Herman Harold Potok – Chaim Potok – Chaim Tzvi

Chaim Potok, Miami Bookfair International, 1985

Chaim Potok, Miami Bookfair International, 1985 (Photo credit: Wikipedia)

Herman Harold Potok, besser bekannt als Chaim Potok (* 17. Februar 1929 in New York City; † 23. Juli 2002 in Merion, Pennsylvania), war ein jüdischer Schriftsteller und Rabbiner. Andere Schreibweisen für Herman Harold Potok lauten Chaim Potok beziehungsweise der jüdische Ursprungsname Chaim Tzvi.

Herman steht wie Heinrich oder Karl für Chaim, Cheim, Chaime, Cheime, Jaim, Jaime, Jeime usw.

Chaim Potok wurde in der Bronx geboren. Seine Eltern waren Immigranten aus Polen. „Traditionsgemäß“ gaben seine Eltern ihm einen hebräischen Namen. „Chaim“ ist das jüdische Wort für „Die Herrschenden und Auserwählten des Volkes des Bundes“.

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Looking northeast across 122nd Street from Broadway median, at Jewish Theological Seminary of America on a sunny late afternoon. ZIP 10027. (Photo credit: Wikipedia)

1950 beendete Potok sein Studium in Englischer Literatur mit Auszeichnung. Auch ein Studium Hebräischer Literatur schloss er erfolgreich ab. Außerdem wurde er vom Jewish Theological Seminary of America zum Rabbiner ordiniert. Potok trat in die amerikanische Armee ein und verbrachte von 1955 bis 1957 mehr als ein Jahr als Militärrabbiner in Südkorea. 1965 erhielt er einen Doktorgrad von der University of Pennsylvania.

Chaim Potok wurde vor allem bekannt durch seinen Erstlingsroman The Chosen (deutsch: Die Erwählten) aus dem Jahr 1967, der sofort ein Bestseller wurde, und den Fortsetzungsband The Promise (deutsch: Das Versprechen) aus dem Jahr 1969. The Chosen wurde 1981 verfilmt. Es gibt auch eine Bearbeitung für Theater und Musical.

Rabbi Albert L. Lewis

Rabbi Albert L. Lewis (Photo credit: Wikipedia)

Diese beiden Bücher handeln von der Freundschaft zweier Jungen, wobei einer aus einem streng chassidischen Umfeld kommt und der andere jüdisch-liberal erzogen wurde. Das Thema, also die Spannung zwischen den zwei Welten, kannte Potok aus seinem eigenen Leben. Er wuchs in einer orthodox-jüdischen Familie auf. Seine literarischen Ambitionen weckten viel Widerstand in seinem Umfeld; man meinte, dass er seine Zeit verschwende.

Andere bekannte Bücher von Potok sind My Name is Asher Lev (deutsch: Mein Name ist Ascher Lev) aus dem Jahr 1972 und The Gift of Asher Lev aus dem Jahr 1990. Auch in diesen zwei Büchern geht es um einen Künstler, der seiner orthodox-jüdischen Familie und Umgebung trotzen muss, um aus seinem Talent einen Beruf machen zu können.

Photo supplied by subject's grandson,a a famil...

Photo supplied by subject's grandson,a a family photograph, taken by a family member, with no copyright, shared for unrestricted use. (Photo credit: Wikipedia)

Außer Romanen schrieb Potok auch Theaterstücke, Kinderbücher, Kurzgeschichten und Sachbücher. Er fungierte auch als Ghostwriter bei der Autobiographie des Geigers Isaac Stern.

Potok verstarb am 23. Juli 2002 im Alter von 73 Jahren an Krebs in seinem Haus in Merion, Pennsylvania.

Siehe auch

Weblinks

Lesen Sie KARL MARX - Zur Judenfrage... und Sie werden staunen, was ein Jude über die Juden so schreibt...

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