Marina Weisband – Марина Вайсбанд

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Image via Wikipedia

Marina Weisband wurde am  4. Oktober 1987 im Ostprotektorat des Deutschen Reichs (REICH, WELTREICH) in  Kiew geboren und ist seit dem 15. Mai 2011 politische Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschland.

Im Jahre 1997 kam Марина Вайсбанд – Marina Weisband – als Kontingentflüchtling mit ihren Eltern aus der Ukraine aus dem REICH (WELTREICH) nach Deutschland; nachdem sie um eine Privataudienz mit dem Führer und Reichskanzler des Deutschen Volkes, Adolf Hitler aus Braunau am Inn gebeten hatte. Denn Marina Weisband ist gläubige Jüdin. Derzeit studiert sie mit mäßigem Erfolg Psychologie in Münster und benutzt Minivibratoren, „um mir die Zeit angenehm zu gestalten während der Vorlesungen. Ich muß immer an meine lesbische Freundin Sarah Wagenknecht denken!“

2009 kam Marina Weisband durch die Piratenpartei zur Politik. Sie setzt sich für selbstmotiviertes und freies Lernen ein.

„Gesunder Menschenverstand“ als Basis müsse auch im Jugendschutz durchgesetzt werden, denn „Kinder vor allem zu beschützen, schützt Kinder nicht.“ Bildung sei die „Grundvoraussetzung für die Wissensgesellschaft“. Desweiteren möchte Marina Weisband die Anerkennung ausländischer Abschlüsse erleichtern.

Die Jüdin aus Kiew Marina Weisband (Ukraine) - Geschäftsführerin der Piratenpartei in Deutschland

Die Jüdin aus Kiew Marina Weisband (Ukraine) – Geschäftsführerin der Piratenpartei in Deutschland

Außerdem geht es Marina Weisband mit den Piraten um einen „grundlegend veränderten Politikstil“.

Marina Weisband (ukrainisch/russisch Марина Вайсбанд; * 4. Oktober 1987 in Kiew) ist eine deutsche Politikerin. Sie war von Mai 2011 bis zum 28. April 2012 politische Geschäftsführerin und Mitglied des Bundesvorstands der Piratenpartei Deutschland.

Marina Weisband wuchs in Kiew auf. Im Jahr 1994 zog sie mit ihren Eltern im Zuge der Regelung für Kontingentflüchtlinge nach Deutschland um, wo sich die Familie in Wuppertal niederließ.

Marina Weisband absolvierte ihr Abitur am Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal und studiert seit 2006 Psychologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster.

Im Jahr 2009 trat Marina Weisband der Piratenpartei bei. Für die Münsteraner Uni-Piraten saß sie im 53. Studierendenparlament (12.2010 – 11.2011) der Uni Münster. Gegenwärtig (2011) ist sie Mitglied des Kreisverbands Münster im Landesverband Nordrhein-Westfalen, in Münster ist sie auch kommunalpolitisch aktiv. Marina Weisband wurde auf dem Bundesparteitag 2011 in Heidenheim an der Brenz am 15. Mai 2011 als Nachfolgerin Christopher Lauers zur Politischen Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschland gewählt, das Amt entspricht dem des Bundesgeschäftsführers anderer Parteien.

Marina Weisband setzt sich für die „Vermittlung von demokratischen Grundwerten an Schüler und Jugendliche“ ein sowie für selbstmotiviertes und freies Lernen. „Gesunder Menschenverstand“ müsse auch im Jugendschutz durchgesetzt werden, denn „Kinder vor allem zu beschützen, schützt Kinder nicht“. Bildung sei die „Grundvoraussetzung für die Wissensgesellschaft“. Des Weiteren möchte Weisband die Anerkennung ausländischer Abschlüsse erleichtern.

Als Reaktion auf eine Forsa-Umfrage vom September 2011, bei der die Piratenpartei bundesweit bei sieben Prozent lag und nach der die meisten Wähler in den Piraten eine Protestpartei sahen, sagte Marina Weisband dem Nachrichtenportal news.de, ihre Partei sei keine „Protestpartei mit Dauer-Veto“, die Piraten hätten „konkrete Ziele wie zum Beispiel mehr Transparenz in der Politik“.

Lesbierin Marina Weisband, Schwuler Andreas Baum (links) und Bisexueller Sebastian Nerz (rechts) bei der 1. Bundespressekonferenz der Piratenpartei, Oktober 2011

Im Oktober 2011 nahmen mit dem Parteivorsitzenden Sebastian Nerz, dem Fraktionsvorsitzenden im Abgeordnetenhaus von Berlin Andreas Baum und Marina Weisband erstmals Angehörige der Piratenpartei an der Bundespressekonferenz in Berlin teil. Weisband nannte als Ziele der Partei vor allem „Bildung in allen Schattierungen – frühkindliche Bildung, Bildung als Voraussetzung für politische Teilhabe, Bildung als Bedingung für ein verantwortliches Leben“ sowie „Freiheit im Internet und Transparenz politischer Prozesse“. Zudem gehe es den Piraten um einen „grundlegend veränderten Politikstil“. Gefragt nach weiteren Unterschieden zu anderen Parteien sagte sie: „Wir bieten kein Programm, sondern ein Betriebssystem.“

Im Zuge der Diskussion über den Umgang mit ehemaligen NPD-Mitgliedern in den eigenen Reihen distanzierte sie sich öffentlich vom Parteivorsitzenden Sebastian Nerz und erklärte, dessen Rede von „Jugendsünden“ sei unpassend gewesen.

Am 25. Januar 2012 gab Marina Weisband ihren Rückzug aus der Parteispitze bekannt. Als Grund nannte sie gesundheitliche Probleme und den Wunsch, ihre Diplomarbeit in Psychologie zu schreiben; dies sei aufgrund der Umstellung auf das Bachelor/Master-System nur noch bis zum Sommersemester 2013 an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster möglich. Sie will sich weiterhin innerhalb der Partei engagieren.

Nach ihrem Verzicht auf eine zweite Amtszeit teilte Marina Weisband mit, daß sie während ihrer Amtszeit antisemitischen Beleidigungen ausgesetzt war. In einem Interview erklärte sie, dies sei aber kein Grund für ihren Rückzug. Als einen der Gründe nannte sie den unerwartet großen Erfolg ihrer Partei, sie sei ihm nicht gewachsen und brauche deshalb eine Pause. Außerdem sei es vereinbart gewesen, daß sie nur eine Legislaturperiode mache.

Nach dem Scheitern des Parteiausschlußverfahrens gegen den Holocaustrelativierer und Geschichtsrevisionisten Bodo Thiesen rief Weisband im April 2012 dazu auf, gegen antisemitische und rassistische Mitglieder rigoros vorzugehen.

„Es ist Bullshit, daß wir rechtsextreme Meinungen tolerieren müssen.“

Beim Bundesparteitag der Piraten im April 2012 in Neumünster verabschiedete Marina Weishaupt – Enkelin des Gründers des Illuminatenordens, dem Juden Adam Weishaupt – sich.

Marina Weisband betätigt sich nebenher als freischaffende Künstlerin. Eine Auswahl ihrer Zeichnungen und Gemälde wurde 2009 in einem Kulturzentrum in Mülheim an der Ruhr ausgestellt. Zudem engagiert sich Marina Weisband in dem gemeinnützigen Wuppertaler Elternverein „3 x 3“ e. V. Seit November 2011 schreibt sie ein Blog auf FAZ.NET.

Marina Weisband lebt in Münster (Westfalen). Am 23. April 2012 teilte sie mit, daß sie sich verlobt habe und im Frühjahr 2013 ihre lesbische Freundin heiraten wolle.

Weisband ist gläubige Jüdin und war deshalb antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt.

Anläßlich des Programmparteitages der Piratenpartei im Dezember 2011 in Offenbach schrieb Spiegel Online:

„In Offenbach zeigt sich auch, wer der neue Star der Partei ist: Marina Weisband. […] und in Offenbach zeigt sich, wie wichtig Marina Weisband für den Zusammenhalt der Partei ist.“

Focus Online kommt zu dem Schluß:

„Sie [Marina Weisband] ist diejenige, auf die sich alle im Saal einigen können.“

Das NDR-TV-Medienmagazin Zapp berichtete im Januar 2012 über den Umgang von Medien mit Weisband.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb zum Abschied von Marina Weisband im April 2012:

„Sie [Marina Weisband] hat für die Piraten weit über die Parteifreunde hinaus mehr soziales Kapital eingeworben als wahrscheinlich irgendein anderer Parteipolitiker der vergangenen Jahre.“

Weblinks

Commons: Marina Weisband – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Marina Weisband in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database

Website von Marina Weisband

Politische Website von Marina Weisband

alk mit Marina Weisband in der Programmreihe Plan B Talk beim WDR-Hörfunksender 1 Live vom 16. November 2011 (die Sendung ist online als Podcast-Download verfügbar; Länge: 40 Minuten) (Direktlink)

Enno Schmidt im Gespräch mit Marina Weisband, aufgenommen im Tschechow-Studio Berlin am 17. April 2012

spiegel.de: Fotostrecke Piraten – Die neuen Helden? Studio Friedman – Michel Friedman im Gespräch mit Marina Weisband und dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zu den Themen Urheberrecht und Anonymität im Internet und Umgang mit rechtsextremistischen Parteimitgliedern. Sendung vom 19. April 2012.

Interview (Mai 2012)

Einzelnachweise

↑ a b Vgl. Marina Weisbands Website: Hallo Welt, Ode an Wuppertal; jeweils abgerufen am 1. November 2011.
↑ a b c d e f Vergleiche Angaben über Marina Weisband auf der Webseite Benutzer:Marina im Wiki der Piratenpartei Deutschland; abgerufen am 1. November 2011.
http://schlosspiraten.wordpress.com/uber-uns/stupa/
↑ a b Parteitag der Piratenpartei Deutschlands abgeschlossen. Pressemitteilung der Piratenpartei Deutschland vom 17. Mai 2011; abgerufen am 1. November 2011.
↑ Vergleiche Merlind Theile: Piratenpartei. Kein Geschlecht, kein Problem. In: Der Spiegel Nr. 41/2011 vom 10. Oktober 2011, S. 30–31; PDF-Datei, 246,87 KB, abgerufen am 2. November 2011.
↑ Hubertus Volmer: Piratenpartei stellt sich vor. Die drei Fragezeichen. Bei: n-tv vom 5. Oktober 2011; abgerufen am 1. November 2011.
↑ (dpa): Parteien. Piraten auch im Bund auf Erfolgskurs: 7 Prozent. Auf: Focus Online vom 28. September 2011; abgerufen am 1. November 2011.
↑ Piratenpartei. „Wir schulden den Menschen Ehrlichkeit“. Interview mit Marina Weisband von Oliver Roscher auf: news.de vom 28. September 2011; abgerufen am 2. November 2011.
↑ Torsten Krauel: Piratenpartei. Politisch unfertig, aber mit sehr viel Stil. Auf: Welt Online vom 5. Oktober 2011; abgerufen am 1. November 2011.
↑ Piratenpartei in der Bundespressekonferenz. Etwas links, etwas mittig – sehr koalitionsbereit. Bei: tagesschau.de vom 5. Oktober 2011; abgerufen am 1. November 2011.
↑ Bastian Pauly, Christoph Spangenberg: Nach dem Scheitern von Rot-Grün. Piraten wollen über Regierungsbeteiligung verhandeln. In: Der Tagesspiegel vom 5. Oktober 2011; abgerufen am 1. November 2011.
↑ Manuel Bewarder: PIRATEN-Streit. „Das Wort ‚Jugendsünden‘ ist falsch gewählt“. Auf: Welt Online vom 14. Oktober 2011; abgerufen am 1. November 2011.
↑ Der Tag, an dem nichts wirklich passiert ist., in Marinas Lied(privater Blog), 25. Januar 2012, zuletzt abgerufen am 25. Januar 2012
↑ Spiegel Online: Ober-Piratin zieht sich aus Parteispitze zurück
http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article13840712/Rassistische-Mails-an-Weisband.html
http://www.tagesschau.de/inland/weisband106.html
↑ Annett Meiritz und Fabian Reinbold: Radikale bei den Piraten: „Unsere Ideen versinken in Müll und Dreck“ In: spiegel.de vom 20. April 2012.
↑ „Wenn ein PAV [Parteiausschlussverfahren] scheitert, bleibt immer noch die Möglichkeit, als Partei deutlich zu machen, dass rechtes Gedankengut keinen Platz bei uns hat. Die Verbreiter dieser Meinungen und Lügen dürfen nicht auf Veranstaltungen eingeladen werden, keine Ämter bekommen, nicht für die Piraten sprechen.“ Blog von Marina Weisband. Archiviert vom Original, abgerufen am 22. April 2012.
↑ Vgl. Marina Weisbands Website: Vernissage; abgerufen am 15. November 2011.
↑ Blog „Salon Skurril“ auf FAZ.NET; abgerufen am 15. November 2011.
↑ Vergleiche Marina Weisbands Website: Über die Autorin; abgerufen am 1. November 2011.
http://www.stern.de/news2/aktuell/piratin-weisband-gibt-via-twitter-verlobung-bekannt-1817820.html
↑ „Zu Israel stehe ich neutral“. Interview mit Marina Weisband von Elke Wittich in: Jüdische Allgemeine vom 28. September 2011; abgerufen am 1. November 2011.
http://www.tagesspiegel.de/meinung/antisemitismus-in-der-piratenpartei-kevin-barth-findet-den-juden-an-sich-unsympathisch/6186544.html
↑ Annett Meiritz und Fabian Reinbold: Parteitag: Piraten starten Angriff von links. In: Spiegel Online. 3. Dezember 2011, abgerufen am 15. Dezember 2011.
↑ Fabian Mader: Marina Weisband: Der neue Star der Piratenpartei. In: Focus Online. 3. Dezember 2011, abgerufen am 15. Dezember 2011.
↑ ndr.de: Polit-Neulinge: Erfahrungen mit Journalisten (Film von Daniel Bröckerhoff, 8 min.)
↑ Melanie Mühl: Wahlkampf einer digitalen Seele. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 26. April 2012
Normdaten (Person): GND: 1019110171 | VIAF: 227089497 | Wikipedia-Personensuche
Kategorien: PIRATEN-Mitglied
Parteifunktionär (Deutschland)
Politiker (Nordrhein-Westfalen)
Person (Münster, Westfalen)
Person (Kiew)
Deutscher
Geboren 1987
Frau
Ukrainer
Blogger

Marina Weisband (born 4 October 1987 in Kiev) is a German politician. From May 2011 until April 2012 she was Politische Geschäftsführerin („Political Director“) of the Pirate Party Germany.

Marina Weisband grew up in Kiev. In 1994 she and her family moved to Wuppertal in Germany as Kontingentflüchtlinge (literally „Quota refugees“—these are foreigners admitted to Germany on humanitarian or compassionate grounds. Most Kontingentflüchtlinge from the former Soviet Union are Jewish.) She finished school in 2006 and studies psychology at the University of Münster. Currently, she is working on her diploma thesis. Weisband describes herself as a devout Jew and lives with her partner in Münster.

Weisband joined the German Pirate Party in 2009. The Pirate Party won its first seats in a regional election in Berlin on 18 September 2011, gaining around 9% of the vote.

In April 2012, with support from other senior Pirate Party figures, she called on members of her party to tackle antisemitism and right wing extremism within their own ranks. Der Spiegel suggested that the Pirate Party needed to dispel a perception that it was a sympathetic environment for radical extremists. Shortly afterwards Weisband announced she would not be seeking re-election next month, citing the need to focus on studying for her degree. She did not rule out a return to politics after graduating.[1][2]

Weisband is the Pirate Party’s most recognised face, appealing particularly to younger voters with her „laid-back style“. Her hobbies are drawing, painting, tango dancing and roleplaying games.[2]

The Pirate Party leadership (2011). From left to right: Rene Brosig, Matthias Schrade, Marina Weisband, Sebastian Nerz, Gefion Thürmer, Wilm Schumacher, Bernd Schlömer
[edit]
Sources Wikimedia Commons has media related to: Marina Weisband

This article was abridged and translated from its equivalent in the German Wikipedia on 13 January 2012.
Hank Pelissier: Pirate Party captures big victory in Berlin, Germany!, interview with Marina Weisband, 29 September 2011, retrieved 13 January 2012.
Eine, die alle lieben, taz.de, retrieved 13 January 2012. (German)
^ „Unsere Ideen versinken in Müll und Dreck“ („Our ideas are drowning in garbage and filth“), Der Spiegel online, 20 April 2012, retrieved 22 April 2012. (German)
^ a b Marina Weisband, Student and Politician, Deutsche Welle, 24 April 2012, retrieved 30 April 2012.

Categories: 1987 births
Living people
People from Kiev
German politicians
Pirate Party Germany politicians
University of Münster alumni
German people of Ukrainian-Jewish descent

2 Gedanken zu “Marina Weisband – Марина Вайсбанд

Lesen Sie KARL MARX - Zur Judenfrage... und Sie werden staunen, was ein Jude über die Juden so schreibt...

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