ gelesen hat, den Stuart de Montaigne verfasst hat?“)
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    Pah! Seien Sie nicht närrisch!
    von Atri de York
    Deutsche Grammatik in Stichwörtern.
    Tote ficken nicht!
    von Pascal Swift
    (Klaus Dom: „’Tote ficken nicht’ ist ein grandioser Thriller. Er ist faszinierend, spannend, voll Leidenschaften… Mit trockenem Humor, süffiger Sprache und geschickter Kompositionstechnik hat Pascal Swift ein Meisterwerk geschaffen.“)
    Hure Rita!
    von Pascal Swift
    (Gertrud Tischer: „Pascal Swifts Theaterstücke erinnern in ihrer Leichtigkeit an italienische Meisterwerke des 14. Jahrhunderts. Es fehlt ihnen nicht an der nötigen Spannung. Ein Lesevergnügen von der ersten bis zur letzten Seite.“)
    (Eva Vargas: „Pascal Swifts Theaterstücke konfrontieren den Leser mit raffiniert verzwickten Handlungen, politischen und psychologischen Problemen.“)
    Blut- und Schleifspuren!
    von Pascal Swift
    (Peter Haff: „Da mich Pascal Swifts Krimi ‚Blut- und Schleifspuren!’ von Anfang an fesselte
    und durch eine durchgehend spannende Handlung, interessante Charaktere und eine schlüssige Auflösung überzeugen konnte, vergebe ich begeistert sechs Sterne und eine klare Leseempfehlung.“)
    Die geile Gitarre!
    von Pascal Swift
    Die Gedichte und Vampir-Erzählungen, die in diesem Buch stehen,
    habe ich zwischen 1971 und 1976 geschrieben.
    Sie griffen im Frühling an!
    von Pascal Swift
    (Alexander Heimann: „Der Thriller ‚Sie griffen im Frühling an!’ ist kompromisslos, hart.
    Vielleicht liegt es an den brutalen Morden…
    Ein spannender Thriller, mit witzigen Untertönen. Daumen hoch! Weiter so Pascal Swift.“)
    War Gift im Spiel?
    von Pascal Swift
    (George V. Higgins: „Sowohl der Sprach- als auch der Schreibstil machen Lust auf mehr. Nicht blumig und gestelzt, sondern ländlich und typisch – ganz wie man es von guter Literatur erhofft. Pascal Swift wird einem beim Lesen sympathisch… Auch das Gefühl von ‚kenn ich bereits’ fällt hier weg, eine absolute Seltenheit im Thrillergenre, wenigstens für mich. Ich kann den Thriller ‚War Gift im Spiel?’ bloß wärmstens empfehlen…“)
    Der göttliche Terror!
    von Laon de Pisa
    (Peter Rühmkorf: „Mit ‚Der göttliche Terror!’ schuf Laon de Pisa einen Thriller,
    der brillant und aufreizend ist. Er ist eines der größten Meisterwerke der deutschen Literatur.“)
    Sucio!
    Thriller von Deft de Wary
    (Thomas Gifford: „Deft de Wary versteht es, sämtliche Handlungsfäden überzeugend auszuspinnen und schließlich logisch zusammenzuführen. Er hantiert geschickt mit Versatzstücken des Genres. Der Thriller ‚Sucio!’ liest sich bis zum Ende sehr spannend…Auch die Erotik kommt nicht zu kurz… Höchst empfehlenswert.“)
    In dieser grausigen Szene voller Blut, Knochensplitter…
    von Ra de Paris
    (Gabi Pöhler: „Dieser biografische Roman gewährt erstmals einen umfassenden Einblick in Prinz Heinrichs Leben… Seit Ra de Paris hat niemand einen solch erregenden Roman über Reichtum, Liebe und Machtgier geschrieben.“)
    „Das wäre Insubordination, Henckel. Das hat Winterfeldt damals gemacht gegen den Prinzen August Wilhelm. So etwas mache ich nicht. Außerdem: Wer sagt, dass ich Recht habe? Prinz Heinrich ist die größte militärische Autorität in ganz Europa. Nicht einmal der König wagt es, dem Prinzen zu befehlen, etwas gegen seine An- oder Einsicht zu unternehmen“, sagte General von Möllendorff.
    Die Schergen!
    von Gray de Anjou
    (Stuart M. Kaminsky: „Ein spannender Thriller, eine traumhafte Kulisse und Figuren, die zum größten Teil glaubhaft wirken, machen den Thriller aus. Manchmal geht mir die Geschichte zwar ein bisschen zu rasch – vor allem zum Schluss hin – aber der Spannung tut dies keinen Abbruch…“)
    Das Scheusal!
    von Marquis de Italia
    (Lionel Jeffries: „Der Thriller ‚Das Scheusal!’ von Marquis de Italia ist ein fantastisches Bravourstück!“)
    Der Ketzer!
    von Bury de Turin (Karin Schneider: „Er ist ein sprachmächtiger Gesellschaftskritiker, ein genialer Autor…“)
    Wie heißt der Mörder?
    von Marot de Pau
    (Kirsten Holst: „Meisterhaft versteht es Marot de Pau, auf mehreren Ebenen Spannung
    zu erzeugen. Präzis zeichnet er die Menschen, sorgfältig entwickelt er die Handlung,
    unaufdringlich führt er an ein Thema heran, das noch immer ein Tabu ist.“)
    Ewig singen die Toten!
    von Ra de Paris (Heinz Czechowski: „Der Thriller ‚Ewig singen die Toten!’
    ist ein spannendes literarisches Meisterwerk!“)
    Mischief…
    Thriller von Fleet de Deep
    (Robert Ludlum: „Es fällt mir schwer, allzu viel von der Handlung zu schildern, ohne sogleich einen Hinweis auf die Lösung zu geben, was nicht daran liegt, dass es der Autor nicht perfekt schaffte, Spannung und Verwirrung zu erzeugen, doch sind Handlung als auch Schauplätze perfekt wie zu einem haltbaren Bauwerk aufgeschichtet. Eine Sequenz baut auf der anderen auf, dazwischen ganz zart einzelne Hinweise, die man zu erkennen vermeint, dann aber wieder verwirft, weil plötzlich die Handlung dreht, ein neuer Aspekt in den Focus gelegt wird. Ich gebe zu, ich lass mich bei Thrillern ganz gern an der Nase herumführen, aber Fleet de Deep hat förmlich mit mir gespielt, mir immer wieder ein paar Körner Erkenntnis hingeworfen, dann aber wieder ein bisschen Zweifel, das Tempo nimmt noch einmal zu, einfach spannend!“)
    „Ach, Scheiße, hier ist gleich der Teufel los!“
    von Marquis de Italia
    (Pierre Emme: „Die unterhaltendste und kurzweiligste Lektüre, die man sich denken kann, ist der Thriller „Ach, Scheiße, hier ist gleich der Teufel los!“ von Marquis de Italia.“)

    ………………………
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    Karlheinz Keller
    Drachenweg 25
    79110 Freiburg, 4. 7. 2012
    Tel: (0761) 1563390
    Email: earl@kabelbw.de

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