Mathias Brodkorb

Adolf Hitler and Benito Mussolini in Munich, G...

Image via Wikipedia

Viele Juden sind als solche auf den ersten Blick gar nicht als juden zu erkennen. So stellt sich auch bei  Mathias Brodkorb die Frage: Ist Brodkorb jüdisch?

Brodkorbs Familie reiste 1987 aus der DDR in die Heimat des Vaters, nach Korneuburg/Österreich aus. 1992 kehrte er in seine Geburtsstadt Rostock zurück.

In den Jahren 1994–1997 war Brodkorb Mitglied der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) und engagierte sich dort in der Kommunistischen Plattform. Die Beschäftigung mit dem Marxismus führte ihn zur Philosophie. Im Laufe des Studiums distanzierte sich Brodkorb zunehmend vom Kommunismus.

1997 wechselte er zur SPD und wurde dort 1998 für zwei Jahre Landesvorsitzender der Jusos. Im September 2002 wurde er über die Landesliste dieser Partei in den Landtag Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Dort ist er Sprecher für Hochschulpolitik und politische Bildung der SPD-Landtagsfraktion.

Im Jahr 2003 zählte ihn die Zeitschrift Neon zu den 100 wichtigsten jungen Deutschen. Begründet wurde dies mit seinem politischem, vor allem aber wissenschaftlichem Engagement gegen Rechtsextremismus.

Bekannt wurde Brodkorb unter anderem, als er bei einem Jugendfestival im Seebad Prora auf der Insel Rügen im Jahr 2003 in einem Workshop zu aufklärerischen Zwecken aus Hitlers Mein Kampf las und mit Jugendlichen darüber diskutierte. Brodkorb begründete die Diskussion, er wollte mit dieser Aktion auf den historischen Hintergrund des Veranstaltungsortes hinweisen. Prora wurde im Dritten Reich als KdF-Bad geplant und teilweise fertig gestellt. Seit 2003 finden in Prora Jugendfestivals statt.

Brodkorb forderte in diesem Zusammenhang auch die Veröffentlichung einer historisch-kritischen Gesamtausgabe des Hauptwerkes von Adolf Hitler, da nach Ablaufen des Urheberrechtsschutzes in wenigen Jahren damit zu rechnen sei, dass rechtsextremistische Verlage mit dem Nachdruck erhebliche Umsätze generieren könnten.

Eine öffentliche Debatte entspann sich außerdem darüber, dass Brodkorb auf seiner Internetseite damals noch als Philosophiestudent die Thesen des australischen Philosophen Peter Singer über Tierschutz und Vegetarismus diskutierte, sich von dessen umstrittenen Schlussfolgerungen jedoch stets distanzierte. Brodkorb plädierte in diesem Zusammenhang für eine Ausweitung des Tierschutzes. Ein wissenschaftliches Gutachten des damaligen Rektors der Universität Rostock, Philosophieprofessor Hans-Jürgen Wendel, bestätigte, dass die gegen Brodkorb erhobenen Vorwürfe haltlos waren.

Im Jahr 2004 veröffentlichte der Jungpolitiker sein Diskussionspapier Die Zukunft der Hochschullandschaft von Mecklenburg-Vorpommern bis zum Jahre 2020 mit Vorschlägen zu Hochschulveränderungen in Mecklenburg-Vorpommern unter dem Druck des demografischen Wandels in Ostdeutschland. Er plädierte unter anderem für die Einführung „nachgelagerter Studiengebühren“ für besserverdienende Hochschulabsolventen und bezifferte den strukturellen Konsolidierungsbedarf auf 48–69 Mio. Euro. Das Papier löste in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Diskussionen aus. Einige Monate nach Erscheinen des Papiers stellte der damalige Bildungsminister Metelmann auf einer Fachkonferenz die Rückbaubedarfe vor, die sich auf etwa 18 % der Gesamtausgaben beliefen.

Wenige Wochen nach der Warnemünder Konferenz legten die Universitätsrektoren Westermann (Greifswald) und Wendel (Rostock) ein Rückbaukonzept vor, nach dem sich Rostock von der Juristenbildung und Greifswald von der Lehrerausbildung trennen wollte. Nur Tage später änderte der Rostocker Rektor seine Meinung. Parallel dazu lehnte der Rostocker Senat die Sparvorschläge ab. Die Landespolitik hielt am ursprünglichen Vorschlag fest. Hieraus entwickelte sich ein Konflikt mit der Universität Rostock, mit der im Jahr 2006 als einziger Hochschule des Landes keine einvernehmlichen Zielvereinbarungen ausgehandelt werden konnten. Der Landtag beschloss daher eine Zielvorgabe, die auch die Einstellung der Juristenausbildung am Standort Rostock vorsah. Dies führte zu heftigen Protesten seitens der Studierendenschaft der Universität Rostock. Im Jahr 2006 wurde Prof. Strothotte zum neuen Rektor der Universität Rostock gewählt und schließlich doch eine Einigung mit dem Land erzielt. Die Universität Rostock stellt demnach das Staatsexamen im Bereich Jura selbst ein. Eine im Jahr 2006 gebildete Volksinitiative „Pro Jura“, deren Forderungen mit der Unterstützung von knapp 20.000 Bürgern in den Landtag eingebracht wurden, konnte sich weder in der Universität noch gegenüber dem Land durchsetzen.

Brodkorb gehört zu den Mitbegründern, Redakteuren und Herausgebern des seit dem Jahr 2002 erscheinenden politischen Magazins horizonte. Er ist Mitbegründer und Redakteur der Internetseite endstation-rechts.de, die über die Aktivitäten der NPD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern aufklärt.

Zur Diskussion um die verschiedenen Parteiausschklußverfahren gegen Thilo Sarrazin meinte Brodkorb 2011, die Verfahrenseinstellung ließe nur zwei Schlussfolgerungen zu: Entweder dulde die SPD nun doch ab sofort eugenische, sozialdarwinistische und grundgesetzwidrige Positionen. Oder die gegen Sarrazin erhobenen Vorwürfe waren ehrverletzend, überzogen und von Anfang an rein taktisch motiviert. Brodkorb unterstellt ein programmatisches Defizit auf der Linken. Man wisse im Sinne der „political correctness“ zwar wogegen man sei, habe aber keine eigene Orientierung. Damit laufe man Gefahr, substanzielle Gesellschaftspolitik durch die billige Jagd nach einem „metaphysischen Nazi“ zu ersetzen.

Lesen Sie KARL MARX - Zur Judenfrage... und Sie werden staunen, was ein Jude über die Juden so schreibt...

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