Max Horkheimer

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Max Horkheimer (* 14. Februar 1895 in Zuffenhausen bei Stuttgart; † 7. Juli 1973 in Nürnberg) war ein deutscher Sozialphilosoph und führender Kopf der Frankfurter Schule.

Horkheimer wurde in der Schwieberdinger Straße 58 in Zuffenhausen als Sohn einer jüdischen Fabrikantenfamilie geboren.

Sein Vater war der Kunstwollfabrikant Moritz Horkheimer, seine Mutter dessen Ehefrau Babette, geb. Lauchheimer, aus Esslingen am Neckar. Als Untersekundaner verließ er 1911 mit 15 Jahren das Dillmann-Gymnasium in Stuttgart und trat als Lehrling in die väterliche Fabrik ein. Seit dieser Zeit verband ihn eine lebenslange Freundschaft mit Friedrich Pollock, auch er ein Sohn eines Stuttgarter Fabrikanten. Nach Lehrzeit und einem Volontariat in Brüssel wurde er 1914 Juniorchef im väterlichen Unternehmen. Als Betriebsleiter und Prokurist blieb er zunächst vom Militärdienst verschont, erst 1917 wurde er einberufen. 1919 holte er das Abitur in München nach. Von 1919 bis 1922 studierte er in München, Frankfurt am Main und Freiburg. 1922 promovierte ihn mit summa cum laude in Frankfurt Hans Cornelius, dessen Assistent er danach für drei Jahre war. 1925 habilitierte er sich ebendort. 1926 heiratete er Rose („Maidon“) Christine Riekher, die frühere Privatsekretärin seines Vaters.

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Photograph taken in April 1964 by Jeremy J. Shapiro at the Max Weber-Soziologentag. Horkheimer is front left, Adorno front right, and Habermas is in the background, right, running his hand through his hair. (Photo credit: Wikipedia)

1930 ernannte ihn die Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt zum Ordinarius für Sozialphilosophie an der Philosophischen Fakultät. Im gleichen Jahr wurde er Direktor des 1924 unter Carl Grünberg gegründeten Instituts für Sozialforschung bis zu dessen Schließung durch die Nationalsozialisten. Die Emigration führte ihn über Genf nach New York, wo er an der Columbia University mit Hilfe amerikanischer Kollegen das Institut für Sozialforschung weiterführen konnte. 1941 übersiedelte er an die Westküste nach Pacific Palisades (Los Angeles) und wurde direkter Nachbar von Thomas Mann. Sein engster Mitarbeiter und Freund Theodor W. Adorno folgte ihm wenig später. 1947 veröffentlichte er in den USA Eclipse of Reason (dt. Ausgabe: Zur Kritik der instrumentellen Vernunft, 1967) und gemeinsam mit Adorno die Dialektik der Aufklärung, zwei seiner Hauptwerke. 1949 kehrte Horkheimer an die Universität Frankfurt zurück, ihrem Ruf auf den Doppellehrstuhl für Philosophie und Soziologie folgend. 1950 konnte das Institut für Sozialforschung unter seiner Leitung (mit Adorno als stellvertretendem Direktor) wieder eröffnet werden. 1951 wurde er zum Rektor der Universität gewählt.

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they are buying my soul too (Photo credit: fliegender)

Horkheimer war Begründer und Herausgeber der Zeitschrift für Sozialforschung (1932-39), fortgesetzt als Studies in Philosophy and Social Science (1940-42) und Initiator der Studien über Autorität und Familie (erschienen 1936 in Paris). Als spiritus rector beider Projekte arbeitete er eng mit einer Gruppe von sozialkritischen, marxistisch und freudianisch gesinnten Wissenschaftlern zusammen, die man in der Sekundärliteratur als „Horkheimer-Kreis“ und später auch als Frankfurter Schule etikettierte.

Sein Schüler und späterer Nachfolger auf dem Frankfurter Lehrstuhl, Alfred Schmidt, hat zusammen mit Gunzelin Schmid Noerr Horkheimers Gesammelte Schriften in 19 Bänden herausgegeben.

Main Street Morning - Fire Engine No. 71

Main Street Morning - Fire Engine No. 71 (Photo credit: Express Monorail)

Die Stadt Frankfurt am Main ehrte Max Horkheimer mit der Goethe-Plakette (1953) und ernannte ihn zum Ehrenbürger (1960). Bereits 1957 hatte er sich zusammen mit Friedrich Pollock in Montagnola (Schweiz) niedergelassen. Er liegt begraben auf dem Jüdischen Friedhof Bern.

Horkheimer gilt als Begründer und, gemeinsam mit Adorno, als Protagonist der Frankfurter Schule und Hauptvertreter der Kritischen Theorie, einer von Hegel, Marx und Freud inspirierten Gesellschaftstheorie. Zum engerem Zirkel gehörten in den Jahren vor der Emigration Erich Fromm, Leo Löwenthal und Herbert Marcuse; mit Walter Benjamin, obwohl kein direkter Mitarbeiter des Instituts, bestand ein über Adorno vermittelter intellektueller Austausch.

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German philosopher Theodor W. Adorno, by Leandro Gonzalez de Leon Español: El filósofo alemán Theodor W. Adorno, por Leandro Gonzalez de Leon (Photo credit: Wikipedia)

Horkheimers Arbeiten elaborieren eine fundamentale Kritik der Bürgerlichen Gesellschaft, die er als eine von politischen und ökonomischen Gegensätzen, ideologischen Widersprüchen und sozialen Ungerechtigkeiten zerrissene Gesellschaftsformation kennzeichnet. Mit einer aus zeitgeschichtlichen Umständen und persönlichen Erfahrungen verständlichen Konsequenz konstatiert Horkheimer einen Zusammenhang zwischen dem Kapitalismus (der wirtschaftlichen Ordnung der bürgerlichen Gesellschaft) und der Entstehung des Faschismus: Als eine Reaktion auf die Krise des Kapitalismus versuche der Faschismus, den Kapitalismus mit despotischen Mitteln aufrechtzuerhalten. „Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen“, formulierte er pointiert am Vorabend des Zweiten Weltkriegs.

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Alexander Kluge gets the "Theodor-W.-Adorno-Preis" (award) (2009), from Petra Roth (mayor of Frankfurt am Main) in the "Paulskirche" in Frankfurt am Main, Hesse, Germany Deutsch: Alexander Kluge erhält durch Petra Roth die Urkunde zum „Theodor-W.-Adorno-Preis“ (2009) in der Paulskirche überreicht. (Photo credit: Wikipedia)

Jürgen Habermas zufolge investierte Horkheimer zwischen 1932 und 1941 seine theoretischen Impulse und intellektuellen Energien in einen „interdisziplinären Materialismus“, in eine „Aufhebung der Philosophie in Gesellschaftstheorie“. Zustimmend zitiert er Hauke Brunkhorst, der Horkheimer in seiner produktivsten Phase als „Anti-Philosoph“ sah. In einer wissenssoziologischen Studie der frühen Frankfurter Schule hat Helmut Dubiel die „kognitive Führungsrolle“ Horkheimers in dem interdisziplinären Forschungsprogramm des Instituts für Sozialforschung herausgearbeitet. Demnach habe Horkheimer Sozialforschung als eine „sozialwissenschaftliche Großdisziplin“ verstanden, die auf eine Integration von Philosophie und Fachwissenschaft abzielte und alle Disziplinen umfasste, die „im Frankfurter Kreis personell repräsentiert gewesen sind: Soziologie, Sozialphilosophie, Psychologie, Ökonomik, Jurisprudenz, Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Politologie“. Ihr erklärtes Ziel war eine „Theorie der gegenwärtigen Gesellschaft als ganzer“.

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Cover of Eclipse of Reason (Continuum Impacts)

Im Horkheimerschen Spätwerk tritt ein von Schopenhauer beeinflusster, metaphysisch begründeter Pessimismus hervor. Für Horkheimer ist die menschliche Existenz – neben dem materiell verursachten Leid – eine durch und durch leidvolle, die in der Natur des Seins selbst begründet ist, auch wenn er mit Karl Marx das materielle Leid für überwindbar bzw. prinzipiell abmildbar begreift. Aber im Gegensatz zu Marx versteht er den Sozialismus nicht als eine auf historischer Gesetzmäßigkeit beruhende Zukunftsgesellschaft, sondern als eine in der historischen Entwicklung mögliche politisch-gesellschaftliche Konstellation, die einen Ausweg aus den sozialen Widersprüchen und Problemen der Gegenwart bieten könnte.

Werke

Gesammelte Schriften

  • Gesammelte Schriften. Bände 1 – 19. Herausgegeben von Alfred Schmidt und Gunzelin Schmid Noerr. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1985ff.

Einzelwerke

  • Über Kants Kritik der Urteilskraft als Bindeglied zwischen theoretischer und praktischer Philosophie. Habilitation. Frankfurt am Main 1925.
  • Anfänge der bürgerlichen Geschichtsphilosophie. Stuttgart: Kohlhammer, 1930.
  • Die gegenwärtige Lage der Sozialphilosophie und die Aufgaben eines Instituts für Sozialforschung. Öffentliche Antrittsvorlesung bei Übernahme des Lehrstuhls für Sozialphilosophie und der Leitung des Instituts für Sozialforschung am 24. Januar 1931 / gehalten von Max Horkheimer. – Frankfurt am Main: Englert & Schlosser, 1931.
  • Dämmerung. Notizen in Deutschland. [unter d. Pseud.: Heinrich Regius]. – Zürich: Oprecht und Helbling, 1934.
  • (mit Theodor W. Adorno) Philosophische Fragmente. [hektographiertes Typoskript]. New York, Los Angeles: Institute of Social Research, 1944.
  • (mit Theodor W. Adorno) Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Querido Verlag, Amsterdam 1947. ND Fischer 1988, ISBN 978-3596274048.
  • Zum Begriff der Vernunft. Festrede bei der Rektoratsübergabe … am 20. November 1951. Frankfurt, Main: Klostermann, 1952
  • Survey of the social sciences in Western Germany: a report on recent developments / by Max Horkheimer. – Washington: Libr. of Congress, Reference Dep., European Affairs Div., 1952.
  • Gegenwärtige Probleme der Universität. [enthält:] Akademisches Studium; Begriff der Bildung; Fragen des Hochschulunterrichts Frankfurt am Main: Klostermann, 1953.
  • Über die deutschen Juden. Vortrag. Köln: DuMont, 1961.
  • Um die Freiheit. Stuttgart: Europ. Verl.-Anst., 1962.
  • Über das Vorurteil. Köln [u.a.] : Westdt. Verl., 1963.
  • Zur Kritik der instrumentellen Vernunft. Frankfurt am Main 1967, ISBN 978-3596178209.
  • Autoritärer Staat. Die Juden und Europa [u.a.]. Aufsätze 1939 -1941. Amsterdam: de Munter, 1967.
  • Die Sehnsucht nach dem ganz Anderen – Ein Interview mit Kommentar von Helmut Gumnior (Stundenbücher). Furche, Hamburg 1970, ISBN 978-3773000231.
  • Traditionelle und kritische Theorie: Fünf Aufsätze. Frankfurt am Main 1970, 7. Auflage 1992, ISBN 978-3596113286.
  • Vernunft und Selbsterhaltung. Fischer, Frankfurt a.M. 1970.
  • Sozialphilosophische Studien: Aufsätze, Reden und Vorträge 1930 – 1972; mit einem Anhang über Universität und Studium / Max Horkheimer. – Frankfurt am Main: Athenäum Fischer Taschenbuch Verl., 1972.
  • Gesellschaft im Übergang: Aufsätze, Reden und Vorträge 1942 – 1970 hrsg. von Werner Brede. Frankfurt am Main: Athenäum-Fischer-Taschenbuch-Verl., 1972. ISBN 978-3596265459.
  • Aus der Pubertät: Novellen und Tagebuchblätter / Max Horkheimer. – München: Kösel, 1974.
  • Die gesellschaftliche Funktion der Philosophie. Ausgewählte Essays. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1988, ISBN 978-3518013915.
  • Studien über Autorität und Familie: Forschungsberichte aus dem Institut für Sozialforschung / Max Horkheimer; Erich Fromm; Herbert Marcuse. Reprint der Ausg. Paris 1936, Lüneburg: zu Klampen, 2005. ISBN 978-3934920491.

Literatur

  • Gerhard Bolte: Von Marx bis Horkheimer. Aspekte kritischer Theorie im 19. und 20. Jahrhundert, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 1995, ISBN 3-534-12798-6
  • Helmut Dubiel (Hrsg.): Wirtschaft, Recht und Staat im Nationalsozialismus: Analysen des Instituts für Sozialforschung 1939 – 1942. Frankfurt am Main: Europäische Verlagsanstalt, 1992. ISBN 978-3434004691.
  • Helmut Gumnior u. Rudolf Ringguth: Max Horkheimer, Reinbek bei Hamburg: rowohlts monographien, 1973, ISBN 3-499-50208-9
  • Gerd van de Moetter (Hrsg.): Horkheimer und Italien: Dokumente, Texte, Interviews. Frankfurt am Main [u.a.] : Lang, 1990.
  • Zvi Rosen: Max Horkheimer, München: Beck’sche Reihe, 1995, ISBN 3-406-34640-5
  • Alfred Schmidt u. Norbert Altwicker (Hrsg.): Max Horkheimer heute: Werk und Wirkung, Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch, 1986, ISBN 3-596-26559-2
  • Hugo Staudinger Humanität und Religion: Briefwechsel und Gespräch / Hugo Staudinger; Max Horkheimer. Würzburg: Naumann, 1974.
  • Rolf Wiggershaus: Max Horkheimer zur Einführung. Hamburg: Junius, 1998, ISBN 3-88506-977-6

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Porsche und Zuffenhausen: Zwei Welten, die zueinander nicht kommen
  2. Eberhard Kögel, Habt ihr scho gedeild? Erinnerungen an den jüdischen Viehhandel in Esslingen, Esslingen 2006, ISBN 3-933231-37-X, S. 8
  3. stuttgart.de zu Max Horkheimer
  4. Unmittelbarer Nachfolger auf Horkheimers Lehrstuhl war Jürgen Habermas von 1964 bis 1971.
  5. Siehe Max Horkheimer: Traditionelle und kritische Theorie, in: Gesammelte Schriften, Band 4, Frankfurt am Main 1988, S. 208.
  6. Max Horkheimer: Die Juden und Europa, in: Gesammelte Werke, Band 4, Frankfurt am Main 1988, S. 308 f. Erstveröffentliochung in: Zeitschrift für Sozialforschung, Jg. VIII/1939.
  7. Jürgen Habermas: Bemerkungen zur Entwicklungsgeschichte des Horkheimerschen Werkes. In: Alfred Schmid / Norbert Altwickler (Hrsg.): Max Horkheimer heute: Werk und Wirkung. Fischer, Frankfurt am Main 1986, S. 163f.
  8. Helmut Dubiel: Wissenschaftsorganisation und politische Erfahrung. Studien zur frühen Kritischen Theorie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1978, S. 150.
  9. Vorwort des ersten Heftes der Zeitschrift für Sozialforschung. 1, Jg., DH. 1/2, 1932, S. I.

Max Horkheimer (February 14, 1895 – July 7, 1973) was a German-Jewish philosophersociologist, famous for his work in critical theory as a member of the ‚Frankfurt School‚ of social research. His most important works include The Eclipse of Reason (1947) and, in collaboration with Theodor Adorno, The Dialectic of Enlightenment (1947). Through the Frankfurt School, Horkheimer planned, supported and made other significant works possible.

Horkheimer was born in the Zuffenhausen district of Stuttgart, then capital of the Kingdom of Württemberg within the German Empire, to a wealthy Jewish family. Due to parental pressure, Horkheimer left secondary school at the age of sixteen to work in his father’s factory. In 1916, his manufacturing career ended and he was drafted into World War I. After World War I, he enrolled at Munich University, where he studied philosophy and psychology. After university, Horkheimer moved to Frankfurt am Main, where he studied under Hans Cornelius. There, he met Theodor Adorno, several years his junior, with whom he would strike a lasting friendship and a fruitful collaborative relationship.

In 1925, Horkheimer was habilitated with a dissertation entitled Kant’s Critique of Judgement as Mediation between Practical and Theoretical Philosophy written under Hans Cornelius. He was appointed Privatdozent the following year. When the Institute for Social Research’s directorship became vacant in 1930, he was elected to the position. In the same year Horkheimer took over the chair of social philosophy at Frankfurt University. The following year publication of the Institute’s Zeitschrift für Sozialforschung began, with Horkheimer as its editor.

Horkheimer’s venia legendi was revoked by the new Nazi government, and the Institute closed its location in Germany in 1933. He emigrated to Switzerland, and then to the USA the following year, where Columbia University hosted the Institute in exile.

In 1940, Horkheimer received American citizenship and moved to the Pacific Palisades district of Los Angeles, California, where his collaboration with Adorno would yield the Dialectic of Enlightenment. In the years that followed, Horkheimer published little, although he continued to edit Studies in Philosophy and Social Science as a continuation of the Zeitschrift. In 1949, he returned to Frankfurt, where the Institute reopened in 1950. Between 1951 and 1953 Horkheimer was rector of the University of Frankfurt. He continued to teach at the University until his retirement in the mid-1960s.

He returned to America in 1954 and 1959 to lecture at the University of Chicago. He remained an important figure until his death in Nuremberg in 1973. He is buried at the Jewish cemetery in Bern, Switzerland.

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Part of a series on the
Frankfurt School
Theorists of the Frankfurt School
Major works
Reason and Revolution
The Work of Art in the Age of Mechanical Reproduction
Eclipse of Reason
The Fear of Freedom
Dialectic of Enlightenment
Minima Moralia
Eros and Civilization
One-Dimensional Man
Negative Dialectics
The Structural Transformation of the Public Sphere

Notable theorists
Max Horkheimer · Theodor Adorno
Herbert Marcuse · Walter Benjamin
Erich Fromm · Friedrich Pollock
Leo Löwenthal · Jürgen Habermas
Important concepts
Critical Theory · Dialectic · Praxis
Psychoanalysis · Antipositivism
Popular culture · Culture industry
Advanced capitalism · Privatism
Non-Identity · Communicative Rationality
Legitimation Crisis

Horkheimer’s work is marked by a concern to show the relation between affect (especially suffering) and concepts (understood as action-guiding expressions of reason). In this, he responded critically to what he saw as the one-sidedness of both neo-Kantianism (with its focus on concepts) and Lebensphilosophie (with its focus on expression and world-disclosure). Horkheimer did not think either was wrong, but insisted that the insights of each school could not on their own adequately contribute to the repair of social problems. Horkheimer focused on the connections between social structures, networks/subcultures, and individual realities, concluding that we are affected and shaped by the proliferation of products on the market place. It is also important to note that Horkheimer collaborated with Herbert Marcuse, Erich Fromm, Theodor Adorno and Walter Benjamin.[6]

[edit] Eclipse of Reason

Horkheimer’s book, Eclipse of Reason, published in 1947 is broken into five sections: Means and Ends, Conflicting Panaceas, The Revolt of Nature, The Rise and Decline of the Individual and On the Concept of Philosophy [7] and deals with the concept of reason within the history of western philosophy.[8] Horkheimer defines true reason as rationality,[8] which can only be fostered in an environment of free, critical thinking. He details the difference between objective, subjective and instrumental reason, and states that we have moved from the former through the center and into the latter (though subjective and instrumental reason are closely connected). Objective reason deals with universal truths that dictate that an action is either right or wrong. It is a concrete concept, and a force in the world that requires specific modes of behavior. The focus in the objective faculty of reason is on the ends, rather than the means. Subjective reason is an abstract concept of reason, and focuses primarily on means. Specifically, the reasonable nature of the purpose of action is irrelevant – the ends only serve the purpose of the subject (generally self-advancement or preservation). To be „reasonable“ in this context is to be suited to a particular purpose, to be „good for something else“. This aspect of reason is universally conforming, and easily furnishes ideology. In instrumental reason, the sole criterion of reason is its operational value or purposefulness, and with this, the idea of truth becomes contingent on mere subjective preference (hence the relation with subjective reason). Because subjective/instrumental reason rules, the ideals of a society, for example democratic ideals, become dependent on the „interests“ of the people instead of being dependent on objective truths. Nevertheless, Horkheimer admits that objective reason has its roots in Reason („Logos“ in Greek) of the subject. He concludes, „If by enlightenment and intellectual progress we mean the freeing of man from superstitious belief in evil forces, in demons and fairies, in blind fate – in short, the emancipation from fear – then denunciation of what is currently called reason is the greatest service we can render.“[9][10]

Horkheimer in 1941 outlined how the Nazis had been able to make their agenda appear „reasonable“, but also issued a warning about the possibility of this happening again. Horkheimer believed that the ills of modern society are caused by misunderstanding of reason: if people use true reason to critique their societies, they will be able to solve problems they may have.

Despite the explicit common referrals to „subjective“ reason in the book, his frequent connecting of it with relativism could be an indication that by „subjective reason“ Horkheimer also means „relativist reason“.

[edit] Between Philosophy and Social Science

Appeared between 1930–1938, during the time the Frankfurt school moved from Frankfurt to Geneva to Columbia University. It included: Materialism and Morality, The Present Situation of Moral Philosophy and the Tasks of an Institute for Social Research, On the Problem of Truth, Egoism and the Freedom Movement, History and Psychology, A New Concept of Ideology, Remarks on Philosophical Anthropology, and The Rationalism Debate in Contemporary Philosophy. It also included The Present Situation of Social Philosophy and the Tasks for an Institute of Social Research, Egoism and Freedom Movements and Beginnings of the Bourgeois Philosophy of History. These essays within Between Philosophy and Social Science were Horkheimer’s attempts to “remove the individual from mass culture, a function for philosophy from the commodification of everything”.[11] Horkheimer was extremely invested in the individual.

The Present Situation of Social Philosophy and the Tasks for an Institute of Social Research was not only included in this volume but it was used as Horkheimer’s inaugural speech as director of the Frankfurt School. In this speech he related economic groups to the struggles and challenges of real life. Horkheimer often referenced human struggle and used this example in his speech because it was a topic he understood well.[11]

Egoism and Freedom Movements and Beginnings of the Bourgeois Philosophy of History are the longest of the essays. The first is an evaluation of Machiavelli, Hobbes and Vico; the latter discusses the bourgeois control. In Beginnings of the Bourgeois Philosophy of History, Horkheimer explained “what he learned from the bourgeois rise to power and what of the bourgeois he thought was worth preserving.[11]

The volume also looks at the individual as the “troubled center of philosophy.” Horkheimer expressed that “there is no formula that defines the relationship among individuals, society and nature for all time”.[11] To understand the problem of the individual further, Horkheimer included two case studies on the individual: one on Montaigne and one on himself.

[edit] Theoretical Perspective

Through critical theory, Horkheimer „attempted to revitalize radical social, and cultural criticism“ and discussed authoritarianism, militarism, economic disruption, environmental crisis and the poverty of mass culture.[2] Horkheimer helped to create Critical Theory through a mix of radical and conservative lenses that stem from radical Marxism and end up in „pessimistic Jewish transcendentalism“ [2] Horkheimer developed his critical theory by examining his own wealth while witnessing the juxtaposition of the bourgeois and the impoverished. He was convinced of the need to „examine the entire material and spiritual culture of mankind“ [2] in order to transform society as a whole. Horkheimer sought to enable the working class to reclaim their power in order to resist the lure of fascism. Horkheimer stated himself that „the rationally organized society that regulates its own existence“ was necessary along with a society that could „satisfy common needs“.[2]

[edit] See also

[edit] Select bibliography

[edit] Articles

  • “The Authoritarian State”. Telos 15 (Spring 1973). New York: Telos Press.

[edit] Further reading

  • Jay, Martin. The Dialectical Imagination: A History of the Frankfurt School and the Institute of Social Research, 1923-1950. Second edition. Berkeley: University of California Press, 1996.
  • Schirmacher, Wolfgang. German 20th Century Philosophy: The Frankfurt School. New York: Continuum, 2000.
  • Wiggershaus, Rolf. The Frankfurt School: Its History, Theories, and Political Significance. Boston: MIT Press, 1995.

[edit] Notes

  1. ^ „Horkheimer, Max“ Dictionary of the Social Sciences. Craig Calhoun, ed. Oxford University Press 2002. Oxford Reference Online. Oxford University Press. College of the Holy Cross. 14 October 2009 <http://www.oxfordreference.com/views/ENTRY.html?subview=Main&entry=t104.e767>
  2. ^ a b c d e Reason, Nostalgia, and Eschatology in the Critical Theory of Max Horkheimer Brian J. Shaw The Journal of Politics, Vol. 47, No. 1 (Feb., 1985), pp. 160-181
  3. ^ Biography of Horkheimer at Marxists.org
  4. ^ Biography of Horkheimer at MIT Press
  5. ^ Biography of Horkheimer at University of Haifa
  6. ^ „Horkheimer, Max“ Dictionary of the Social Sciences. Craig Calhoun, ed. Oxford University Press 2002. Oxford Reference Online. Oxford University Press. College of the Holy Cross. 14 October 2009 <http://www.oxfordreference.com/views/ENTRY.html?subview=Main&entry=t104.e767>
  7. ^ „Horkheimer, Max“ Dictionary of the Social Sciences. Craig Calhoun, ed. Oxford University Press 2002. Oxford Reference Online. Oxford University Press. College of the Holy Cross. 14 October 2009 <http://www.oxfordreference.com/views/ENTRY.html?subview=Main&entry=t104.e767>
  8. ^ a b http://filer.case.edu/~ngb2/Authors/Horkheimer.html
  9. ^ Eclipse of Reason, Seabury Press, 1974 (Originally 1941). P. 187
  10. ^ http://books.google.com/books?hl=en&lr=&id=nuzj9LLrKlgC&oi=fnd&pg=PA3&dq=max+horkheimer&ots=ws_ZkIucn4&sig=DQByD8cMAjrJWwgJQD6Iowvqgv0#v=onepage&q=&f=false
  11. ^ a b c d W. G. Regier MLN, Vol. 110, No. 4, Comparative Literature Issue (Sep., 1995), pp. 953-957 Published by: The Johns Hopkins University Press

[edit] External links

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