Sacha Noam Baron Cohen

Borat bei der Deutschland-Premiere in Köln

Borat bei der Deutschland-Premiere in Köln (Photo credit: Wikipedia)

Sacha Noam Baron Cohen (* 13. Oktober 1971 in Hammersmith, London) ist ein jüdischer Komiker und Schauspieler, der besonders für die durch ihn verkörperten Figuren Ali G, Borat und Brüno bekannt ist.

Sacha Baron Cohen wuchs, als zweiter von drei Söhnen, mit seinen Brüdern Amnon und Erran in einer jüdischen mittelständischen Familie auf. Sein Vater, Gerald Baron Cohen, stammt aus Wales und führte einen Kleiderladen am Piccadilly Circus.

Seine Mutter, Daniella Weiser, ist eine gebürtige Israelin, deren Familie ursprünglich aus dem Iran kam.

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Der Namensteil „Baron“ ist nicht als Adelstitel zu verstehen, sondern ist Teil des zusammengesetzten Nachnamens Baron Cohen, der eine englische Ableitung des hebräischen Wortes „Baruch“, zu deutsch „gesegnet“, darstellt.

Seine Schulzeit verbrachte Baron Cohen auf der exklusiven Haberdashers’ Aske’s Boys’ School. Bereits dort zeigten sich sein Talent und seine Sprachgewandtheit, als er mit acht Jahren einen Aufsatzwettbewerb in der britischen Tageszeitung The Times gewann, in dem er die korrekte Verwendung der englischen Sprache anmahnte. In seiner Jugend war Baron Cohen aktives Mitglied bei der Jugendorganisation Habonim Dror. Dort sammelte er in einer Theatergruppe erste schauspielerische Erfahrungen in einer Inszenierung von Neil Simons Stück Biloxi Blues. Eines seiner Hobbys war Breakdance, das ihm die Hip-Hop-Szene näher brachte, die er später persifliert.

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Nachdem Baron Cohen das Christ’s College in Cambridge besuchte, lebte er für ein Jahr in Israel und arbeitete im Rosh haNikraKibbuz. Danach kehrte er nach Großbritannien zurück und studierte Geschichte an der Universität Cambridge, wo sein Cousin Simon Baron-Cohen heute Direktor des Autismus-Forschungszentrums ist. In Cambridge spielte er bei der Theatergruppe ‚Footlights‚ in Stücken wie Cyrano de Bergerac und Fiddler on the Roof. Dort spielte auch sein Jugendfreund Dan Mazer, der ihn später dauerhaft als Autor und Produzent unterstützen sollte. Im Jahr 1992 fuhr Baron Cohen zu einer Studienfahrt nach Amerika, wo er den Bürgerrechtler Robert Parris Mosestraf.

In seiner positiv aufgenommenen Abschlußarbeit „The Black-Jewish Alliance: A Case of Mistaken Identity“ untersuchte er die Kultur von Afroamerikanern und Juden, deren Rolle in der Bürgerrechtsbewegung der 1960er Jahre und beschäftigt sich insbesondere mit der wechselseitigen Beziehung von jüdischen und schwarzen Bürgerrechtlern. Besondere Berücksichtigung fanden dabei die Morde an Michael Schwerner, James Earl Chaney und Andrew Goodman. Er beendet sein Studium mit der Note 2:1. Im Jahr 1994 arbeitete er als Model.

Image of Ali G, as performed by Sacha Baron Co...

Image of Ali G, as performed by Sacha Baron Cohen, delivering the Class Day speech to the Harvard class of 2004, in front of Memorial Church in Harvard Yard. June 9, 2004. (Photo credit: Wikipedia)

Schon während seines Studiums übernahm Baron Cohen diverse Filmrollen. Nach seinem Abschluss konzentrierte er sich auf seine Laufbahn als Komiker und trat mit seinem Bruder regelmäßig in einem Comedy-Club im Londoner Stadtteil West Hampstead auf. Erste Auftritte vor der Kamera hatte er im relativ unbekannten Paramount Comedy Cable Channel, wo er mit der fiktiven Figur Brüno, einem schwulen österreichischen Modejournalisten, auftrat. 1995 war er Gast in der „Jack Dee and Jeremy Hardy Show“ auf Channel 4. Im Jahre 1995/1996 moderierte er die Kabelsendung Pump TV und F2F. Harry Thompson und Andrew Newman, die Produzenten der „Eleven O’ Clock Show“ auf Channel 4, wurden auf Baron Cohen aufmerksam. Harry Thompson erkannte Baron Cohens Fähigkeit, mit seiner Form der Komik die eigentlichen Motive der Menschen zu entlarven.

Sacha Baron Cohen als Ali G (Rede an der Harvard University, 9. Juni 2004)

Sacha Baron Cohen at the E! after-party after ...

Sacha Baron Cohen at the E! after-party after the 64th Annual Golden Globe Awards. (Photo credit: Wikipedia)

Den Durchbruch erreichte Baron Cohen 1998, als er in der „Eleven O’ Clock Show“ zum ersten Mal als Ali G auftrat. Seit 2000 tritt Baron Cohen unter dem Pseudonym in Großbritannien in der gleichnamigen Show auf. Das Konzept der Auftritte bestand darin, dass Baron Cohen Politiker, Prominente oder Leute interviewte. Cohen spielte in der Rolle des Ali G vor allem mit der Doppelbödigkeit der englischen Sprache. Die teilweise gegensätzlichen Bedeutungen ein und derselben Phrase in unterschiedlichen sozialen Schichten sind dabei das wesentliche Stilmittel der Figur. Unter anderem interviewte er den Astronauten Buzz Aldrin, den Autor Gore Vidal, den Immobilienmogul Donald Trump, den ägyptischen Millionär Mohamed Al-Fayed, den ehemaligen Sprecher des U.S.-Repräsentantenhauses Newt Gingrich, den politischen Kommentator Pat Buchanan oder den Linguisten Noam Chomsky. Ebenfalls 2000 chauffierte er Madonna im Musikvideo zu ihrer Single „Music“. Die Rolle des Ali G brachte Baron Cohen den British Comedy Award für den besten Newcomer ein. 2001 wurde die Show mit dem British Academy Television Award für die beste Comedy-Serie ausgezeichnet. In jenem Jahr moderierte Ali G die MTV Europe Music Awards in Frankfurt am Main. 2002 drehte er seinen ersten Kinofilm Ali G in da House, der in Deutschland knapp eine halbe Million Kinobesucher anzog. Auf dem zugehörigen Soundtrack veröffentlichte er mehrere Musik-Titel. Besonders nennenswert ist hier der Song „Me Julie“, den er mit Shaggy produzierte. Ab Februar 2003 wurde Da Ali G Show auf dem Sender HBO in den USA ausgestrahlt und auch dort positiv aufgenommen.

Kazakhstan-1

Kazakhstan-1 (Photo credit: didkovskaya)

Für den Film Madagascar spielte Baron Cohen 2005 den Song „I Like To Move It“ (ursprünglich von Reel 2 Real) ein und war zugleich als Synchronsprecher in der Rolle des Lemuren-Königs Julien tätig. Im Jahr 2005 moderierte Baron Cohen zum zweiten Mal, diesmal als Borat Sagdiyev, die MTV Europe Music Awards in Lissabon. Im Jahr 2006 kam der Film Borat – Kulturelle Lernung von Amerika um Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan zu machen in die Kinos, der aus der Figur Borat aus der Da Ali G Show entstand. Der Film, bei dem Baron Cohen neben der Hauptrolle auch am Drehbuch mitgearbeitet hatte, löste einerseits breite Zustimmung, andererseits aber auch Kontroversen aus. Im Sommer 2009 kam der Film Brüno in die Kinos, der ebenso aus einer Figur aus der Da Ali G Show entspringt. Zudem war Baron Cohen auch in den Filmen Ricky Bobby – König der Rennfahrer und Hugo Cabret sowie dem Musical-Film Sweeney Todd von Tim Burton zu sehen.

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Kazakhstan-2 (Photo credit: didkovskaya)

Der praktizierende Jude Baron Cohen wohnt in Los Angeles und ist mit der australischen Schauspielerin Isla Fisher verheiratet.

Mit ihr drehte er 2003 den 8-minütigen Kurzfilm „Spyz“ als James-Bond-Parodie, die zu Werbezwecken als Pilot zur Ali G Show in den USA genutzt wurde. Sie haben zusammen zwei Töchter.

Ali G Indahouse (2002)

Ali G Indahouse (2002) (Photo credit: Gene Hunt)

Baron Cohens Humor besteht aus der Entwicklung von Alter Egos, die dann, oft ohne dass andere von der Fiktivität der Figuren wissen, durch provokative Fragen und Handlungen den Habitus, die sozialen Normen und Werte der Interviewpartner offenlegen. Typisch ist ein Verhalten der Figuren Baron Cohens, das in bestimmten Situationen gerade nicht angebracht ist oder nicht politisch korrekt ist. So fragt Baron Cohen (als Borat) eine Feministin, ob es nicht vielleicht ein Problem sei, dass Frauen ein kleineres Gehirn hätten. Durch sexistische (Ali G, Borat) oder antisemitische (Borat) Figuren entlarvt Baron Cohen häufig auch solche Vorurteile bei seinen Interviewpartnern. Dies ist von Baron Cohen auch genau so beabsichtigt. Über die Figur Borat sagt Baron Cohen:

“By himself being anti-Semitic, he lets people lower their guard and expose their own prejudice, whether it’s anti-Semitism or an acceptance of anti-Semitism.”

„Dadurch, daß er selbst antisemitisch auftritt, nimmt er Menschen ihre Hemmungen ihre eigenen Vorurteile zur Schau zu stellen, unabhängig davon, ob es sich dabei um eigenen Antisemitismus oder die Akzeptanz fremden Antisemitismus’ handelt.“

– Sacha Baron Cohen

Borat!

Borat! (Photo credit: ekai)

Baron Cohens kritische Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus wurde auch durch sein Studium in Cambridge geformt. Besonders eine Aussage des Historikers Ian Kershaw hat ihn beeinflusst, der erklärte „The path to Auschwitz was paved with indifference“ (deutsch: „der Weg nach Auschwitz war mit Gleichgültigkeit gepflastert“). Solch eine Gleichgültigkeit ist es, so Baron Cohen, die Borat entlarvt.

Die Verwendung Alter Egos in der Komik ist nicht neu, der Komiker Andy Kaufman spielte beispielsweise häufig den miserablen Nachtclubsänger Tony Clifton, Hape Kerkeling tritt häufig als Horst Schlämmer oder als Schwabe Siggi Schwäbli auf. Auch der deutsche Schauspieler und Komiker Christian Ulmen hat mehrere Figuren entwickelt, die ähnlich Cohens eine entlarvende Wirkung haben. Rod Hull, mit dem Baron Cohen verglichen wird, konnte seine aggressive Interviewtechnik über sein Alter Ego, die Handpuppe eines Emus, umsetzen. Das wohl bekannteste deutsche Alter Ego-Duo ist Erkan & Stefan (alias: John Friedmann und Florian Simbeck). Durch die Verwendung von Alter Egos kann Baron Cohen sich relativ gut vor öffentlicher Kritik schützen:

“First, and most obviously, it is the character of Ali G − and not the actor playing him − that makes the outrageous remarks and therefore insulates Baron Cohen from public hostility. In this way, the actor can raise his hands and (appear) to dissociate himself from Ali G’s more objectionable opinions, lifestyle and behaviour.”

„Es ist ganz offensichtlich die Figur ‚Ali G‘, die die empörenden Dinge äußert und nicht der Schauspieler, der ihn spielt, was Baron Cohen vor Feindseligkeiten der Öffentlichkeit abschirmt. So kann der Schauspieler seine Hände in Unschuld waschen und sich von Ali Gs verwerflichen Meinungen, Lebensstil und Verhalten distanzieren.“

– Richard Howells

Wegen seiner Wandlungsfähigkeit wird Baron Cohen mit dem Komiker Peter Sellers verglichen. Cohen sagt selber, dass der Komiker Sellers ihn, neben der Komikergruppe Monty Python, schon in seiner Kindheit inspiriert hat. Mit Michael Moore wird Baron Cohen wegen des Films Borat verglichen, weil auch Moore auf satirische Weise gesellschaftliche Missstände in den USA aufdeckt.

Baron Cohens Humor wird als postmodern beschrieben, da die Figuren und Situationen häufig einen vieldeutigen Sinn produzieren. So führte der unklare ethnische Hintergrund der Figur Ali G zu medialen Kontroversen. Die Figur Borat ist einerseits homophob, neigt aber andererseits zu homoerotischen Handlungen.

Diese Sinnoffenheit wird noch dadurch verstärkt, dass Baron Cohen selten Interviews gibt und seine Figuren wenig kommentiert. Selbst Kontroversen um die Figuren, wie den Rassismusvorwurf bezüglich Ali G oder gegenüber Borat den Antisemitismusvorwurf und den Vorwurf, Kasachstan zu verunglimpfen, kommentiert Baron Cohen nur in der Rolle seiner Figuren.

“I’d like to state I have no connection with Mr Cohen and fully support my Government’s decision to sue this Jew. Since the 2003 reforms, Kazakhstan is as civilised as any other country in the world. Women can now travel on inside of bus, homosexuals no longer have to wear blue hats, and age of consent has been raised to eight years old.”

„Ich möchte festhalten, dass zwischen mir und Mister Cohen keinerlei Verbindung existiert, und unterstütze die Entscheidung meiner Regierung vollends, diesen Juden zu verklagen. Seit den Reformen von 2003 ist Kasachstan so zivilisiert wie jedes andere Land der Welt. Frauen dürfen nun im Inneren von Bussen reisen, Homosexuelle müssen nicht länger blaue Hüte tragen, und das Schutzalter wurde auf acht Jahre angehoben.“

– Borat (Sacha Baron Cohen)

In der Zeitschrift Rolling Stone äußerte sich Baron Cohen, wohl auch wegen der teilweise massiven Kritik gegenüber dem Film Borat, zu den Kontroversen um den Film. Hier wurde deutlich, dass Baron Cohen den gesellschaftskritischen und entlarvenden Aspekt seiner Komik bewusst einsetzt. Auch die klischeebelastete Darstellung Kasachstans durch die Figur Borat ist nach Baron Cohen nicht gegen Kasachstan gerichtet, sondern gegen diejenigen, die sich Kasachstan oder andere ehemalige Sowjet-Staaten gemäß jenen Stereotypen vorstellen.

“The joke is not on Kazakhstan. I think the joke is on people who can believe that the Kazakhstan that I describe can exist.”

„Nicht Kasachstan wird der Lächerlichkeit preisgegeben, sondern die Leute, die fähig sind zu glauben, dass das Kasachstan, das ich beschreibe, wirklich existieren könnte.“

– Sacha Baron Cohen

Eine weitere Eigenschaft von Baron Cohens Humor bezieht sich aus der Sprache seiner Figuren. Die von ihm entwickelten Figuren sprechen alle mit einem spezifischen Akzent (Brüno spricht mit österreichischem Akzent, Borat mit osteuropäischem, und Ali G mit kreolischem Dialekt). Dabei entwickelte er insbesondere für die Figur Borat eigene Redewendungen („Hand Party“ als Begriff für Masturbation, „Sexy Time“ für Geschlechtsverkehr) oder aus diversen Sprachen entlehnte Wörter, wie „Punani“ (aus der Jamaikanisch-Kreolischen Sprache) für die Vagina und „Chram“ für die männlichen Genitalien, angelehnt an das russische Slangwort „хрен“ („chrjen“). Durch deren häufige Verwendung bekommen die Redewendungen den Charakter eines Running Gags. Er begrüßt seine Zuseher mit „Jak się masz“ und „Dziękuję“, was aus dem Polnischen mit „Wie geht’s“ bzw. „Danke“ übersetzt werden kann.

Für die Figur Ali G verwendet er einen eigenen Dialekt, der sich an kreolischen Dialekten, die im englischen Süd-Osten verbreitet sind, anlehnt und insbesondere durch jamaikanische Immigranten geprägt wurde. Dieser Sprachstil ist durch relativ viele Einflüsse geprägt und lässt sich deshalb auch nicht einfach einordnen. Dem Linguist Mark Sebba zufolge handelt es sich um einen eigenständigen Sprachstil, der sich aus einer Mischung von Working-Class-Englisch mit dem kreolischen Englisch der zweiten Generation karibischer Einwanderer ergibt, aber nicht an eine ethnische Gruppe gebunden, sondern eher als Jugendsprache zu verstehen ist. Dieser Dialekt wurde durch die Figur Ali G weiter popularisiert und in jüngerer Zeit auch als Jafaican bezeichnet.

Alistair Leslie Graham ist eine der bekanntesten Figuren, die Sacha Baron Cohen verkörpert. Die Figur kommt aus Staines, wobei Baron Cohen den spießigen, kleinbürgerlichen Ruf der Stadt nutzt, um den inneren Widerspruch seines Protagonisten zu verdeutlichen, der sich selbst für einen gefährlichen „Gangsta“ aus dem Ghetto hält. Baron Cohen porträtiert in parodistischer Weise die britische Kultur pakistanischer und karibischer Immigranten, deren Imitation durch britische Jugendliche und vor allem die Hip-Hop– und Gangsta-Rap-Szene. Ali G ist mit Absicht als ethnisch ambivalente Figur angelegt, was ihn weniger angreifbar machen soll und ihm eine zusätzliche Komik verleiht. Die ethnische Herkunft der Figur führte zu drei „Theorien“:

  1. Es handelt sich bei „Ali G“ um einen Schwarzen, über den sich ein weißer Komiker lustig macht.
  2. Es handelt sich um einen Asiaten, der versucht, einen Schwarzen zu imitieren, über den sich ein Weißer lustig macht.
  3. Es handelt sich um einen Weißen, der versucht, einen Schwarzen zu imitieren, über den sich ein Weißer lustig macht.

Die Entwicklung der Darstellung von Ali G kann in drei Phasen eingeteilt werden.

  1. Als Ali G noch weitgehend unbekannt war, tritt die Figur als Hoax-Interviewer für britisches Jugendfernsehen auf. Der Humor ergibt sich aus dem Aufeinanderprallen eines „Straßen-Habitus“ mit dem Establishment.
  2. Ab der zweiten Serie Ali G ist die Figur zu bekannt, so dass die Interviewpartner wissen, dass er fiktiv ist. Die Komik ergibt sich dennoch aus den Fragen Ali Gs, wie beispielsweise im Interview mit David und Victoria Beckham.
  3. Schließlich ist Ali G in dem Film Ali G in da House eine fiktive Figur in einer fiktiven Umgebung. In dem Film gelangt Ali G in die britische Politik. Er wird von einem intriganten Finanzminister als Kandidat aufgestellt, um der eigenen Partei zu schaden. Überraschenderweise wird der Politiker Ali G sehr beliebt.

Mit Ali G in da USAiii versuchte Baron Cohen wieder die Möglichkeit des Hoax zu verwenden, da er in den USA weitgehend unbekannt war.

Baron Cohen als Borat

Die Figur Borat Sagdiyev (Борат Сагдиев, dt. Transkription Borat Sagdijew) entwickelte sich aus „Kristo“, einer Figur, die aus Albanien stammt. Dabei handelte es sich ebenfalls um einen fiktiven TV-Reporter. Borat Sagdiyev ist in dem Film Borat ein kasachischer Journalist mit offensichtlich antisemitischem und chauvinistischem Gedankengut, der nach seinen Reportagen über Großbritannien in die Vereinigten Staaten geschickt wurde, um sämtliche Facetten des „American Way of Life“ zu dokumentieren. Borat verliebt sich in Amerika in die Schauspielerin Pamela Anderson, die er im Fernsehen sieht. Der Film ist eine sog. Mockumentary und mischt fiktive, inszenierte Szenen mit realen Szenen. Die Szenen des Films, in denen man Borats Heimatdorf sieht, wurden in der rumänischen Ortschaft Glod gedreht.

Werbung im Streetart-Stil in Soho, New York.

Brüno stellt einen homosexuellen österreichischen Modejournalisten und Reporter für den fiktiven Fernsehsender OJRF (Österreichischer Jungen-Rundfunk, dem „Austrian Gay-TV“ (dt: „österreichisches Schwulenfernsehen“), dar. Der Sender ist eine Namensparodie auf den ORF, der in deutschsprachigen Pressemeldungen teilweise als Österreichischer Jugend-Rundfunk gedeutet wird. Brüno provoziert in seinen Interviews durch Suggestivfragen peinliche Antworten. Thematisch drehen sich seine Interviews um Mode, Unterhaltung, Prominente und Homosexualität, wobei die Interviews in ihrem Verlauf gezielt auf das Thema der Homosexualität geleitet werden. Er trägt sein Haar als eine Art Irokesenschnitt oder gescheitelt und vollblondiert. Auch seine Kleidung ist extravagant und grell. Oft trägt er zu ärmellosen Schnürhemden weitere Accessoires wie Gürtel und Armbänder. Brüno spricht Englisch mit einem gespielten deutschen Akzent, benutzt erfundene deutsche Wörter, lässt aber auch echtes Deutsch einfließen. In den Interviews zeigt er stets eine positive Einstellung, so dass er Aussagen seiner Interview-Partner oft mit Kommentaren wie „that’s great“ („das ist großartig“) unterstützt und sie zum Fortsetzen der Interviews animiert.

Brüno war das erste von Baron Cohens Alter Egos, wobei eigene Erfahrungen als Model ihn zu dieser Figur inspirierten.[5] Brünos Beiträge der Ali G Show laufen unter dem Titel „Funkyzeit mit Brüno“. Seit dem 9. Juli 2009 ist der Film Brüno in den deutschsprachigen Kinos zu sehen.[25][26] Hierfür konnte sich Universal Pictures die weltweiten Verwertungsrechte zum Preis von rund 42,5 Millionen US-Dollar sichern und stach dabei DreamWorks SKG, Sony Pictures Entertainment, Warner Bros. sowie 20th Century Fox aus.[27]

Kontroversen um die Figuren

Sacha Baron Cohen
‚Borat‘ Deutschland-Premiere, Köln

Die Reaktionen auf Baron Cohens Figuren Ali G, Borat und Brüno waren kontrovers: die Darstellung stieß sowohl auf Zustimmung als auch auf Ablehnung. Simon Weaver teilt, auf Basis eines Konzepts von Zygmunt Bauman, die Reaktionen auf Ali G in zwei Gruppen: ‚proteophile‘, also das Fremde und unbekannte einschließende und aufnehmende und ‚proteophobe‘, also das Unbekannte ablehnende und ausschließende Reaktionen.[17] Positiv wurde Ali G so gedeutet, dass die Figur durch seine satirische Darstellung die Absurdität des Imports der amerikanischen Ghettokultur in die britischen Vorstädte hinterfragt:

“Likeable Ali shows that the globalised American thug life is ridiculously inappropriate to the life of marginal young Brits.”

„Der liebenswerte Ali zeigt, dass das globalisierte amerikanische Gangsterleben in lächerlicher Weise inkompatibel zum Leben junger Briten aus den Unterschichten ist.“

Paul Gilroy: Professor an der London School of Economics and Political Science[28]

Es wird auch anerkannt, dass die Figur des Ali G durchaus liebenswerte Seiten hat:

“Ali is not homophobic, macho, aggressive or anti-social. He obeys the speed limit, believes in the healing power of god’s green herb and has identified the terminal duplicity of all forms of politricks.”

„Ali ist nicht homophob, machistisch, aggressiv oder anti-sozial. Er hält sich an das Tempolimit, glaubt an die Heilkraft von Gottes grünem Kraut und hat die tödliche Doppelzüngigkeit aller Arten politischer Spielchen erkannt.“

– Paul Gilroy[28]

Einige Interviewpartner reagieren ähnlich positiv auf Ali G und versuchen seine Anerkennung zu gewinnen:

“Sometimes they totally forget who they are. And they come out with a totally different side of themselves. Some try to appear cool with Ali G and down with the kids… Boutros Boutros-Ghali kept on telling me he used to be a bit of a bully in school, and used to muck around. They want Ali G’s approval. They’re in the room with a total idiot, and yet they’re seeking his approval. As if it somehow makes them cooler.”

„Manchmal vergessen sie ganz, wer sie sind und es kommt eine ganz andere Seite von ihnen zum Vorschein. Manche versuchen so zu erscheinen, als seien sie cool mit Ali und wüssten, was bei den Kids abgeht… Boutros Boutros-Ghali hat mir die ganze Zeit erzählt, dass er in der Schule ein kleiner Schläger war und herumgegammelt hat. Sie wollen Anerkennung von Ali G. Sie sitzen da mit einem totalen Idioten und wollen doch seine Anerkennung. Als ob sie das irgendwie cooler macht.“

– Sacha Baron Cohen[29]

Auch auf die Figur Borat gibt es von den Interviewpartnern „positive“ Reaktionen, beispielsweise wenn er auf einer Ranch in Texas auf die Jagd geht und mit dem Interviewpartner rassistische und antisemitische Vorurteile austauscht.

In Großbritannien gab es gegen Baron Cohen als Ali G bzw. gegen seine Zuschauer einen relativ moderaten Vorwurf des Rassismus.[30] Relativ zurückhaltend blieb der Vorwurf wohl auch, weil Baron Cohen für viele nicht die Kultur der Schwarzen, sondern die Nachahmung dieser durch entsprechende Subkulturen satirisch darstellt. Besonders populär ist in diesem Zusammenhang Ali Gs Frage: „Is it ’cause I is black?“ (etwa: „Liegt es daran, dass ich schwarz ist?“), obwohl Baron Cohen ganz offensichtlich nicht schwarz ist. Zu starken Kontroversen führte der Auftritt Ali Gs auf BBC Radio 1. Der Charakter Ali Gs wurde als obszön und verkommen kritisiert sowie sein schlechter Einfluss auf Jugendliche beklagt.[31] Kontrovers wurde in den britischen Medien auch ein Interview Ali Gs mit dem Politiker Neil Hamilton im Jahr 2000 diskutiert, in dem Hamilton einen von Ali G offerierten angeblichen Joint annahm und rauchte.[32]

Heftige Kritik löste auch der Charakter Borats aus. Insbesondere die Kasachische Führung kritisierte schon bei Borats Auftritt als Präsentator der MTV Music Awards den Charakter[33]: Er sei „ein Schwein von einem Mann: dumm, streitsüchtig, ohne jeden Charme“, kritisierte Erlan Idrissow, der kasachische Botschafter in Großbritannien.[34] Zwischenzeitlich wurde auch unterstellt, Baron Cohen arbeite im Auftrag fremder Regierungen, um das Land zu destabilisieren.[33] Das Europäische Zentrum für Antiziganismusforschung hat gegen Baron Cohen wegen der Darstellung des Borat Strafanzeige erstattet. Besonders kritisiert wurde eine Szene, in der Borat einen Autoverkäufer fragt, ob ein Hummer-Geländewagen es unbeschadet überstehen werde, wenn er in eine Gruppe „Zigeuner“ fahre.[35] In Russland bekam der Film keine Vorführgenehmigung.[36] Mehrere Darsteller des Films haben sich beschwert, unter falschen Vorgaben zur Mitwirkung überredet worden zu sein. Zwei Studenten, die in dem Film gemeinsam mit Borat ein Sexvideo mit Pamela Anderson anschauen, haben gegen die DVD-Veröffentlichung des Filmes geklagt, die Klage wurde jedoch abgewiesen.[37]

Harsche Kritik ist insbesondere aus Glod zu vernehmen, einer rumänischen Ortschaft, die die Kulisse für Borats fiktive kasachische Heimatstadt „Kuzcek“ darstellt, die nach Angaben von Baron Cohen in der Nähe von Almaty liege.[38][39] Wenig erfreut über diese Parodie war darüber hinaus die kasachische Regierung. Sie protestierte und sperrte zunächst den Internetauftritt von Borat, der über die kasachische Domain „borat.kz“ lief.[40] Im September 2006 beschäftigte sich US-Präsident George W. Bush mit den provokativen Äußerungen von Baron Cohen alias Borat. Hintergrund war ein Treffen mit dem kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew, bei dem sich dieser über Baron Cohens rassistische Äußerungen beschwerte. Baron Cohen hatte mit der durch ihn verkörperten Figur Borat Kasachstan als einen hinterwäldlerischen Kommunistenstaat dargestellt, in dem Prostitution, Waffenschieberei und die Diskriminierung von Minderheiten an der Tagesordnung seien.

US-Präsident George W. Bush versprach, weitere diplomatische Zwischenfälle zu vermeiden.[41][42] Darigha Nazarbaeva, Tochter des kasachischen Präsidenten, verteidigte als eine der ersten in Kasachstan öffentlich die Figur Borat.[43] Nach dem weltweiten Anlaufen des Kinofilms wurde der kasachischen Führung inzwischen die große Werbewirksamkeit der Figur bewusst und Baron Cohen wurde mittlerweile offiziell nach Kasachstan eingeladen.[33][44] Auch das Internetangebot soll wieder frei zugänglich werden. Dem Historiker Robert Saunders zufolge fiel die Reaktion Kasachastans auf den Charakter so harsch aus, weil sich die Regierung einerseits bis dahin große Mühe gegeben hatte Kasachstan als „globale Marke“ mit einem positiven Image zu etablieren und andererseits die nationale Identität in der jungen Republik noch sehr fragil ist.[33]

Filmografie

Auszeichnungen

Literatur über Sacha Baron Cohen

  • Howells, Richard (2006): „Is it Because I is Black?“ Race, humour and the polyemiology of Ali G. Historical Journal of Film, Radio and Television Vol.26, S.155-177.
  • Sebba, Mark (2003): Will the real impersonator please stand up? Language and identity in the Ali G websites. AAA. Arbeiten aus Anglistik und Amerikanistik 28, no.2, S.279-304.
  • Saunders, Robert A. (2007): In Defence of Kazakshilik: Kazakhstan’s War on Sacha Baron Cohen. Identities: Global studies in culture and power 14, S.225-255.

Literatur von Sacha Baron Cohen

  • Sascha Cohen, The Gospel According to Ali G, Pocket Books (7. Januar 2003), ISBN 0-7434-6444-3

Einzelnachweise

  1. BFI Film & TV Database
  2. a b c d e f g h Strauss, Neil: Sacha Baron Cohen – The Real Borat – Finally SpeaksRolling Stone
  3. Biographie bei movies.yahoo.com
  4. a b Newsweek.de Gordon, Devin: The Brain Behind Borat – Fiercely private. Deeply funny. A closer look at a mystery man.
  5. a b c d e f Channel 5, 27. März 2002: Ali G Before he was massiv
  6. a b c d e Kirsty Scott: „He becomes the character, certainly with Ali G and Borat. He has a mix of Sellers’s acting and Rod Hull’s bottle“ The Guardian, 29. September 2006 (englisch).
  7. a b c d e f g Howells, Richard (2006): „Is it Because I is Black?“ Race, humour and the polysemiology of Ali G. Historical Journal of Film, Radio and Television Vol.26, S.155-177.
  8. Empathizing with Simon Baron-Cohen’s cousin, August 04, 2004
  9. a b c d The Times, 15. Januar 2000: Ali G star is leading civil rights scholar
  10. Interview mit Robert Siegel bei National Public Radio
  11. allocine.co.uk, „All about cinema“
  12. filmstarts.de, Kritik zum Kinofilm Ali G. in da House, David Bergmann
  13. Inhaltsangabe in der IMDb und Video von „Spyz“ bei YouTube
  14. Celebrity Baby Blog, Introducing Olive Cohen, 6. November 2007
  15. Interview mit Sue Leetch, Direktorin des Centre for Gender Research bei YouTube bzw. als Transkript: shanemcdonald.com
  16. Howells, Richard (2006), S. 164
  17. a b c „With regard to the claim of racism, the character proves theoretically difficult to analyse and critique because he produces both racist and non-racist meanings simultaneously.“ (PDF) − Weaver, Simon: Comprehending Ambivalence Ali G and conceptualisations of the ‘other’
  18. Ausnahmen sind ein Interview in The Daily Show (Video) mit Jon Stewart, bei Late-Night-Show (Video) mit David Letterman und ein Interview mit Robert Siegel bei National Public Radio
  19. „British comic responds to legal threat against ‘Borat’“
  20. telegraph.co.uk, „Kazakhstan launches propaganda campaign against Borat“, New York, Harry Mount, 15. September 2006
  21. a b Sebba, Mark (2003): Will the real impersonator please stand up? Language and identity in the Ali G websites. AAA. Arbeiten aus Anglistik und Amerikanistik 28, no.2, S.279–304.
  22. siehe Punani in der engl. Wikipedia
  23. Interview mit Dan Mazer
  24. aon. 30. Oktober 2006, aon.at
  25. kurier.at, 30. Oktober 2006
  26. orf.at: Nach Kasachstan nun Österreich
  27. The Hollywood Reporter, 30. Oktober 2006, Borys Kit
  28. a b Rene Gilroy: Ali G and the Oscars. 16 Beaver Group, 1. November 2004
  29. bullz-eye.com Sacha Baron Cohen (AKA Ali G) bullz-eye.com (englisch)
  30. In „New Nation“, einer Zeitschrift für schwarze Kultur, erschien ein Artikel, in dem sechs schwarze Komiker zu ihrer Einstellung zu Ali G befragt wurden. Viele bewerteten ihn positiv, kritisch äußerte sich Curtis Walker: „I don’t like the concept of a white guy playing a black guy anyway and when he is playing to a stupid stereotype it is even worse. People have to ask themselves just what it is they are laughing at.“, Ross Slater, Ross (Januar 2000): Should We Laugh at Ali G, New Nation, S. 6.
  31. Lynda Lee-Potter: Who can find this vile man amusing?, Daily Mail, 20. Februar 2002, S. 13 (englisch)
  32. Hamilton ’shared joint‘ with Ali G. BBC News, 18. Januar 2000 (englisch)
  33. a b c d Robert A. Saunders: In Defence of Kazakshilik: Kazakhstan’s War on Sacha Baron Cohen, Identities: Global studies in culture and power 14, 2007, S.225-255.
  34. Christian Stöcker: „Ein Schwein von einem Mann“ Spiegel Online, 25. Oktober 2006
  35. Anne Meyer-Gatermann: Vom Witz zur Justiz. Spiegel Online, 2. November 2006
  36. Anne Meyer-Gatermann: „Borat“ muss draußen bleiben. Spiegel Online, 9. November 2006
  37. „Borat“: DVD-Stopp abgewiesen. Die Presse, 12. Dezember 2006
  38. William J. Kole: Poor Romanian villagers not amused by Borat success at their expense. Associated Press, 15. November 2006 (englisch)
  39. Rumänische Dorfbewohner empört. Spiegel Online, 14. November 2006
  40. Borat.kz abgeklemmt. intern.de, 15. Dezember 2005
  41. Riesen-Ärger für Ali G oe24, 13. September 2006
  42. Ärger für „Borat“. Kino.de, 13. September 2006
  43. Nazarbaev’s Daughter Defends Comic Character Borat. Radio Free Europe, 21. April 2006 (englisch)
  44. Focus, 44/2006, 30. Oktober 2006, S. 72

Weblinks

 Commons: Sacha Baron Cohen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Sacha Noam Baron Cohen[2] (born 13 October 1971) is an English stand-up comedian, writer, actor, and voice actor. A graduate of Cambridge University,[3] Baron Cohen is most widely known for writing and playing three unorthodox fictional characters: Ali G, Borat, and Brüno. In his routines, Baron Cohen’s characters interact with unsuspecting people who do not realise they are being set up for comic situations and self-revealing ridicule.

Baron Cohen was named Best Newcomer at the 1999 British Comedy Awards for The 11 O’Clock Show, and since then, his work has been further recognised with two BAFTA Awards for Da Ali G Show, several Emmy nominations, a nomination for an Academy Award for Writing Adapted Screenplay, and a Golden Globe for Best Actor for his work in the feature film Borat: Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan. After the release of Borat, Baron Cohen stated that because the public had become too familiar with the characters, he would retire Borat and Ali G. Similarly, after the release of Brüno, Baron Cohen has stated he would also retire the title character

Baron Cohen, the middle of three brothers, was born in Hammersmith, West London. His mother, Daniella Naomi (née Weiser), was born in Israel, and his father, Gerald Baron Cohen, an accountant and writer, is a native of London.[5][6] Baron Cohen has two brothers: Erran and Amnon.[7] His family is Jewish.[8] His paternal grandfather, Morris Cohen, who was from Pontypridd, Wales, had added „Baron“ to his surname.[6][9] His maternal grandmother, who lives in Haifa, Israel, trained as a ballet dancer in Germany.[5][10][11][12] Erran is a composer and has worked on several of his films. Internationally renowned autism researcher Simon Baron-Cohen is his cousin.[13] Baron Cohen attended Haberdashers‘ Aske’s Boys‘ School, a private school in Elstree, Hertfordshire, north of London.[14] He went on to the University of Cambridge, entering Christ’s College, Cambridge, where he read history.[15] While attending the Cambridge University Amateur Dramatic Club, Baron Cohen acted in the plays Fiddler on the Roof and Cyrano de Bergerac, and performed in Habonim Dror Jewish theatre performances.[16]

Early roles

After leaving university, Baron Cohen worked for a time as a fashion model, appearing in many fashion magazines.[16] By the early 1990s, he was hosting a weekly programme on Windsor cable television’s local broadcasts with Carol Kirkwood, who later became a BBC weather forecaster. In 1995, Channel 4 was planning a replacement for its series The Word, and disseminated an open call for new television presenters. Baron Cohen sent in a tape of himself in the character of Kristo, a fictional television reporter (who developed into the Kazakh Borat Sagdiyev), which caught the attention of a producer. Baron Cohen hosted Pump TV from 1995–1996. In 1996, he began presenting the youth chat programme F2F for Granada Talk TV. He took clown training in Paris, at the Ecole Philippe Gaulier, studying under master-clown Philippe Gaulier. Of his former pupil, Gaulier says: „He was a good clown, full of spirit“.[17] In the late 1990s, Baron Cohen made his first feature film appearance in the British comedy The Jolly Boys‘ Last Stand. In 2000, Baron Cohen played the part of Super Greg for a series of TV advertisements for Lee Jeans; the advertisements never aired but the website for Super Greg created an internet sensation.[18]

Characters

Ali G

Baron Cohen as Ali G, offering a speech at Harvard University’s Class Day during Commencement ceremonies

Main article: Ali G

Baron Cohen appeared during two-minute sketches as his fashion reporter Brüno on the Paramount Comedy Channel during 1998. He shot to fame when his comic character Ali G, an uneducated, boorish junglist, hailing from Staines (a suburban town in Middlesex, to the west of London), started appearing on the British television show The 11 O’Clock Show on Channel 4, which first went to air 8 September 1998. A year after the premiere of the show, GQ named him comedian of the year.[19] He won Best Newcomer at the 1999 British Comedy Awards, and was nominated for Best British Entertainment Performance at the British Academy Television Awards.[19]

Da Ali G Show began in 2000, and won the BAFTA for Best Comedy in the following year.[20] Also in 2000, Baron Cohen as Ali G appeared as the limousine driver in Madonna’s 2000 video „Music„, directed by Jonas Åkerlund, who was also responsible for directing the titles for Da Ali G Show.

In 2002, Ali G was the central character in the feature film Ali G Indahouse, in which he is elected to the British Parliament and foils a plot to bulldoze a community centre in his hometown, Staines.[21] His television show was exported to the United States in 2003, with new episodes set there, for HBO.

Ali G’s interviews with celebrities (often politicians) gained notoriety partly because the subjects were not privy to the joke that Ali G, rather than being a real interviewer, was a comic character played by Baron Cohen. According to Rolling Stone magazine, Baron Cohen would always enter the interview area in character as Ali G, carrying equipment and appearing to be an insignificant crew member. He would arrive with a suited man, whom the interviewee naturally thought was the interviewer. Baron Cohen, as Ali G, would sit down to begin conducting the interview by asking the interviewee some preliminary questions. The interviewee, however, would remain under the impression that the smartly-dressed director would be conducting the interview until short notice prior to cameras rolling: this would grant an advantage of surprise, whereby the interviewee would be less likely to opt out of the Ali interview prior to its start.[22]

The resulting willingness of Baron Cohen’s targets to answer his frequently risqué questions often created surprising conversations. Interviewees have included:

Baron Cohen is a supporter of Comic Relief and as Ali G has hosted some interviews for the benefit of the charity.[23]

Borat

Main article: Borat Sagdiyev

Baron Cohen as Borat, 2006

Borat: Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan, a feature film with Borat at the centre, was screened at the 2006 Toronto International Film Festival and released in the United Kingdom on 2 November 2006, in the United States on 3 November 2006 and Australia 23 November 2006. The film is about a journey across the United States in an ice cream truck, in which the main character is obsessed with the idea of marrying Pamela Anderson. The film is a mockumentary which includes interviews with various American citizens that poke fun at American culture, as well as sexism, racism, homophobia, anti-Semitism, jingoism and Baywatch.

It debuted at the #1 spot in the US, taking in an estimated $26.4 million in just 837 theatres averaging $31,600 per theatre, the fourth highest per-theatre average of all time for movies opening wide (500 screens or more), behind Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest and Spider-Man.

Baron Cohen won the 2007 Golden Globe in the „Best Actor – Musical or Comedy“ category, his sixth such award. Although Borat was up for „Best Motion Picture — Musical or Comedy“, the film lost to Dreamgirls. On 23 January 2007, he was nominated for an Academy Award for Best Adapted Screenplay. He shared his nomination with the film’s co-writers, Ant Hines, Peter Baynham, Sy Mordecai Finesto, Dan Mazer, and Todd Phillips.

Aside from the comic elements of his characters, Baron Cohen’s performances are interpreted by some as reflecting uncomfortable truths about his audience. He juxtaposes his own Jewish lineage with the anti-Semitism of his character Borat.[24]

In 2007, Baron Cohen published a travel guide as Borat, with dual titles: Borat: Touristic Guidings To Minor Nation of U.S. and A. and Borat: Touristic Guidings To Glorious Nation of Kazakhstan.[25]

On 21 December 2007, Baron Cohen announced he was retiring the character of Borat.[26]

Brüno

Main article: Brüno (character)

Another alter ego Sacha Baron Cohen performed as is ‚Brüno‚, a flamboyantly gay, allegedly-19-year-old, Austrian fashion show presenter who often lures his unwitting subjects into making provocative statements and engaging in embarrassing behaviour, as well as leading them to contradict themselves, often in the same interview. Brüno asks the subjects to answer ‚yes or no‘ questions with either „Vassup“ (whats up) or „Ich don’t think so“ (No); these are occasionally substituted with „Ach, ja!“ (Ah yes!) or „Nicht, nicht“ („Nicht“ means „not“ in German). In one segment on Da Ali G Show, he encouraged his guest to answer questions with either „Keep them in the ghetto“ or „Train to Auschwitz“. Brüno’s main comedic satire pertains to the vacuity and inanity of the fashion and clubbing world. In May 2009, at the MTV Movie Awards, Baron Cohen appeared as ‚Brüno‘ wearing a white angel costume, a white jock strap, white go-go boots, and white wings; and did an aerial stunt where he dropped from a height (using wires) onto Eminem. Baron Cohen landed on Eminem’s lap, with his rear in Eminem’s face, prompting Eminem to exit the venue with fellow rappers D12. Eminem later admitted to staging the stunt with Baron Cohen.[27]

Film

Main article: Brüno

After an intense bidding war that included such Hollywood powerhouses as DreamWorks, Sony, and 20th Century Fox; Universal Pictures paid a reported $42.5 million for the film rights.[28] A number of shill companies and websites were created in order to draw potential interviewees into interviews by creating an illusion of legitimacy.[29] The film was released in July 2009.

The Dictator

Baron Cohen’s 2012 film, The Dictator, was described by its press as „the heroic story of a dictator who risked his life to ensure that democracy would never come to the country he so lovingly oppressed“.[30] Baron Cohen played Admiral General Aladeen, a dictator from a fictional country called the Republic of Wadiya.[31][32] Borat and Bruno film director Larry Charles directed the film.[33] The film was loosely based on a romance novel written by former Iraqi dictator Saddam Hussein.[34]

On 26 February 2012, Baron Cohen was allegedly banned from attending the 84th Academy Awards in his role as Admiral General Aladeen but the rumour was denied by the Academy, saying „we haven’t banned him. We’re just waiting to hear what he’s going to do“ but made it clear that „Cohen is not welcome to use the red carpet as a platform for a promotional stunt“.[35] Cohen eventually appeared at the awards‘ red carpet with a pair of uniformed female bodyguards, holding an urn which he claimed was filled with the ashes of Kim Jong-il. The „ashes“ (later reported to be pancake mix) were „accidentally“ spilled onto Ryan Seacrest.[36]

Performer versus characters

Baron Cohen has often been confused with the identity of one of his characters. When he posed as Borat to host the MTV Europe Music Awards in Lisbon, the central Hungarian news wire agency MTI reported that the host was ‚Borat Sagdiyev‘.[37] As most Hungarian newspapers and television networks take MTI as their official source, the misinterpretation of the character spread rapidly in Hungary, with some sources (such as TV2) emphasising that a Kazakh news reporter hosted the awards, while others (such as Index.hu) noticed and pointed out the error.[38]

Controversies and criticism

Baron Cohen has encountered many controversies regarding some of his comic characters:

Sacha Baron Cohen at the E! after party, January 2007.

In an interview with former British MP Neil Hamilton in 2000, Ali G offered Hamilton what was allegedly cannabis, which Hamilton accepted and smoked, creating some minor controversy in the British media.[39]

At the 2006 MTV Movie Awards, Borat introduced Gnarls Barkley’s performance of „Crazy“, where he made a comment about Jessica Simpson, saying that he liked her mouth and that he could see it clearly through her denim pants.

At the 2006 UK premiere of Borat, he arrived in Leicester Square in a cart pulled by a mule and a number of „Kazakh women“, announcing: „Good evening, gentleman and prostitutes. After this I stay in a hotel in Kings Cross. We will all drink, wrestle with no clothes on and shoot dogs from the window.“[40]

Baron Cohen has had some trouble because of racist or prejudiced comments his characters have made (see Da Ali G Show). HBO spokesman Quentin Schaffer has replied to criticism concerning Baron Cohen’s characters, „Through his alter-egos, he delivers an obvious satire that exposes people’s ignorance and prejudice in much the same way All in the Family did years ago.“[41] Regarding his portrayal as the anti-Semitic Borat, Baron Cohen says the segments are a „dramatic demonstration of how racism feeds on dumb conformity, as much as rabid bigotry“, rather than a display of racism by Baron Cohen himself.[42] „Borat essentially works as a tool. By himself being anti-Semitic, he lets people lower their guard and expose their own prejudice“, Baron Cohen explains.[11] Addressing the same topic in an NPR interview with Robert Siegel, Baron Cohen says „…and I think that’s quite an interesting thing with Borat, which is people really let down their guard with him because they’re in a room with somebody who seems to have these outrageous opinions. They sometimes feel much more relaxed about letting their own outrageous, politically incorrect, prejudiced opinions come out.“[43]

Baron Cohen, the grandson of a Holocaust survivor, says he also wishes in particular to expose the role of indifference in that genocide. „When I was in university, there was this major historian of the Third Reich, Ian Kershaw, who said, ‚The path to Auschwitz was paved with indifference.‘ I know it’s not very funny being a comedian talking about the Holocaust, but it’s an interesting idea that not everyone in Germany had to be a raving anti-Semite. They just had to be apathetic.“[11] Regarding the enthusiastic response to his song, „In My Country There Is Problem“ (also known as „Throw the Jew Down the Well“), he says, „Did it reveal that they were anti-Semitic? Perhaps. But maybe it just revealed that they were indifferent to anti-Semitism.“[11]

Baron Cohen walked onto the runway during the Ágatha Ruiz de la Prada fashion show in Milan on 26 September 2008. In the character of one of his alter-egos Brüno, he was wearing a costume made out of velcro. He appeared on the stage with a blanket and items of clothing stuck to his velcro suit. Lights were turned off while security intervened and escorted him off the stage, and the fashion show resumed normally shortly thereafter. Baron Cohen and his team allegedly accessed the fashion show using fake IDs.[44]

During an appearance on Late Show with David Letterman,[when?] Baron Cohen stated he was restricted from answering David Letterman’s question as to how he managed to get an interview with Pat Buchanan while in character as Ali G due to pending „legal reasons“.[45]

While introducing an award at the 2009 MTV Movie Awards, Baron Cohen was lowered upside-down from the rafters dressed as an angel right into rapper Eminem’s lap after an apparently staged problem with his wire harness. Baron Cohen had only a jockstrap on underneath and fully exposed his buttocks in Eminem’s face. Eminem swore repeatedly, demanding that his friends, members of D12, each of whom were sitting next to Eminem, remove Baron Cohen, then left the auditorium.[46] Baron Cohen then announced the winner (Zac Efron) while still hanging from the wires above the stage. It was later revealed that Eminem and Baron Cohen had planned and rehearsed the gag together.[47]

Pauly Shore claimed, in 2009, that Baron Cohen’s film, Brüno, was „stolen from Shore’s ‚mockumentary‚“, as the film Brüno had started production after the start of production for Adopted and also featured the main character adopting a child from a Third World nation.[48]

In March 2012, the organizers of a tournament in Kuwait caused some embarrassment after Baron Cohen’s parody of the Kazakhstan national anthem from the film Borat, was played instead of the actual anthem at a medal ceremony.[49][50] The Kazakhstan shooting team demanded an apology from the organizers, who had mistakenly downloaded Baron Cohen’s parody from the Internet.[51]

Future projects

Baron Cohen will star as Freddie Mercury of the rock band Queen in Mercury, an upcoming film about the period in the band’s history from 1971 to the Live Aid concert in 1985.[52] It was Baron Cohen himself who contacted screenwriter Peter Morgan with the idea of portraying the flamboyant lead singer.[53] Time commented with approval on his singing ability and physical resemblance to Mercury.[54]

Other work

Baron Cohen guest-starred in the fifth season Curb Your Enthusiasm, with Dustin Hoffman as a guide to Heaven. He also provided the voice of the ring-tailed lemur king, King Julien, in DreamWorks‘ family movie Madagascar (2005) as well as its 2008 sequel, and appeared as Will Ferrell’s arch rival the French Formula One speed demon Jean Girard in the 2006 hit Talladega Nights: The Ballad of Ricky Bobby. He also appeared alongside Johnny Depp in the 2007 film Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street as Signor Adolfo Pirelli, and co-starred in Martin Scorsese’s 2011 adventure film Hugo.

Baron Cohen tends to avoid doing interviews out of character. However, in 2004, he did the talk show circuit appearing as himself on Late Show with David Letterman, The Opie and Anthony Show, The Howard Stern Show,[55] and others in order to promote the upcoming season of his show on HBO. He was also interviewed on NPR’s All Things Considered.[43] He also did an interview with Rolling Stone, published in November 2006, that the magazine labelled as „his only interview as himself“.[11] He also appeared in an interview out of character with Terry Gross on NPR’s Fresh Air on 4 January 2007.[56]

Baron Cohen has twice presented the MTV Europe Music Awards, first as Ali G on 8 November 2001, in Frankfurt, Germany, and then as Borat on 3 November 2005 in Lisbon, Portugal. Baron Cohen appeared out of character to accept an award at the British Comedy Awards in December 2006. He said at the time that Borat could not make it to the awards as „he’s guest of honour at the Holocaust denial conference in Tehran“,[57] referring to the International Conference to Review the Global Vision of the Holocaust.

Borat director Larry Charles explains that Baron Cohen generally appears in character partly to „protect his weakness“, by focusing public interest on his characters rather than himself.[58] His other reason, Newsweek claims, is that Baron Cohen is fiercely private: „…according to the UK press, his publicists denied not only that he attended a party for the London premiere of Borat, but also that a party even occurred.“[58]

It was reported online that Baron Cohen might play Freddie Mercury in a biographical film,[59] but his publicist later declared that Baron Cohen would not do so.[60] However, on 16 September 2010, representatives for Cohen confirmed that he would indeed be playing the role in an as-of-yet untitled biopic about Mercury.[61][62]

Baron Cohen shot a spread with supermodel Alessandra Ambrosio for Marie Claire magazine to promote the film Brüno.[63]

Sports Illustrated’s 6 November 2006 issue contains a column called „Skater vs. Instigator“, which illustrates various amusing „parallels“ between Baron Cohen and figure skater Sasha Cohen, ranging from their mutually held personal significance of the number 4,[64] to their mutual romantic interests in redheads.

Baron Cohen was featured on Australian talk show Rove as Brüno on 28 June 2009.[citation needed]

Baron Cohen was featured in the Time 100 list for 2007.[65]

In 2010, Cohen guest-starred on The Simpsons in the episode „The Greatest Story Ever D’ohed“ as Jakob, an angry Israeli tour guide.

Personal life

Marriage and family

Baron Cohen married Australian actress Isla Fisher on 15 March 2010.[66] After three years of study, Fisher converted to Judaism in early 2007.[67] She received the approval of Baron Cohen’s observant Jewish parents.[68] Baron Cohen and Fisher have two daughters: Olive, born on 19 October 2007 in Los Angeles,[69] and Elula, born in August 2010.[70]

Legal issues

Two residents of Glod, Romania, the Gypsy village in which the opening scenes of Borat were filmed, hired attorney Edward Fagan to sue the makers of Borat for $30 million. They alleged that the intent of the film was misrepresented to them, that the poorest members of their village were made to look like „savages“, and that they were underpaid, particularly when their minute salaries were compared to the millions earned by the completed film. During several segments, children were filmed with guns and other weapons and in another scene, an amputee who lost his arm was told to wear a rubber fist sex toy.[71] The lawsuit was dismissed in New York hearing on the grounds that the allegations were too vague to stand up in court.[72]

The government of Kazakhstan threatened Baron Cohen with legal action following the 2005 MTV Europe Music Awards ceremony in Lisbon, and the authority in charge of the country’s country-code top-level domain name removed the website that he had created for his character Borat (previously: http://www.borat.kz) for alleged violation of the law—specifically, registering for the domain under a false name. The New York Times, (among others), has reported that Baron Cohen, (in character as Borat), replied: „I’d like to state that I have no connection with Mr Cohen and fully support my government decision to sue this Jew“.[73] He was, however, defended by Dariga Nazarbayeva, a politician and the daughter of Kazakhstan President Nursultan Nazarbayev, who stated, „We should not be afraid of humour and we shouldn’t try to control everything, I think.“[74] The deputy foreign minister of Kazakhstan later invited Baron Cohen to visit the country, stating that he could learn that „women drive cars, wine is made of grapes, and Jews are free to go to synagogues“.[75] After the worldwide success of the Borat film, the Kazakh government, including the president, altered their stance on Baron Cohen’s parody, tacitly recognising the invaluable press the controversy created for their country.[76]

Baron Cohen encountered another problem around his Borat character. Two of the three University of South Carolina students who appear in Borat sued the filmmakers, alleging that they were duped into signing release forms while drunk, and that false promises were made that the footage was for a documentary that would never be screened in the US. On 11 December 2006, a Los Angeles judge denied the pair a restraining order to remove them from the film. The lawsuit was dismissed in February 2007.[77]

On 22 May 2009, a charity worker at a seniors‘ bingo game sued Baron Cohen, claiming an incident shot for Brüno at a charity bingo tournament left her disabled.[78] However, the worker later retracted her statement, saying the „actor never struck her“, but that he „beat her down emotionally to the point she’s now confined to a wheelchair“.[79] The scene did not make the final cut for the film. The case was dismissed in late November 2009 on Anti-SLAPP grounds with all attorney’s fees to be paid by the charity worker. The dismissal was appealed and upheld on 12 September 2011.[80]

A lawsuit was filed on 30 April 2010 in the District of Columbia by Palestinian Christian Ayman Abu Aita of Beit Sahour, Bethlehem, West Bank, against Baron Cohen relating to his interview which was used in Brüno. Aita alleges that he has been defamed by false accusations that he is a terrorist. Aita included David Letterman in the suit based on comments made during the 7 July 2009 appearance by Baron Cohen on the Late Show with David Letterman.[81] On 4 November 2010, the D.C. case was dismissed with Aita given 120 days to file in the Supreme Court of the State of New York, County of New York or have the case permanently dismissed (see DC Case Docket Sheet).

Israel and Judaism

Baron Cohen first acted in theatrical productions featuring the Socialist-Zionist youth movement Habonim Dror.[82]

He spent a year in Israel at Kibbutz Rosh HaNikra and Kibbutz Beit HaEmek as part of the Shnat Habonim Dror, as well as taking part in the programme Machon L’Madrichei Chutz La’Aretz for Jewish youth movement leaders.

According to Baron Cohen, „I wouldn’t say I am a religious Jew. I am proud of my Jewish identity and there are certain things I do and customs I keep.“ He tries to keep kosher and attends synagogue about twice a year.[83]

Baron Cohen frequently spoke in Hebrew while playing the anti-Semitic character Borat. He also sang the lyrics from an old kibbutz song (pretending that it was the Kazakh national anthem) in an episode of Da Ali G Show. In one of the deleted scenes of his film, after being asked by the host-pastor to lead the table in a pre-meal prayer service, Baron Cohen, in his character role of Borat, sings a lengthy hymn (not Hebrew) that has clear similarities to the Mussaf prayer service of the Jewish High Holidays. He actually repeatedly sings two Polish phrases (slightly mispronounced) „Excuse me ma’am do you speak English?“ and „Could you speak slowly please?“[84]

Awards and nominations

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  • 1999 – Won British Comedy Award, Best Male Comedy Newcomer for The 11 O’Clock Show (1998)[85]
  • 2000 – Nominated BAFTA TV Award, Best Entertainment Performance for The 11 O’Clock Show (1998)[19]
  • 2000 – Nominated National Television Awards, UK, Most Popular Comedy Performer for Da Ali G Show (2000)
  • 2000 – Won TV Quick Award, TV Personality of the Year for Da Ali G Show (2000)
  • 2001 – Won BAFTA TV Award, Best Comedy (Programme or Series) for Da Ali G Show (2000) (shared)
  • 2001 – Won BAFTA TV Award, Best Comedy Performance for Da Ali G Show (2000)
  • 2003 – Nominated Emmy Award, Outstanding Non-Fiction Program (Alternative) for Da Ali G Show (2003) (shared)
  • 2003 – Nominated Emmy Award, Outstanding Writing for Non-Fiction Programming for Da Ali G Show (2003) (shared)
  • 2004 – Nominated Golden Satellite Award, Best Performance by an Actor in a Series, Comedy or Musical for Da Ali G Show (2003)
  • 2005 – Nominated Emmy Award, Outstanding Variety, Music or Comedy Series for Da Ali G Show (2003) (shared)
  • 2005 – Nominated Emmy Award, Outstanding Writing for a Variety, Music or Comedy Program for Da Ali G Show (2003) (shared)
  • 2006 – Won Ronnie Barker Award[86]
  • 2007 – Won MTV Movie Award for Best Kiss alongside Will Ferrell in Talladega Nights: The Ballad of Ricky Bobby

Borat awards and nominations

  • 2006 – Won: Los Angeles Films Critics Association Award for Best Actor.
  • 2006 – Won: San Francisco Films Critics Circle Award for Best Actor.
  • 2006 – Winner: Toronto Film Critics Association Award for Best Actor.
  • 2006 – Won: Deutscher Comedypreis (German comedy award) for Best International Comedy.
  • 2007 – Won: Golden Globe for Best Actor in a Comedy/Musical
  • 2007 – Nominated: Golden Globe for Best Picture Comedy/Musical.
  • 2007 – Nominated: London Film Critics‘ Circle Award for British Actor of the Year.
  • 2007 – Nominated: Writers Guild of America Award for Best Adapted Screenplay (shared).
  • 2007 – Nominated: Academy Award for Best Adapted Screenplay (shared).
  • 2007 – Won: MTV Movie Award for Best Comedic Performance and Nominated for Best Movie as well and Best Fight with Ken Davitian.
  • 2007 – Won: The Evening Standard British Film Awards: Peter Sellers award for Best Comedy.

Filmography

Year Title Role Notes
1995 Jack and Jeremy’s Police 4 Execution victim TV special
Pump TV TV Presenter, UK regional cable channel TV special
1996 Punch Unnamed Short film
1998 Live from the Lighthouse Ali G TV special
1998–99 The 11 O’Clock Show Ali G TV series
Also writer
2000 The Jolly Boys‘ Last Stand Vinnie
Da Ali G Show (UK) Ali G/Borat Sagdiyev/Brüno TV Series: 6 episodes
Also writer
2002 Ali G Indahouse Ali G/Borat Sagdiyev Also executive producer/writer
2003 Spyz James Bond (Ali G) Short film
Also executive producer/writer
2003–04 Da Ali G Show (US) Ali G/Borat Sagdiyev/Brüno TV Series: 12 episodes
Also executive producer/writer
2005 Curb Your Enthusiasm Larry’s Guide #2 Season 5, Episode 10 „The End“
Madagascar King Julien XIII Voice only
2006 Talladega Nights: The Ballad of Ricky Bobby Jean Girard
Night of Too Many Stars: An Overbooked Event for Autism Education Borat Sagdiyev TV special
Borat: Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan Borat Sagdiyev Also producer/writer
2007 Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street Signor Adolfo Pirelli
2008 Madagascar: Escape 2 Africa King Julien XIII Voice only
2009 Brüno Brüno Also producer/writer
2010 The Simpsons Jakob Season 21, Episode 16 „The Greatest Story Ever D’ohed[87]
Voice only
2011 Hugo Inspector Gustav
2012 The Dictator Admiral General Shabazz Aladeen Also producer/writer
Mercury[88] Freddie Mercury Pre-production
Madagascar 3: Europe’s Most Wanted King Julien XIII Voice only
Post-production
Les Misérables Thénardier Filming[89][90]
Django Unchained[91] Scotty

References

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Preceded by
Wyclef Jean
Xzibit
MTV Europe Music Awards host
2001 (as Ali G)
2005 (as Borat)
Succeeded by
Sean Combs
Justin Timberlake
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Sacha Baron Cohen
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