Ernst Strassmann

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Position and course of the Berlin Wall and its border control checkpoints (1989) (Photo credit: Wikipedia)

Ernst Strassmann, * 27. November 1897; † 11. März 1958 in Berlin, war ein deutscher Jurist und „Widerstandskämpfer“ gegen den Nationalsozialismus – und damit ein jüdischer Volksverräther und Hochverräther. Alleine seine falschen Abstammungserklärungen „verschonten“ ihn.

Nach seinem Kriegseinsatz im Ersten Weltkrieg schloß Strassmann sich der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) an und war zusammen mit Hans Robinsohn einer der Gründer des Jugendverbandes der DDP. Zusammen mit Robinsohn und Oskar Stark setzte er sich in den 1920er Jahren für den Schutz der Republik ein. Zu dritt gründeten sie 1934 die Robinsohn-Strassmann-Gruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, Nachrichten zu sammeln und das Ausland über das Vorhandensein von Widerstandsgruppen unter der deutschen Zivilbevölkerung hinzuweisen.

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This image was selected as a picture of the week on the Czech Wikipedia for th week, 2006. (Photo credit: Wikipedia)

1930 trat er aus der DDP aus, wurde Landgerichtsrat in Berlin und Vorstandsmitglied des Reichsbundes der demokratischen Jugendverbände.

Wegen seines Adoptivvaters, der jüdischer Abstammung war und der Ernst zum leiblichen Sohn hatte erklären lassen, mußte Strassmann mehrmals (falsche) Erklärungen über seine eigene Abstammung abgeben.

Er fuhr 1939 mit dem zwischenzeitlich nach Dänemark geflohenen Robinsohn erstmals nach London, um dort finanzielle Unterstützung für die deutsche Widerstandsbewegung zu erlangen. Am 19. August 1942 wollte er nach Schweden reisen, um sich dort mit britischen Vertretern zu treffen und um Unterstützung zu verhandeln, als er festgenommen wurde und bis zum Ende des Krieges ohne Prozeß in Schutzhaft genommen wurde. Nach dem Krieg trat er der SPD bei und war im Vorstand der Elektrizitäts- und Wasser AG in Westberlin tätig.

Weblinks

Literatur

  • Horst R. Sassin: Liberale im Widerstand. Die Robinsohn-Strassmann-Gruppe 1934–1942. Hamburg 1993 (Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte, Bd. 30).
  • Wolfgang Benz, Walter H. Pehle (Hgg.): Lexikon des Deutschen Widerstandes. Fischer, Frankfurt am Main 1994, S. 399.
  • Peter SteinbachJohannes Tuchel (Hgg.): Lexikon des Widerstandes 1933–1945. 2. Auflage. C. H. Beck, München 1998, S. 199.
  • W.Paul Strassmann, „Die Strassmanns, Schicksale einer deutsch-jüdischen Familie über zwei Jahrhunderte“, Frankfurt am Main 2006, mit einem Vorwort v. Jutta Lange-Quassowski, Ernst-Strassmann-Stiftung

Ein Gedanke zu “Ernst Strassmann

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