Léo Apotheker

Grote Markt in Antwerp - panorama

Image via Wikipedia

Léo Apothekers Eltern stammen aus der Nähe der ukrainisch-polnischen Grenze. Sie flohen als Juden bis an die russisch-chinesische Grenze. Nach Kriegsende übersiedelte die Familie nach Aachen.

Léo Apotheker

Leo Apotheker HP & SAP

Léo Apotheker wuchs in Antwerpen auf, studierte dann ab 1972 Internationale Beziehungen und Volkswirtschaftslehre an der Hebräischen Universität Jerusalem.

 

 

Nach ersten Tätigkeiten beim Zahlungsverkehrssystem SWIFT und bei der Unternehmensberatung McCormack & Dodge war er ab 1988 erstmals bei SAP beschäftigt.

Léo Apotheker war Gründer der auf Softwareunternehmen spezialisierten Risikokapitalgesellschaft ECsoft, sowie geschäftsführender Gesellschafter der Managementberatung ABP Partners.

1995 kehrte er zu SAP zurück. Dort baute er das Geschäft in Südwesteuropa auf, leitete von 1999 bis 2002 den Vertrieb in Europa und war ab 2002 als Mitglied im Vorstand zuständig für den globalen Vertrieb und das Marketing. Nach dem Ausscheiden von Shai Agassi im März 2007 wurde Apotheker zum stellvertretenden Vorstandssprecher, im April 2008 zum Co-Vorstandsvorsitzenden, neben Henning Kagermann, ernannt. Seit dem Ausscheiden von Henning Kagermann Ende Mai 2009 war er alleiniger Vorstandssprecher.

Im Februar 2010 teilte der Aufsichtsrat von SAP mit, dass der Vertrag mit dem bisherigen Vorstandschef Léo Apotheker nicht verlängert wurde, begründet wurde dies später von SAP-Aufsichtsratschef Hasso Plattner mit Vertrauensverlust bei Mitarbeitern und Kunden. Apotheker trat daraufhin mit sofortiger Wirkung zurück.

Ab dem 8. Februar 2010 übernahmen Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe in einer Doppelspitze die Funktion des Vorstandssprechers.

Leo Apotheker (CEO of SAP)

Leo Apotheker, der Jude aus Antwerpen, Belgien...


Seit 1. November 2010 ist Apotheker CEO des amerikanischen Technologiekonzerns Hewlett-Packard.

Apotheker ist zudem Mitglied im Aufsichtsrat des französischen Versicherungskonzerns AXA.

Apotheker spricht die fünf Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch und Hebräisch fließend.

HP-Chef Léo Apotheker macht Schluss mit WebOS.

HP-Chef Léo Apotheker macht Schluss mit WebOS.

Léo Apotheker lebt mit Erstwohnsitz in Paris, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Aktionismus bei Hewlett-Packard

Früher war Léo Apotheker Chef vom deutschen Softwareunternehmen SAP, seit fast einem Jahr steht er an der Spitze des amerikanischen Konzerns Hewlett-Packard.

 

Dort baut er jetzt radikal um. Ganz schlüssig erscheint seine neue Strategie aber nicht.

Untätigkeit kann man Léo Apotheker nicht vorwerfen. Der frühere Chef des deutschen Software-Unternehmens SAP ist seit nicht einmal einem Jahr an der Spitze des traditionsreichen amerikanischen Technologiekonzerns Hewlett-Packard (HP) und will dem Unternehmen mit einem dramatischen Umbau ein ganz neues Gesicht geben. Er will Personalcomputer (PC) loswerden, begräbt Tablets und internetfähige Handys, und im Gegenzug wettet er mit einer Großübernahme auf das Software-Geschäft.

Es drängt sich der Eindruck auf, dass der bei SAP so glücklose Apotheker nun mit aller Macht HP seinen Stempel aufdrücken will.

Gerade die avisierte Trennung vom PC-Geschäft ist ein kühner Schritt. HP ist hier immerhin Weltmarktführer, und das Geschäft steht für fast ein Drittel des Konzernumsatzes. Aber PC bringen nicht annähernd die Margen, die Apotheker aus seiner Zeit im lukrativen Software-Geschäft kennt, insofern war die Sparte für ihn wohl von Anfang an ein Abschusskandidat. Man kann auch der Argumentation von Apotheker folgen, wonach den PC im Zeitalter von Tablets und Smartphones ein langfristiger Niedergang bevorsteht. Auch wenn Apotheker die Flinte recht schnell ins Korn wirft: Die Trennung vom PC-Geschäft mag sich wie beim Wettbewerber IBM, der diesen Schritt schon vor Jahren vollzogen hat, als richtige Entscheidung herausstellen. Und die nüchterne Einschätzung von Apotheker, dass HP bei Tablets und Smartphones keinen Stich gegen Apple machen kann, verdient durchaus Respekt.

Trotzdem erscheint der Radikalumbau nicht als schlüssige Strategie. Einerseits positioniert sich HP mit der Trennung von den PC nun wie IBM als Technologieanbieter für Unternehmen, andererseits hält der Konzern aber an dem verbrauchernahen Druckergeschäft fest.

Apotheker beschwört Synergien, aber die Wahrheit ist wohl, dass HP nicht auf die Gewinne aus dem hochlukrativen Geschäft mit Druckertinte verzichten will.

Der Ausbau von Software und Dienstleistungen ist im Prinzip eine vielversprechende Strategie, aber hier hat HP noch einen weiten Weg vor sich.

Im Rückblick hat IBM in den vergangenen zehn Jahren eine kontinuierliche Strategie verfolgt und ist damit eine Glanzadresse in der Technologiebranche geworden. Dagegen hat es bei HP unter drei verschiedenen Vorstandsvorsitzenden immer neue und oft rückgängig gemachte Hauruck-Aktionen gegeben. Auch heute erscheint das Unternehmen orientierungslos.

HP-Chef Léo Apotheker zieht die Reißleine und richtet HP neu aus. Das innovative Betriebssystem für Tablets und Smartphones ist nicht mehr der erhoffte Retter. Die letzte Chance für WebOS liegt in Verkauf oder Lizenzierung an andere Hersteller.

Hewlett-Packard hatte auch nicht mehr Glück mit WebOS als Palm, vielleicht sogar noch weniger. Der Konzern hat heute erklärt, den Verkauf von Geräten mit WebOS einstellen zu wollen einschließlich des kürzlich erst eingeführten TouchPads und der Smartphones. Das ist verbunden mit einer größeren Reorganisation, zu der auch ein möglicher Verkauf der Personal Systems Group gehört, die für PCs und andere Geräte für private Verbraucher zuständig ist. Gleichzeitig denkt HP an den Kauf des britischen Unternehmens Autonomy, dessen Schwerpunkt in Cloud und Enterprise-Software liegt.

Die Ankündigung bedeutet das Ende von WebOS, das viele Vorschusslorbeeren erhielt, aber in den letzten Jahren nicht die erwarteten Erfolge im Markt feiern konnte.

Die überraschende Wende, die HP jetzt einleitet, wirft ein Schlaglicht auf den brutalen Wettbewerb um die Betriebssysteme für Smartphones. „Der Markt und die Verbraucher haben bewiesen, dass es niemand wollte“, erklärte dazu Maribel Lopez, eine Analystin bei Lopez Research. „Ich bin nicht sicher, ob sie es überhaupt jemandem verkaufen konnten.“

Neben Apples iOS oder Googles Android spielte WebOS einfach nicht in der gleichen Liga und hätte eine große Anfangshürde überwinden müssen, um eine ähnliche Reichweite zu gewinnen. Durch die mäßige Unterstützung von Palm und HP hatte das Betriebssystem vielleicht nie eine Chance.

In seiner ersten Inkarnation war es der erhoffte Retter für den Smartphone-Pionier Palm. Für die Entwicklung der Software war vor allem Jon Rubinstein verantwortlich, ein früherer Apple-Veteran, der als Vater des iPod galt und rechte Hand von Steve Jobs. Mit so überzeugenden Referenzen und einem beeindruckenden Debüt zur Consumer Electronics Show im Jahr 2009 erwartete eine hoffnungsfrohe Branche mit dem Palm Pre die erfolgreiche kommerzielle Einführung des ersten Gerätes mit WebOS. Palm ermutigte sogar Überschriften, in denen es zum „iPhone-Killer“ überhöht wurde.

Es folgte eine Reihe strategischer Fehler, die zu einem vermasselten Marktstart führten.

Nach der Vorstellung im Januar kam Palm Pre erst im Juni in die Läden. Dieser lange Abstand ließ die Luft aus dem Hype rund um das Smartphone. Die Einführung erfolgte beim US-Netzbetreiber Sprint, der zu dieser Zeit mit der massiven Abwanderung von Kunden zu kämpfen hatte.

Palm versuchte das Pre selbst zu bewerben, verwirrte potenzielle Käufer aber mit einer Serie ausgefallener TV-Spots. Sie ernteten heftige Kritik, da sie es versäumten, die Vorteile der Software zu vermitteln.

Während Rubinstein eine grundsolide Software schuf, verband er weder das Pre noch das folgende Modell Pixi mit qualitativ ansprechender Hardware. Die vorgestellten Geräte fühlten sich billig an. Das fiel besonders auf im Vergleich mit Apples iPhone, das den Eindruck qualitativ besserer Bauteile vermittelte.

Als Palm schließlich weitere Vertriebspartner mit den Netzbetreibern Verizon Wireless sowie AT&T gewann, scheiterten die Handys wieder an einem schwachen Marketing. Verizon beispielsweise versuchte die Geräte in einer eilig zusammengeschusterten Kampagne vor allem an Frauen zu verkaufen.

Jon Rubinsteins größte Fehleinschätzung aber war, dass er den kometenhaften Erfolg von Apples App Store nicht rechtzeitig erkannte.

Während das Pre in vielen wesentlichen Features mit dem iPhone gleichzog und es sogar vielfach übertraf, zog es nie die Entwickler-Community an, die das iPhone in ein Schweizer Armeemesser unserer Zeit verwandelte. Die fehlenden Anwendungen erwiesen sich als der entscheidende Nachteil, der WebOS bis zum Ende begleiten sollte.

WebOS schien eine zweite Chance zu bekommen, als HP die Übernahme Palms für 1,2 Milliarden Dollar vereinbarte. HP entwickelte die große Vision, WebOS in all seine Hardware zu integrieren. Die Software sollte seine Computer und Drucker verbinden neben Smartphones und Tablets. Aber HP machte es kaum besser. Das erste von HP unter der eigenen Marke vertriebene Gerät war das kleine Veer, das mehr wie ein Spielzeug als ein echtes Smartphone wirkte. Das Handy bewirkte nur wenig Begeisterung für das neue WebOS.

Während der Tablet-Markt explodierte durch das populäre iPad und seinen Nachfolger, konzentrierte sich HP auf das TouchPad. Das Gerät erlebte einen verwirrenden Start mit einem Produkt im Markt, während HP-Manager die „offizielle Einführung“ von WebOS erst später im Juli vorsahen.

Das TouchPad verkaufte sich offenbar kaum.

Best Buy, die führende Elektromarkt-Kette in den USA, sitzt angeblich auf mehr als 200.000 unverkauften TouchPads, obwohl HP den Verkaufspreis bereits um 100 Dollar reduzierte.

Im November 2010 kündigte Jon Rubinstein, der Leiter der „Palm Global Business Unit“ bei HP an, dass HP künftig Smartphones, Tablets und Drucker mit webOS entwickeln werde. HP gab jedoch im August 2011 die Einstellung aller WebOS-Aktivitäten bekannt.

Als weiteres Alarmzeichen waren die Personalrochaden bei HP zu werten. Als neuer Chef übernahm Stephen DeWitt die WebOS-Plattform, ein Veteran aus der PC-Sparte von HP. Rubinstein wurde in eine Managementposition innerhalb der Gruppe versetzt und sollte sich dort um eine übergreifende Sicht auf WebOS in der Produktpalette von HP kümmern.

Das als nächstes Flaggschiff-Smartphone vorgesehene Pre3 kam in europäischen Ländern auf den Markt, fand aber keine Akzeptanz bei den Mobilfunkanbietern. „HP hat Palm vor über einem Jahr übernommen, konnte aber bis heute nichts in Schwung bringen“, erklärte Lopez.

Niemand sollte sich großen Hoffnungen hingeben, dass ein anderes Unternehmen einspringt und für die Wiederbelebung von WebOS sorgt. HP erklärte zwar die Absicht, „Möglichkeiten zu erkunden, um den Wert von WebOS auszuschöpfen“, was eine Umschreibung dafür ist, es rundum zum Verkauf anzubieten. Einem angeblichen Insiderbericht zufolge will HP das Betriebssystem nicht aufgeben und es an andere Hersteller lizenzieren. Demnach erklärten die führenden HP-Manager Stephen DeWitt und Todd Bradley bei einer internen Veranstaltung, diese Fragen in den nächsten zwei Wochen klären zu wollen. Die Namen möglicher Lizenznehmer – denkbar wären Hersteller wie HTC und Samsung – wollten sie nicht nennen.

Unklar bleibt, ob HP überhaupt Lizenznehmer finden kann. „Kann es überhaupt einen vernünftigen Menschen geben, der ein Mobiltelefon entwickeln möchte mit einem OS, das nur zwei Prozent Marktanteil erreicht?“ fragt Analyst Roger Entner von Recon Analytics. Forrester-Analyst Charles Golvin hält immerhin für möglich, dass sich ein chinesischer Hersteller wie Huawei oder ZTE für ein anderes Betriebssystem interessiert, obwohl beide bereits erfolgreich mit Android arbeiten.

Bis auf weiteres sind im Smartphone-Markt vor allem zwei Pferde im Rennen, er wird klar dominiert von Apple und Google. Während Research in Motion taumelt im Übergang auf seine neue Softwareplattform, gibt Nokia Symbian weitgehend auf und Microsoft hofft noch immer auf mehr Aufmerksamkeit für Windows Phone. In dieser Situation verringerten sich die Chancen für WebOS drastisch, es hätte ein aussichtsloser Kampf werden können.

2 Gedanken zu “Léo Apotheker

Lesen Sie KARL MARX - Zur Judenfrage... und Sie werden staunen, was ein Jude über die Juden so schreibt...

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