Serge Gainsbourg, born Lucien Ginsburg

Charlotte Gainsbourg at the inauguration of the Jardin Serge Gainsbourg in Paris

Charlotte Gainsbourg at the inauguration of the Jardin Serge Gainsbourg in Paris

Serge Gainsbourg was born Lucien Ginsburg in Paris, France, the son of Russian Jewish parents, Joseph Ginsburg (28 December 1898, Kharkov (Ukraine) – 22 April 1971) and Olga Bessman (1894 – 16 March 1985), who fled to France after the 1917 Russian Revolution. He had a twin sister, Liliane. His childhood was profoundly affected by the occupation of France by Nazi Germany, during which he and his family, as Jews, were forced to wear the yellow star and eventually flee Paris. Before he was 30 years old, Gainsbourg was a disillusioned painter, but earned his living as a piano player in bars.

Serge Gainsbourg, born Lucien Ginsburg

Serge Gainsbourg, born Lucien Ginsburg

  • Serge Gainsbourg first married Elisabeth „Lize“ Levitsky on 3 November 1951, and divorced her in 1957.
  • He married a second time on 7 January 1964, to Françoise-Antoinette „Béatrice“ Pancrazzi (b. 28 July 1931), with whom he had two children: a daughter named Natacha (b. 8 August 1964) and a son, Paul (born in spring 1968, after Serge had gotten back together with Béatrice). They divorced in February 1966.

In late-1967, he had a short but ardent love affair with Brigitte Bardot to whom he dedicated the song and album Initials BB.

In mid-1968, Gainsbourg fell in love with the much younger English singer and actress Jane Birkin, whom he met during the shooting of the film Slogan. Their relationship together lasted over a decade. In 1971 they had a daughter, the actress and singer Charlotte Gainsbourg. Although many sources state that they were married, according to their daughter Charlotte this was not the case. Birkin left Gainsbourg in 1980.

Birkin remembers the beginning of her affair with Gainsbourg: he first took her to a nightclub, then to a transvestite club and afterwards to the Hilton hotel, where he passed out in a drunken stupor. Birkin left Gainsbourg when pregnant with her third daughter, Lou, by the film director Jacques Doillon, whom she later married.

His last partner was Bambou (Caroline Paulus, grandchild of General Friedrich Paulus). In 1986 they had a son, Lucien (best known as Lulu).

Serge Gainsbourg wurde als Sohn russisch-jüdischer Immigranten geboren. 1919 flohen Joseph und Oletchka Ginsburg vor dem Bolschewismus aus Rußland über Istanbul und Marseille nach Paris. Joseph Ginsburg war Klavierspieler in Bars und Kabaretts. Die Familie wohnte in einfachen Stadtvierteln in Paris, Lucien erhielt von seinem Vater eine klassische Klavierausbildung. Der Vater versuchte auch, seinen Sohn für die Kunstmalerei zu interessieren.

Seine Kameraden nannten Lucien in der Grundschulzeit Ginette, weil er schüchtern war und aussah wie ein Mädchen.

Bereits 1940 schrieb sich Lucien an der Académie Montmartre ein und nahm unter anderem am Unterricht der beiden Postimpressionisten Charles Camoin und Jean Puy teil. Rückblickend auf seine Kindheit bezeichnete Gainsbourg Lucien als den „traurigen und strengen Jungen“. Während der Kriegsjahre zog die Familie aufs Land. Als Jude war er gezwungen, den Judenstern zu tragen. Während der deutschen Besatzung mußte er sich vor der SS im Wald verstecken. Nach dem Krieg kehrte die Familie nach Paris zurück. Im Anschluß an das Abitur schrieb sich Lucien an einer Universität ein, machte aber keinen Abschluß. Der 19jährige hatte wenige Freunde, pflegte aber intensiven Kontakt mit einem alten spanischen Poeten, der in Clichy wohnte und sich Puig y Ferrara nannte. Etwa in dieser Zeit lernte Lucien seine erste Frau Elisabeth Levitsky kennen, die für Georges Hugnet als Sekretärin arbeitete und Kontakte zu verschiedenen anderen Künstlern des Surrealismus hatte, sowie Mannequin war. So war es Elisabeth, die Lucien Salvador Dalí näher brachte. Sie heirateten am 3. November 1951 und ließen sich im Oktober 1957 scheiden.

Bis zum Alter von 30 Jahren lebte Gainsbourg von gelegentlichen Aufträgen und Arbeiten. Er gab Unterricht in Zeichnen und Gesang. Seine Hauptbeschäftigung war die Malerei. Er bewunderte Francis Bacon, Fernand Léger oder Gustave Courbet. Bei André Lhote und Fernand Léger lernte er malen, mit Salvador Dalí war er befreundet. Erst Boris Vian brachte ihn 1958 von der Malerei ab und führte ihn zum Chanson.
1957 begleitete er die Sängerin Michèle Arnaud auf dem Klavier während mehrerer Auftritte in verschiedenen Pariser Nachtklubs. Die Künstlerin hörte Chansons ihres Begleiters und sang diese während der gemeinsamen Vorstellungen. 1958 nahm sie auch einige seiner Lieder auf Schallplatte auf und war damit die erste Künstlerin von vielen, die Chansons von Gainsbourg interpretierten.

Durch diesen Erfolg bestätigt, komponierte Gainsbourg eine große Menge Chansons sowie eine Revue.

Gainsbourg verfaßte Lieder für etliche Sänger und Sängerinnen. 1965 gewann schließlich France Gall mit einer Interpretation seiner Komposition Poupée de cire, poupée de son den Eurovision Song Contest 1965. Dies machte Gainsbourg auch bei den jungen Yéyé-Fans, den französischen Anhängern der Beatmusik, populär und förderte seine Karriere als Interpret, da er sich ab 1966 zunehmend auf Popmusik verlegte und so einem breiteren, vor allem aber jüngeren Publikum gefiel.

Seinen größten Erfolg als Interpret hatte er im Duett mit Jane Birkin, mit der er 1969 sein Stück Je t’aime… moi non plus veröffentlichte. Je t’aime… wurde ein weltweiter Hit und empörte Moralisten bis hin zur vatikanischen Zeitung Osservatore Romano, welche das Lied und das darauf deutlich zu hörende lustvolle Gestöhne als „beschämende Obszönität“ bezeichneten. Den Titel hatte Gainsbourg zuvor mit Brigitte Bardot aufgenommen, ihn jedoch nicht mit ihr veröffentlicht, da die Bardot mit Rücksicht auf ihre Ehe mit Gunter Sachs das Lied als zu gewagt empfand und Gainsbourg bat, es nicht herauszubringen. Erst 1986 gab sie ihr Einverständnis, die Aufnahme zu veröffentlichen.

Die Popularität und der Erfolg, die der „Skandal“ um Je t’aime… mit sich brachte, veranlaßten Gainsbourg dazu, ein weiteres erotisches Lied herauszubringen: La décadanse (1971), abermals im Duett mit Jane Birkin gesungen, empörte erneut die Moralisten.

Eine andere Seite Gainsbourgs bekamen seine Fans auf dem Konzeptalbum Histoire de Melody Nelson zu hören. Hier erzählt er die Geschichte der 15jährigen Melody (gespielt und gesungen von Jane Birkin), die von einem Mann (Serge Gainsbourg) im Rolls-Royce angefahren wird (Ballade de Melody Nelson). Er verliebt sich in das junge Mädchen (Valse de Melody), verbringt mit ihr seine schönste Zeit (L’Hôtel particulier) und verliert sie schließlich bei einem Flugzeugabsturz (Cargo culte). Das nicht einmal 28 Minuten lange Album, das Gainsbourg zusammen mit dem Musiker und Arrangeur Jean-Claude Vannier komponierte, wurde in Gänze verfilmt.

Nach einem Herzinfarkt 1973 brachte Gainsbourg weitere Konzeptalben heraus. 1975 erschien Rock around the bunker, wo er sich mit der Besetzung Frankreichs durch die Deutschen im Zweiten Weltkrieg, seiner jüdischen Herkunft und seinen Erfahrungen mit der SS auseinandersetzte. 1976 folgte mit L’Homme à tête de chou eine surrealistische Liebesgeschichte, in der die Frau schließlich getötet wird, während ihr Liebhaber und Mörder in einer geschlossenen Anstalt endet.

Musikalisch neue Wege beschritt Gainsbourg 1979 mit seiner Hinwendung zum Reggae. Mit Musikern der Band Black Uhuru und Bob Marleys Begleitsängerinnen, den I-Threes, nahm er in Kingston (Jamaika) das Album Aux armes et cætera auf. Als „Skandal“ empfanden viele Franzosen dabei seine Reggae-Version ihrer Nationalhymne La Marseillaise, die er 1979 als Single Aux armes et cætera veröffentlichte.

Ebenfalls 1979 ging Serge Gainsbourg erstmals seit 1963 wieder auf Tour, um seine Lieder live zu präsentieren. Berühmtheit erlangte sein Auftritt in Straßburg 1980, bei dem zahlreiche Fallschirmjäger der französischen Armee ihn davon abhalten wollten, die Marseillaise als Reggae zu spielen. Gainsbourg trat ohne seine Musiker auf die Bühne und sang mit dem Publikum a cappella das Original. 1985 und 1988 folgten weitere Tourneen.

Ab Ende der 1970er Jahre schuf und perfektionierte Gainsbourg sein Alter Ego Gainsbarre, den Raucher und Trinker, den er in seinem Lied Ecce Homo beschrieb. Er war der Gegenpart des zeitlebens von Selbstzweifeln geprägten Gainsbourg. Gainsbarre ergriff jedoch im Laufe der 1980er Jahre zunehmend Besitz von Gainsbourg, der nun mehrfach wegen der Folgen seines Alkoholismus im Krankenhaus behandelt werden mußte.

Von Oktober 2008 bis März 2009 widmete die Pariser Cité de la musique Gainsbourg eine große Ausstellung, in der erstmals auch Stücke aus dem Privatbesitz von Charlotte Gainsbourgs zu sehen waren, darunter u.a. das Manuskript der Marseillaise, das Serge Gainsbourg 1981 ersteigert hatte, sowie die Plastik L’Homme à tête de chou, die ihn zu seinem Album inspiriert hat.

Die 18-jährige France Gall sang 1966 das Lied Les sucettes, das scheinbar von einem Mädchen und ihrem Dauerlutscher handelt, aber auch als Beschreibung von Oralverkehr verstanden werden kann.

Die Sängerin betonte im Nachhinein, sie habe das Lied sehr unschuldig aufgefaß. Hätte sie die wahre Bedeutung geahnt, hätte sie es nie gesungen.

Das Duett Je t’aime … moi non plus mit Jane Birkin wurde von beiden Duettpartnern mehr gestöhnt als gesungen. Das Lied wurde zeitweise indiziert und sorgte für kontroverse Diskussionen.

30 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs veröffentlichte Gainsbourg Rock Around the Bunker, ein Album, das Nazis mit Rockmusik verknüpfte und mit Titel wie Nazi Rock und SS in Uruguay provozierte.
1979 sang Gainsbourg die französische Nationalhymne La Marseillaise als Reggae-Version Aux armes et cætera, was viele Franzosen empörte. Die folgende Tournee wurde von zahlreichen Drohungen und Boykottaufrufen empörter Traditionalisten und Nationalisten überschattet.

1980 veröffentlichte Gainsbourg die Novelle Evguénie Sokolov (dt. Die Kunst des Furzens), eine frivole Künstlervita, die am Beispiel eines im Sterben liegenden Malers Fluch und Segen des Genies nachzeichnet.
Als Protest gegen die französische Steuer verbrannte Gainsbourg 1984 im französischen Fernsehen eine 500-Franc-Note, in Frankreich eine illegale Handlung, die Gainsbourg auch die Empörung vieler weniger Begüterten einbrachte.

Mit seiner damals 12jährigen Tochter Charlotte sang Gainsbourg 1984 das Duett Lemon Incest, ein Lied über den Inzest zwischen Vater und Tochter. Im zugehörigen Video lag Charlotte mit einem Nachthemd bekleidet im Bett, während Vater Serge mit nacktem Oberkörper und in Jeans bekleidet posierte.

Schlagzeilen machte der Film Charlotte for Ever, der 1986 erschien, als Charlotte Gainsbourg gerade 15 Jahre alt war. Vater Serge Gainsbourg war nicht nur Autor, sondern auch Regisseur sowie Hauptdarsteller des Filmes. Auch dieser Film thematisierte den Inzest.

In einer französischen Fernsehshow aus dem Jahr 1986 bekundete der offensichtlich alkoholisierte Gainsbourg nach einem Auftritt Whitney Houstons vor der schockierten Sängerin: „I want to fuck her!“

215 Gedanken zu “Serge Gainsbourg, born Lucien Ginsburg

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