Paul Karl Feyerabend

Killing Time (Paul Feyerabend book)

Killing Time (Paul Feyerabend book) (Photo credit: Wikipedia)

Paul Karl Feyerabend (* 13. Januar 1924 in Wien; † 11. Februar 1994 in Genolier im schweizerischen Waadtland) war ein österreichischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker. Er war von 1958 bis 1989 Philosophieprofessor an der Universität von Kalifornien in Berkeley, und lebte zeitweilig in England, Deutschland, Neuseeland, Italien, und zuletzt in der Schweiz, wo er als Hochschullehrer an der ETH Zürich tätig war.

Bekannt wurde Feyerabend durch seinen wissenschaftstheoretischen Anarchismus. Nach Feyerabend lassen sich keine universellen und ahistorischen wissenschaftlichen Methoden formulieren, produktive Wissenschaft müsse vielmehr Methoden nach Belieben verändern, einführen und aufgeben dürfen. Zudem gebe es keine allgemeinen Maßstäbe, mit denen man verschiedene wissenschaftliche Methoden oder Traditionen bewerten könne. Das Fehlen allgemeiner Bewertungsmaßstäbe führt Feyerabend zu einem philosophischen Relativismus, nach dem keine Theorie allgemein wahr oder falsch ist.

Feyerabend, Germany

Feyerabend, Germany (Photo credit: petechaps)

Paul Feyerabend wurde 1924 in Wien geboren. Als Sohn einer Mittelstandfamilie besuchte er ein Realgymnasium und war ein Schüler mit überdurchschnittlichen Leistungen. Die Eltern hatten aufgrund von Krieg und Inflation lange gewartet, bevor sie ihr erstes und einziges Kind bekamen, Paul Feyerabends Mutter war bei seiner Geburt bereits 40 Jahre alt. In Kontakt mit der Philosophie kam Feyerabend nach eigenen Angaben durch einen Zufall: „Wenn man sich nach Literatur umsah, die zum Verkauf bestimmt war, konnte man tonnenweise Bücher für nur ein paar Groschen erwerben. […] Ich konnte es nicht vermeiden, daß hin und wieder auch ein Band von Plato, Descartes oder Büchner (dem Materialisten, nicht dem Dichter) darunter waren. Ich habe diese unerwünschten Zugaben dann wohl aus Neugier gelesen oder einfach, weil ich dafür bezahlt hatte.“

The philosopher Paul Feyerabend in Berkeley

The philosopher Paul Feyerabend in Berkeley (Photo credit: Wikipedia)

Im März 1938 wurde Österreich Teil des deutschen Reiches, am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg und veränderte das Leben des 15-jährigen. Feyerabends Eltern begrüßten den Anschluss, Feyerabend beschreibt sein Verhältnis zu den Nazis als naiv und relativ emotionslos. Er wurde nicht zu einem glühenden Anhänger, reagierte jedoch auch auf die im Krieg erlebten Grausamkeiten nicht mit Empörung. 1940 begann Feyerabend mit dem Reichsarbeitsdienst, 1942 wurde er Teil eines Pionierkorps, 1943 besuchte er eine Offiziersschule. Er wurde für die Ausbildung nach Jugoslawien geschickt; nach Feyerabend war die Offiziersschule insbesondere ein Weg, den Kriegseinsatz zu umgehen. In Jugoslawien erfuhr er von der Selbsttötung seiner Mutter, ein Ereignis, das ihn damals nicht sehr bewegte. Feyerabend wurde noch im September 1943 nach Russland geschickt, wo er sich nach eigenen Angaben leichtsinnig und theatralisch verhielt und dafür bis zum Leutnant befördert wurde.

English: Karl Popper in 1990.

English: Karl Popper in 1990. (Photo credit: Wikipedia)

Im letzten Kriegsjahr wurde Feyerabend auf dem Rückzug von mehreren Kugeln in den Magen und die Hand getroffen. „Ich verspürte keinen Schmerz, aber ich war überzeugt, daß meine Beine getroffen waren. Einen Augenblick sah ich mich im Rollstuhl an einer endlosen Bücherwand entlangfahren – ich war fast glücklich. Die Soldaten, die schleunigst aus dem Kampfgebiet kommen wollten, standen um mich herum, hoben mich auf einen Schlitten und zogen mich weg. Für mich war der Krieg vorbei.“[2] Feyerabends schwere Verletzungen bewirkten, dass er sein Leben lang starke Schmerzen hatte, an einem Stock gehen musste und impotent geworden war. Er wurde in eine Klinik in Apolda gebracht; nach Kriegsende studierte er für ein Jahr Gesang im nahen Weimar.
Studienzeit [Bearbeiten]

Feyerabend later in life

Feyerabend later in life (Photo credit: Wikipedia)

1947 kehrte Feyerabend aus Weimar nach Wien zurück. Seine frühere Leidenschaft – die Physik – schien ihm nach Kriegsende lebensfremd, und so begann er mit dem Studium der Geschichte und Soziologie. Bald langweilten ihn jedoch seine Vorlesungen, und so wechselte er noch im gleichen Jahr zur Physik. Unter den Physikern an der Universität Wien machte insbesondere Felix Ehrenhaft Eindruck auf Feyerabend. Bald kam er durch Victor Kraft zudem in Kontakt mit der akademischen Philosophie. Kraft war im Gegensatz zu den anderen bekannten Mitgliedern des Wiener Kreises in Österreich geblieben und hatte um sich eine Gruppe von Philosophen und Studenten versammelt – den so genannten „Kraft-Kreis“. Unter ihnen war auch Feyerabend, der im Kraft-Kreis die Gelegenheit bekam, mit Philosophen wie Walter Hollitscher, G.E.M. Anscombe oder Ludwig Wittgenstein zu diskutieren. In dieser Zeit übernahm Feyerabend zentrale Überzeugungen des logischen Empirismus: „Das war übrigens die Haltung bei all meinen Diskussionbeiträgen: die Wissenschaft ist die Grundlage des Wissens, Wissen ist empirisch, nicht-empirische Überlegungen sind entweder Logik oder Unsinn.“[3]

Grave of Sir Karl Raimund Popper in Vienna 13 ...

Grave of Sir Karl Raimund Popper in Vienna 13 Lainz buried in the cemetery next to the ORF Center Küniglberg. Inscription: “Sir Karl Popper, CH, 28.7.1902-17.9.1994, LADY POPPER, Hennie ‘GEB. ANNA JOSEFINE HENNINGER 17.3.1906-17.11.1985, JOSEF HENNIG, MICHAEL GUSSL 1812-1897, JOSEFA GUSSL 1843-1903 ” (Photo credit: Wikipedia)

Entscheidend für Feyerabends weitere Entwicklung wurde das Forum Alpbach, an dem er 1948 erstmals teilnahm. In Alpbach lernte Feyerabend Hanns Eisler, Bertolt Brecht und nicht zuletzt Karl Popper kennen. Das Angebot, bei Brecht als Assistent zu arbeiten, schlug Feyerabend aus.[4] Stattdessen wollte er nach seiner Promotion 1951 mit einem Stipendium des British Council bei Wittgenstein in Cambridge studieren. Da Wittgenstein jedoch 1951 verstarb, ging Feyerabend zu Popper an die London School of Economics and Political Science. Der Einfluss Poppers wurde in mehrfacher Hinsicht bestimmend für Feyerabends philosophische Entwicklung. Zunächst übernahm er den Falsifikationismus und wurde tief von Poppers Denken geprägt. Später wandte er sich jedoch von Poppers kritischem Rationalismus ab und machte ihn zum Hauptgegner des eigenen wissenschaftstheoretischen Anarchismus.
Von Bristol nach Berkeley [Bearbeiten]

English: Karl Popper in the 1980's.

English: Karl Popper in the 1980’s. (Photo credit: Wikipedia)

1955 bekam Feyerabend seine erste akademische Stelle an der University of Bristol, wo er eine Vorlesung über Wissenschaftstheorie zu halten hatte. Die Stelle war wohl nicht zuletzt dem Einfluss Poppers zu verdanken, allerdings zeigten sich nach Feyerabend erste Brüche: John Watkins „[…] ging mit ernstem Gesicht auf und nieder und hielt mir eine Strafpredigt, weil ich ein schlechter Popperianer war: zu wenig Popper im Text meiner Aufsätze und schon gar keinen Popper in den Fußnoten. Als ich ihm dann im Detail erklärte, daß man an einigen Stellen doch ein bißchen Popper herauslesen konnte, gab er einen Seufzer der Erleichterung von sich, führte mich ins Wohnzimmer und erlaubte mir zu essen.“[5] Feyerabends Schriften der 1950er und frühen 1960er Jahre sind dennoch stark durch Poppers Falsifikationismus geprägt.[6] Während seiner Zeit in Bristol heiratete Feyerabend zum zweiten Mal, die Ehe wurde jedoch, wie auch schon die erste, schnell geschieden. In dieser Situation war Feyerabend glücklich, dass ihm 1958 das Angebot gemacht wurde, ein Jahr an der University of California, Berkeley zu verbringen.

Bad Wimpfen Germany Feyerabend "Lens Niko...

Bad Wimpfen Germany Feyerabend “Lens Nikon 16-85mm f/3.5-5.6G ED VR DX AF-S Nikkor” (Photo credit: globetrotter_rodrigo)

Berkeley wurde für über 30 Jahre zum Hauptwohnsitz von Feyerabend. Der Wechsel von Europa in die USA war auf verschiedene Weisen prägend: Zunächst kam Feyerabend insbesondere durch seine Besuche am Minnesota Center for the Philosophy of Science schnell in engen Kontakt mit der amerikanischen Philosophieszene. Unter den Bekanntschaften waren zum einen viele alte Vertreter des Wiener Kreises wie Herbert Feigl, Rudolf Carnap und Carl Gustav Hempel, aber auch jüngere Vertreter der amerikanischen analytischen Philosophie wie John Searle und Hilary Putnam. 1965 veröffentlichte Feyerabend seine erste ausführliche, wissenschaftstheoretische Schrift, Problems of Empiricism.[7] Dieser lange Essay enthält bereits viele radikale Überlegungen, basiert jedoch auf einem philosophischen Realismus und führte Feyerabend noch nicht zu einer unbedingten Konfrontation mit der zeitgenössischen Wissenschaftsphilosophie.

Des Weiteren war das politische Klima Berkeleys und der San Francisco Bay Area prägend: 1964 machte die Free Speech Movement Berkeley zum linksrevolutionären Zentrum der USA, drei Jahre später war die Hippiebewegung im benachbarten San Francisco mit dem Summer of Love auf ihrem Höhepunkt angelangt. Feyerabend hat in seinen Schriften immer wieder betont, dass die Erfahrungen mit den politischen Bewegungen und der Multikulturalität der Bay Area seine philosophischen Gedanken stark geprägt haben. So erklärt er etwa in Bezug auf die multikulturelle Studentenschaft: „Wer war ich, um diesen Menschen zu erklären, was und wie sie denken sollten? Ich hatte keine Ahnung von ihren Problemen, obwohl ich wusste, dass sie viele Probleme hatten. Ich kannte nicht ihre Interessen, ihre Gefühle, ihre Ängste, ihre Hoffnungen […]. Denn diese Aufgabe [gemeint ist das Dozieren der Tradition des westlichen Rationalismus] war die eines gebildeten und vornehmen Sklavenhalters. Und ein Sklavenhalter wollte ich nicht sein.“[8]

Deutsch: Das Gebäude der Sir-Karl-Popper-Schul...

Deutsch: Das Gebäude der Sir-Karl-Popper-Schule in Wien (Photo credit: Wikipedia)

Feyerabends lange Zeit in Berkeley änderte jedoch nichts an seiner Rastlosigkeit und der Unzufriedenheit mit seiner neuen Heimat. Über die Jahre nahm er viele (Gast-)Professuren an, ohne jedoch an einem Ort vollständig zufrieden zu sein. Längere Zeit verbrachte er in London und Berlin, wo er ebenfalls mit den Studentenbewegungen in Kontakt kam. Weitere Stationen waren Auckland, Kassel, Sussex und Yale.
Der Anarchist in der Wissenschaftstheorie [Bearbeiten]

Against Method

Against Method (Photo credit: LoopZilla)

In den 1960er Jahren hatte Feyerabend einige unkonventionelle Ideen publiziert, sich langsam vom kritischen Rationalismus gelöst und sich in Berkeley mit seinem unsteten Lehrstil einige Feinde gemacht. Insgesamt hatte er sich jedoch eine Reputation als ernstzunehmender und geachteter Wissenschaftstheoretiker erarbeitet. Die folgenden Jahre sollten diese Situation verändern. 1970 veröffentlichte Feyerabend einen Aufsatz mit dem Titel Against Method, in dem er die bekannten wissenschaftstheoretischen Methodologien angriff.[9] Seine Position entwickelte sich von einem liberalen und realistischen Methodenpluralismus zu einem relativistischen Angriff auf die Methodologie im Allgemeinen.

Mit seinem Freund Imre Lakatos plante Feyerabend eine gemeinsame Publikation zur Methodendebatte in der Wissenschaftstheorie. Lakatos sollte die Methode der Falsifikation gegen Feyerabends wütende Attacken auf jede Form von methodologischen Regeln verteidigen. Lakatos verstarb allerdings 1974 und Feyerabend veröffentlichte seine Kritik unter dem Titel Against Method. Outline of an anarchistic Theory of Knowledge als Monographie. Das Buch machte Feyerabend mit dem Slogan „anything goes“ über die Grenzen der Wissenschaftstheorie bekannt. In einer der positiveren Rezensionen des Buches finden sich häufig angeführte Bedenken: „Wider den Methodenzwang ist ein gutes Buch, vielleicht sogar ein großes. Es ist voll mit Widersprüchen, Über- und Untertreibungen und genügend Ad-hominem-Angriffen, um sogar dem liberalsten Studenten einen rhetorischen Hirnschlag zu verpassen.“[10]

Main building of the Swiss Federal Technical U...

Main building of the Swiss Federal Technical University (ETH Zürich) in Switzerland as seen from its backward square (Polyterasse) (Photo credit: Wikipedia)

Plötzlich fand sich Feyerabend in der Rolle des Hauptgegners der etablierten wissenschaftsphilosophischen Ansätze wieder. Er hatte offenbar nicht mit einer so breiten und heftigen Reaktion gerechnet und empfand die oft scharfe Ablehnung seines Werkes als verletzend: „Mein Privatleben war ein Scherbenhaufen, ich war ohne Schutz. Ich habe oft gewünscht, daß ich dieses verfluchte Buch [englisch: „fucking book“] nie geschrieben hätte.“[11] Als Reaktion auf die Kritik entstand Erkenntnis für freie Menschen, ein Buch, das selbst wiederum scharfe Angriffe und ein leidenschaftliches Bekenntnis zum Relativismus enthielt. Zudem vertiefte Feyerabend seine politische Theorie, die gegen die Macht moderner Technik und Wissenschaft gerichtet war.

Virgil Solis 1561

Virgil Solis 1561 (Photo credit: Aria Nadii)

Feyerabends späte Jahre werden von ihm selbst als seine glücklichsten beschrieben. Über die 1980er Jahre lehrte Feyerabend abwechselnd in Berkeley und der ETH Zürich, eine Situation, die er sehr genoss. Zudem lernte er 1983 Grazia Borrini bei einer Vorlesung kennen. Sie heirateten sechs Jahre später und blieben bis zu Feyerabends Tod zusammen. Es war Feyerabends vierte Ehe.

Nach dem Erdbeben von San Francisco 1989 zog sich Feyerabend endgültig aus Kalifornien zurück, ein Jahr später wurde er auch an der ETH Zürich emeritiert. „Ich vergaß die 35 Jahre meiner akademischen Karriere fast so schnell wie ich den Militärdienst vergessen hatte. Heute fällt es mir schwer zu glauben, daß ich noch vor fünf Jahren an zwei wissenschaftlichen Institutionen, einer in Europa, einer in Kalifornien, unterrichtet habe.“[12] In den 1980er und 1990er Jahren hat Feyerabend eine große Zahl an Aufsätzen publiziert, seine letzte große Arbeit sollte die Autobiographie Zeitverschwendung (Originaltitel: Killing Time) werden, an der er bis kurz vor seinem Tode schrieb. 1993 wurde bei Feyerabend ein Hirntumor diagnostiziert; am 11. Februar 1994 starb er in einer Klinik am Genfersee. Er erhielt ein ehrenhalber gewidmetes Grab auf dem Südwestfriedhof in Wien.
Wissenschaftstheoretische Ansichten [Bearbeiten]

Graphic Design HfG/Karlsruhe

Graphic Design HfG/Karlsruhe (Photo credit: Alki1)

Zu Beginn seiner wissenschaftstheoretischen Laufbahn vertrat Feyerabend die Ansichten Karl Poppers bzw. des kritischen Rationalismus. Seine Beiträge kritisierten den von positivistischer Seite behaupteten Dualismus von Theorie- und Beobachtungssprache und die Annahme, es gebe atheoretische, d.h. nicht theoriegetränkte Beobachtungsbegriffe.[13] Aus dem Erfordernis kontra-induktiver und kontra-intuitiver Widerlegungsversuche leitete er ab, dass die Prüfung durch alternative Theorien einen Theorienpluralismus benötige.[14]

Um 1968 radikalisierte sich Feyerabends Wissenschaftsauffassung; fortan verstand er bestimmte Vernunftskriterien nur noch als eine mögliche Alternative unter vielen („anything goes“). Nach dieser wissenschaftstheoretischen Katharsis trat Feyerabend als Kritiker des Rationalismus auf, insbesondere der vorherrschenden Wissenschaftstheorie und Methodologie. So bezeichnete er etwa den kritischen Rationalismus zuweilen als „Law-and-Order-Rationalismus”. Feyerabend rebellierte gegen einen von ihm wahrgenommenen orthodoxen Dogmatismus der Wissenschaft, wobei er bewusst provokativ äußerte, Regentänze seien genauso gut wie Wettervorhersagen, Wahlprognosen nicht besser als Astrologie. Feyerabend sah Wissenschaft, neben beispielsweise Religion oder Kunst, nur als eine von vielen Möglichkeiten, Erkenntnis zu gewinnen. Den verschiedenen Zugängen zur Wahrheit eine feste Wertigkeit zuzuordnen, ist nach Feyerabend nicht möglich, teilweise auch deswegen, weil diese Wahrheitszugänge untereinander inkommensurabel seien.

Sigmund Feyerabend

Sigmund Feyerabend (Photo credit: Wikipedia)

Nach Feyerabend lässt sich aus der Wissenschaftsgeschichte der Schluss ziehen, dass die Praxis des Erkenntnisgewinns und der Erkenntnisveränderung in oftmals irrationaler und anarchischer Weise bestehende wissenschaftstheoretische Grundsätze verletzt hat und eben darum erfolgreich war. Feyerabend betont die Bedeutung von Intuition und Kreativität als Voraussetzung des Erkenntnisgewinns und Erkenntnisfortschritts, beide dürften nicht durch eine bestimmte dogmatische Rationalität und wissenschaftstheoretisch-methodologische Regeln und Zwänge, die ihrerseits nicht sakrosankt seien, sondern vielmehr im Erkenntnisprozess einem Wandel unterlägen, nutzlos und in irreführender Weise eingeschränkt werden. So prägte er den Begriff der Anti-Regel, die eine Regel bezeichnen soll, die der Induktion widerspricht. Der Wissenschaftler soll sich nicht scheuen, methodische Regeln aufzustellen, die zu Hypothesen führen, die anerkannten Theorien und beobachtbaren Tatsachen widersprechen. Für diese radikale Linie Feyerabends gab es in der Wissenschaftsgeschichte bereits Anknüpfungspunkte, etwa David Brewster, als er sich 1831 kritisch mit der Methodologie von Francis Bacon auseinandersetzte:
„The process of Lord Bacon was, we believe, never tried by any philosopher but himself. … This example, in short, of the application of his system, will remain to future ages as a memorable instance of the absurdity of attempting to fetter discovery by any artificial rules.“[15]

Eric Clapton –Unplugged

Eric Clapton –Unplugged (Photo credit: antenneduesseldorf)

Feyerabend forderte eine scharfe Trennung von Staat und Wissenschaft, darüber hinaus wandte er sich gegen jeden Überlegenheitsanspruch von Wissenschaftlern gegenüber „Normalbürgern“. Sein Ziel war eine freie Gesellschaft, in der Bürger und Politiker direkt, ohne weitere administrative Umwege über abstrakte Theorien, am Erkenntnisprozess teilhaben. Eine objektive, von Lebens- und Erfahrungspraxis in einer freien Gesellschaft abgetrennte (und damit die bislang herrschende) Rationalität – in Form der Logik, Wissenschaftstheorie und bestimmter Sozialtheorien – sollte durch eine Beteiligung der Bürger ersetzt werden.
Feyerabends Kritik am Kritischen Rationalismus [Bearbeiten]

Für Feyerabend ist „vernünftig“ etwas anderes als das, was Popper darunter versteht. Und Wissenschaft funktioniert nach ihm anders, als Poppers methodologische Untersuchungen dies nahelegten: Wissenschaftler stellen selbst fest, nach welchen Maßstäben eine bestimmte Wissenschaft abzulaufen hat, und wann es erforderlich ist, nicht nur Theorien, sondern auch methodologische Grundsätze und Regeln abzuändern oder auszuwechseln. Feyerabend liest die Wissenschaftsgeschichte gegen Poppers „Strich“; er belegt an vielen Beispielen, dass sich Wissenschaftler in Wirklichkeit häufig nicht an feste Regeln halten und dennoch oder gerade deswegen zum Erfolg gelangen. Besser, als sich auf die Schaffung einer bestmöglichen Methodologie zu konzentrieren, sei es demnach, sich grundsätzlich opportunistisch zu verhalten, überspitzt formuliert: Alles geht! Feyerabends Anarchismus verkündet nicht die Regellosigkeit oder Chaos als Zielsetzung, sondern fordert neben einem Theorienpluralismus genauso einen Pluralismus der Methoden unter der Flagge eines Methodenanarchismus.

Feyerabend lehnt Poppers Präokkupation mit dem Abgrenzungsproblem ab als direkten Weg in den Dogmatismus:

Januar blomster

Januar blomster (Photo credit: Birgitte Sværke Pedersen)

„Kein Rationalist, kein kritischer Rationalist besitzt eine Einsicht in die Grenzen der Wissenschaften – dazu müsste er ja wissen, was außerhalb der Wissenschaften vorgeht, er müsste Mythen kennen, müsste ihre Funktion verstehen […] Man zeige einem kritischen Rationalisten einen Gegenstand, der außerhalb seiner Erfahrung liegt – damit kann er gar nichts anfangen, er benimmt sich wie ein Hund, der seinen Herrn in ungewöhnlichen Kleidern sieht; er weiß nicht, soll er ihn beißen, soll er davon laufen, oder soll er ihm das Gesicht lecken. Das ist auch der Grund, warum kritische Rationalisten an den Grenzen der Wissenschaft zu schimpfen beginnen – für sie ist das Ende ihres Glaubens erreicht und das einzige, was sie sagen können, ist: ‚irrationaler Unsinn‘ oder ‚ad hoc‘ oder ‚unfalsifizierbar‘ oder ‚degenerierend‘ – Bezeichnungen, die genau denselben Zweck haben wie die früheren Bezeichnungen ‚häretisch‘ etc. etc.“[16]
Antwort des kritischen Rationalismus auf Feyerabends Kritik [Bearbeiten]

Deutsch: Zürich, Eidgenössische Technische Hoc...

Deutsch: Zürich, Eidgenössische Technische Hochschule, Rämistrasse 101 (Photo credit: Wikipedia)

Nach David Miller merkt Feyerabend nicht, wie sehr seine Kritik in Wirklichkeit mit dem Kritischen Rationalismus konform geht, und ihm gar nicht widerspricht.[17] Feyerabend übersieht demnach, dass das Ziel von Methoden im kritischen Rationalismus überhaupt nicht die Begründung einer Wahl von Theorien oder Methoden ist, also keine Theorien oder Methoden durch Grenzziehungen von der Erörterung ausgeschlossen werden sollen. Er liegt also zwar insofern richtig, als die Wahl einer Methode nicht begründet werden kann, er liegt aber falsch in der Annahme, dass sie daher alle gleichrangig sein müssen. Denn die Wahl einer Methode hat objektive Konsequenzen und kann die Probleme, die sie nach den eigenen Maßstäben lösen soll, rein gemäß dieser Maßstäbe besser oder schlechter lösen. Die Methode von Versuch und Irrtum, die nichts zu begründen versucht, funktioniert daher ebenso bei der Methodenauswahl und ist dabei auch auf sich selbst anwendbar. Performative Widersprüche treten nicht auf, weil Ziel nicht Selbstbegründung ist, sondern Selbstkritik.

Tatsächlich vertritt Feyerabend gemäß Miller selbst eine ähnliche Position, geht aber so weit, auch Methoden zulassen zu wollen, die sich gegen die Logik stellen und somit nur schwer zu kritisieren und auszusortieren sind, wenn sie fehlschlagen. In diesem Punkt unterscheidet sich Feyerabends Methodenanarchismus vom kritischen Methodenpluralismus des kritischen Rationalismus. Miller ist der Ansicht, dass Feyerabend kein wirkliches Argument gegen die Logik hat und – frei nach seinen eigenen Worten – ein Dieb ist, der seinem Diskussionsgegner erst die Logik stiehlt, um den Bestohlenen dann dafür zu kritisieren, dass er sie nicht mehr besitzt.
Werke [Bearbeiten]
Schriften [Bearbeiten]
Zur Theorie der Basissätze. Universität Wien, Diss., 1951 Katalogzettel Universitätsbibliothek Wien
Wider den Methodenzwang. Suhrkamp (stw 597), Frankfurt am Main 1976, ISBN 3-518-28197-6
Erkenntnis für freie Menschen. Suhrkamp (es 1011), Frankfurt am Main 1979, ISBN 3-518-11011-X

Kalifornien Strand, Germany

Kalifornien Strand, Germany (Photo credit: eutrophication&hypoxia)

Wissenschaft als Kunst. Suhrkamp (es 1231), Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-518-11231-7
Zeitverschwendung (Autobiographie). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-518-40693-0 (als Taschenbuch: ISBN 3-518-39222-0)
Briefe an einen Freund. Hg. v. Hans Peter Duerr. Suhrkamp (es 1946), Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-518-11946-X
Widerstreit und Harmonie. Trentiner Vorlesungen. Hg. von Peter Engelmann. Passagen, Wien 1998, ISBN 3-85165-305-X
Conquest of Abundance. Postum veröffentlicht von Bert Terpstra. Chicago 2001, ISBN 0-226-24534-9
Die Vernichtung der Vielfalt. Ein Bericht. 1. Auflage. Passagen Verlag, Wien 2005 (Originaltitel: Conquest of Abundance, übersetzt von Volker Böhnigk und Rainer Noske), ISBN 978-3-85165-633-6 (Buchvorschau bei Libreka).
(mit Hans Albert): Briefwechsel, Bd. I: 1958–1971, hgg. v. Wilhelm Baum, Kitab Vlg., Klagenfurt/Wien 2008
(mit Hans Albert): Briefwechsel, Bd. II: 1972-1986, hgg. v. Wilhelm Baum u. Michael Mühlmann, Kitab Vlg., Klagenfurt/Wien 2009, ISBN 978-3-902585-27-1
Helmut Heit und Eric Oberheim (Hrsg.): Naturphilosophie. 1. Auflage. Suhrkamp, 2009, ISBN 3-518-58514-2. Veröffentlichung eines kürzlich im Philosophischen Archiv der Universität Konstanz gefunden Manuskripts aus den siebziger Jahren.
Christian Augustin (Hg.): Aber ein Paul hilft doch dem Anderen. Briefwechsel Paul Feyerabend – Paul Hoyningen-Huene (1983-1994). 1. Auflage. Passagen Verlag, 2010, ISBN 3-851-65920-1. Veröffentlichung des Briefwechsels sowie Kommentare des Hg. zur Feyerabendbiographie incl. unveröffentlichter Archivdokumente.
Ton- und Bilddokumente [Bearbeiten]
Philosophie Heute: Lieber Himmel – was ist ein Mensch? Paul Feyerabend im Gespräch mit Rüdiger Safranski. VHS-Video. Junius, Hamburg 1994 (online).
Wissenschaftstheoretische Plaudereien. Originaltonaufnahmen 1971–1992, hg. v. Klaus Sander. Audio-CD, 60 Minuten und Booklet, 24 Seiten. Supposé, Köln 2000, ISBN 3-932513-15-0
Stories from Paolino’s Tapes. Private Recordings 1985–1993, hg. v. Grazia Borrini-Feyerabend und Klaus Sander. Audio-CD, 68 Minuten. Supposé, Köln 2001, ISBN 3-932513-19-3
Literatur [Bearbeiten]
Bibliographie Paul Feyerabends. Journal for General Philosophy of Science. Vol. 28, Nr. 1 / Jan. 1997. Springer Netherlands. doi:10.1023/A:1008200922400
Eberhard Döring: Paul K. Feyerabend zur Einführung. Junius (Zur Einführung 180), Hamburg 1998, ISBN 3-88506-980-6
Friedrich Stadler / Kurt R. Fischer (Hgg.): Paul Feyerabend. Ein Philosoph aus Wien. Springer (Veröffentlichungen des Instituts Wiener Kreis 14), Wien 2006, ISBN 3-211-29759-6
Martin Ludwig Hofmann: Paul Feyerabend (1924–1994) – Kultur des Wissens als Kultur der Freiheit, in: Hofmann, Korta, Niekisch (Hrsg.): Culture Club II. Klassiker der Kulturtheorie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-518-29398-2
Thomas Sukopp: Anything goes? Paul K. Feyerabend als Elefant im Popperschen Porzellanladen. Aufklärung und Kritik, 1/2007 14. Jg. ISSN 0945-6627
Ursula Schmidt: Wie wissenschaftliche Revolutionen zustande kommen: von der vorkopernikanischen Astronomie zur Newtonschen Mechanik. Würzburg, Königshausen & Neumann, 2010, ISBN 978-3-8260-4255-3
Thomas Kupka: Feyerabend und Kant — Kann das gut gehen? Paul K. Feyerabends ›Naturphilosophie‹ und Kants Polemik gegen den Dogmatismus. In: Journal for General Philosophy of Science 42 (2011) S. 399-409 (DOI 10.1007/s10838-011-9170-0)
Weblinks [Bearbeiten]
Wikiquote: Paul Feyerabend – Zitate
Literatur von und über Paul Feyerabend im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
John Preston: Eintrag In: Edward N. Zalta (Hrsg.): Stanford Encyclopedia of Philosophy
Nachlass, Manuskripte, Korrespondenz und Handbibliothek Paul Feyerabends im Philosophischen Archiv der Uni Konstanz
Das „Testament“ des Paul Feyerabend
Einzelnachweise [Bearbeiten]

Paul Feyerabends Autobiographie Zeitverschwendung wird mit Zeit abgekürzt.
↑ aus: Zeit, S. 43f
↑ Zeit, S. 74f
↑ Zeit, S.95
↑ Zeit, S. 101
↑ Zeit, S. 149
↑ Ein gutes Beispiel ist folgende Kritik am Positivismus: „An Attempt at a Realistic Interpretation of Experience“, 1958
↑ Problems of Empiricism. Beyond the Edge of Certainty: Essays in Contemporary Science and Philosophy, ed. R.G. Colodny (New Jersey: Prentice-Hall, 1965), S. 145–260
↑ EffM, S. 233f
↑ Paul Feyerabend: Against Method, in: Minnesota Studies in the Philosophy of Science. Theories & Methods of Physics and Psychology, 1970, S. 17–130
↑ Übersetzt von: „Against Method is a good book, possibly a great one. It’s full of contradictions, over- and understatements, and enough ad hominem statements to give even the most liberal student rhetoric apoplexy.“ In: Ian Mitroff: Review of: Against Method, Outline of an Anarchistic Theory of Knowledge, in: Contemporary Sociology 1976, S. 347
↑ Zeit, S. 200
↑ Zeit, S.229
↑ zur Frage der Dispositionsbegriffe: Paul Feyerabend: Das Problem der Existenz theoretischer Entitäten, in: Ernst Topitsch (Hg.): Probleme der Wissenschaftstheorie. Festschrift für Viktor Kraft. Wien 1960
↑ Paul Feyerabend: How to be a Good Empiricist, in: Bernard Baumrin (Hg.): Philosophy of Science, The Delaware Seminar 2. New York 1963
↑ So formuliert in seinem Buch Life of Sir Isaac Newton (London 1831). Siehe dazu Franz Graf-Stuhlhofer: David Brewster – ein „Vorläufer“ von Paul Feyerabend, in: Mitteilungen der Österreichischen Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte 27 (2010) 167f.
↑ Paul Feyerabend: Über die Methode. Ein Dialog. In: Gerard Radnitzky, Gunnar Andersson (Hgg.): Voraussetzungen und Grenzen der Wissenschaft. Mohr, Tübingen 1981, ISBN 3-16-942722-9
↑ Critical Rationalism, S. 27
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Kategorien: Hochschullehrer (Bristol)
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Hochschullehrer (ETH Zürich)
Philosoph (20. Jahrhundert)
Kritischer Rationalist
Wissenschaftstheoretiker
Erkenntnistheoretiker
Person des Anarchismus
Österreicher
Geboren 1924
Gestorben 1994
Mann

Paul Karl Feyerabend (January 13, 1924 – February 11, 1994) was an Austrian-born philosopher of science best known for his work as a professor of philosophy at the University of California, Berkeley, where he worked for three decades (1958–1989). He lived a peripatetic life, living at various times in England, the United States, New Zealand, Italy, Germany, and finally Switzerland. His major works include Against Method (published in 1975), Science in a Free Society (published in 1978) and Farewell to Reason (a collection of papers published in 1987). Feyerabend became famous for his purportedly anarchistic view of science and his rejection of the existence of universal methodological rules.[1] He is an influential figure in the philosophy of science, and also in the sociology of scientific knowledge.

Paul Feyerabend was born in 1924 in Vienna, where he attended primary school and high school. In this period he got into the habit of frequent reading, developed an interest in theatre, and started singing lessons. When he graduated from high school in April 1942, he was drafted into the German Arbeitsdienst. After basic training in Pirmasens, Germany, he was assigned to a unit in Quelern en Bas, near Brest (France). Feyerabend described the work he did during that period as monotonous: “we moved around in the countryside, dug ditches, and filled them up again.” After a short leave, he joined the army and volunteered for officer school. In his autobiography, he wrote that he hoped the war would be over by the time he had finished his education as an officer. This turned out not to be the case. From December 1943 on, he served as an officer on the northern part of the Eastern Front, was decorated with an Iron cross, and attained the rank of lieutenant. After the German army started its retreat from the advancing Red army, Feyerabend was hit by three bullets while directing traffic. It turned out that one of the bullets had hit him in the spine. As a consequence of this, he needed to walk with a stick for the rest of his life and frequently experienced severe pains. He spent the rest of the war recovering from his wounds.
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Post–WWII and university

When the war was over, Feyerabend first got a temporary job in Apolda where he wrote pieces for the theatre. He was influenced by the Marxist playwright Bertold Brecht and was invited by Brecht to be his assistant at the East Berlin State Opera but turned down the offer. Feyerabend took various classes at the Weimar Academy, and returned to Vienna to study history and sociology. He became dissatisfied, however, and soon transferred to physics, where he met Felix Ehrenhaft, a physicist whose experiments would influence his later views on the nature of science. Feyerabend changed the subject of his study to philosophy and submitted his final thesis on observation sentences. In his autobiography, he described his philosophical views during this time as “staunchly empiricist”. In 1948 he visited the first meeting of the international summer seminar of the Austrian College Society in Alpbach. This was the place where Feyerabend first met Karl Popper, who had a “positive” (early Popper), as well as “negative” (later Popper) effect on him. In 1949 he was a founding member of the Kraft Circle. In 1951, Feyerabend was granted a British Council scholarship to study under Wittgenstein. However, Wittgenstein died before Feyerabend moved to England. Feyerabend then chose Popper as his supervisor instead, and went to study at the London School of Economics in 1952. In his autobiography, Feyerabend explains that during this time, he was influenced by Popper: “I had fallen for [Popper's ideas]“. After that, Feyerabend returned to Vienna and was involved in various projects; a translation of Karl Popper’s Open Society and its Enemies, a report on the development of the humanities in Austria, and several articles for an encyclopedia.
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Academia

In 1955, Feyerabend received his first academic appointment at the University of Bristol, England, where he gave lectures about the philosophy of science. Later in his life he worked as a professor (or equivalent) at Berkeley, Auckland, Sussex, Yale, London, Berlin and ETH Zurich. During this time, he developed a critical view of science, which he later described as ‘anarchistic’ or ‘dadaistic’ to illustrate his rejection of the dogmatic use of rules, a position incompatible with the contemporary rationalistic culture in the philosophy of science. At the London School of Economics, Feyerabend met a colleague of K.R. Popper, Imre Lakatos with whom he planned to write a dialogue volume in which Lakatos would defend a rationalist view of science and Feyerabend would attack it. This planned joint publication was put to an end by Lakatos’s sudden death in 1974. Against Method became a famous criticism of current philosophical views of science and provoked many reactions. In his autobiography, he reveals that the energy in his writings came at great cost to himself:
The depression stayed with me for over a year; it was like an animal, a well-defined, spatially localizable thing. I would wake up, open my eyes, listen – Is it here or isn’t? No sign of it. Perhaps it’s asleep. Perhaps it will leave me alone today. Carefully, very carefully, I get out of bed. All is quiet. I go to the kitchen, start breakfast. Not a sound. TV – Good Morning America –, David What’s-his-name, a guy I can’t stand. I eat and watch the guests. Slowly the food fills my stomach and gives me strength. Now a quick excursion to the bathroom, and out for my morning walk – and here she is, my faithful depression: “Did you think you could leave without me?”
—From his autobiography, Killing Time

Feyerabend later in life

Feyerabend moved to the University of California, Berkeley in California in 1958 and became a U.S. citizen. Following (visiting) professorships (or their equivalent) at University College London, Berlin, and Yale, he taught at the University of Auckland, New Zealand in 1972 and 1974, always returning to California. He later enjoyed alternating between posts at ETH Zurich and Berkeley through the 1980s but left Berkeley for good in October 1989, first to Italy, then finally to Zurich. After his retirement in 1991, Feyerabend continued to publish frequent papers and worked on his autobiography. After a short period of suffering from a brain tumor, he died in 1994 at the Genolier Clinic, overlooking Lake Geneva, Switzerland.

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Thought
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Philosophy of science This article may contain original research. Please improve it by verifying the claims made and adding references. Statements consisting only of original research may be removed. (May 2008)

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Nature of scientific method
Main article: Epistemological anarchismPart of the Politics series on
Anarchism

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In his books Against Method and Science in a Free Society Feyerabend defended the idea that there are no methodological rules which are always used by scientists. He objected to any single prescriptive scientific method on the grounds that any such method would limit the activities of scientists, and hence restrict scientific progress. In his view, science would benefit most from a “dose” of theoretical anarchism. He also thought that theoretical anarchism was desirable because it was more humanitarian than other systems of organization, by not imposing rigid rules on scientists.
For is it not possible that science as we know it today, or a “search for the truth” in the style of traditional philosophy, will create a monster? Is it not possible that an objective approach that frowns upon personal connections between the entities examined will harm people, turn them into miserable, unfriendly, self-righteous mechanisms without charm or humour? “Is it not possible,” asks Kierkegaard, “that my activity as an objective [or critico-rational] observer of nature will weaken my strength as a human being?” I suspect the answer to many of these questions is affirmative and I believe that a reform of the sciences that makes them more anarchic and more subjective (in Kierkegaard’s sense) is urgently needed. Against Method. p. 154.

Feyerabend’s position was originally seen as radical in the philosophy of science, because it implies that philosophy can neither succeed in providing a general description of science, nor in devising a method for differentiating products of science from non-scientific entities like myths. (Feyerabend’s position also implies that philosophical guidelines should be ignored by scientists, if they are to aim for progress.)

To support his position that methodological rules generally do not contribute to scientific success, Feyerabend provides counterexamples to the claim that (good) science operates according to a certain fixed method. He took some examples of episodes in science that are generally regarded as indisputable instances of progress (e.g. the Copernican revolution), and showed that all common prescriptive rules of science are violated in such circumstances. Moreover, he claimed that applying such rules in these historical situations would actually have prevented scientific revolution.

One of the criteria for evaluating scientific theories that Feyerabend attacks is the consistency criterion. He points out that to insist that new theories be consistent with old theories gives an unreasonable advantage to the older theory. He makes the logical point that being compatible with a defunct older theory does not increase the validity or truth of a new theory over an alternative covering the same content. That is, if one had to choose between two theories of equal explanatory power, to choose the one that is compatible with an older, falsified theory is to make an aesthetic, rather than a rational choice. The familiarity of such a theory might also make it more appealing to scientists, since they will not have to disregard as many cherished prejudices. Hence, that theory can be said to have “an unfair advantage”.

Feyerabend was also critical of falsificationism. He argued that no interesting theory is ever consistent with all the relevant facts. This would rule out using a naïve falsificationist rule which says that scientific theories should be rejected if they do not agree with known facts. Feyerabend uses several examples, but “renormalization” in quantum mechanics provides an example of his intentionally provocative style: “This procedure consists in crossing out the results of certain calculations and replacing them by a description of what is actually observed. Thus one admits, implicitly, that the theory is in trouble while formulating it in a manner suggesting that a new principle has been discovered” Against Method. p. 61. Such jokes are not intended as a criticism of the practice of scientists. Feyerabend is not advocating that scientists do not make use of renormalization or other ad hoc methods. Instead, he is arguing that such methods are essential to the progress of science for several reasons. One of these reasons is that progress in science is uneven. For instance, in the time of Galileo, optical theory could not account for phenomena that were observed by means of telescopes. So, astronomers who used telescopic observation had to use ad hoc rules until they could justify their assumptions by means of optical theory.

Feyerabend was critical of any guideline that aimed to judge the quality of scientific theories by comparing them to known facts. He thought that previous theory might influence natural interpretations of observed phenomena. Scientists necessarily make implicit assumptions when comparing scientific theories to facts that they observe. Such assumptions need to be changed in order to make the new theory compatible with observations. The main example of the influence of natural interpretations that Feyerabend provided was the tower argument. The tower argument was one of the main objections against the theory of a moving earth. Aristotelians assumed that the fact that a stone which is dropped from a tower lands directly beneath it shows that the earth is stationary. They thought that, if the earth moved while the stone was falling, the stone would have been “left behind”. Objects would fall diagonally instead of vertically. Since this does not happen, Aristotelians thought that it was evident that the earth did not move. If one uses ancient theories of impulse and relative motion, the Copernican theory indeed appears to be falsified by the fact that objects fall vertically on earth. This observation required a new interpretation to make it compatible with Copernican theory. Galileo was able to make such a change about the nature of impulse and relative motion. Before such theories were articulated, Galileo had to make use of ad hoc methods and proceed counterinductively. So, “ad hoc” hypotheses actually have a positive function: they temporarily make a new theory compatible with facts until the theory to be defended can be supported by other theories.

Feyerabend commented on the Galileo affair as follows:
The church at the time of Galileo was much more faithful to reason than Galileo himself, and also took into consideration the ethical and social consequences of Galileo’s doctrine. Its verdict against Galileo was rational and just, and revisionism can be legitimized solely for motives of political opportunism.[2][3][4]

Together these remarks sanction the introduction of theories that are inconsistent with well-established facts. Furthermore, a pluralistic methodology that involves making comparisons between any theories at all forces defendants to improve the articulation of each theory. In this way, scientific pluralism improves the critical power of science. Pope Benedict XVI has cited Feyerabend to this effect.[5]

According to Feyerabend, new theories came to be accepted not because of their accord with scientific method, but because their supporters made use of any trick – rational, rhetorical or ribald – in order to advance their cause. Without a fixed ideology, or the introduction of religious tendencies, the only approach which does not inhibit progress (using whichever definition one sees fit) is “anything goes”: “‘anything goes’ is not a ‘principle’ I hold… but the terrified exclamation of a rationalist who takes a closer look at history.” (Feyerabend, 1975).

Feyerabend considered the possibility of incommensurability, but he was hesitant in his application of the concept. He wrote that “it is hardly ever possible to give an explicit definition of [incommensurability]” Against Method. p. 225., because it involves covert classifications and major conceptual changes. He also was critical of attempts to capture incommensurability in a logical framework, since he thought of incommensurability as a phenomenon outside the domain of logic. In the second appendix of Against Method (p. 114), Feyerabend states, “I never said… that any two rival theories are incommensurable… What I did say was that certain rival theories, so-called ‘universal’ theories, or ‘non-instantial’ theories, if interpreted in a certain way, could not be compared easily.” Incommensurability did not concern Feyerabend greatly, because he believed that even when theories are commensurable (i.e. can be compared), the outcome of the comparison should not necessarily rule out either theory. To rephrase: when theories are incommensurable, they cannot rule each other out, and when theories are commensurable, they cannot rule each other out. Assessments of (in)commensurability, therefore, don’t have much effect in Feyerabend’s system, and can be more or less passed over in silence.

In Against Method Feyerabend claimed that Imre Lakatos’s philosophy of research programmes is actually “anarchism in disguise”, because it does not issue orders to scientists. Feyerabend playfully dedicated Against Method to “Imre Lakatos: Friend, and fellow-anarchist”. One interpretation is that Lakatos’s philosophy of mathematics and science was based on creative transformations of Hegelian historiographic ideas, many associated with Lakatos’s teacher in Hungary Georg Lukács. Feyerabend’s debate with Lakatos on scientific method recapitulates the debate of Lukács and (Feyerabend’s would-be mentor) Brecht, over aesthetics several decades earlier.

The rationalist philosopher and popular essayist David Stove claimed that in his philosophical work Feyerabend was responsible for the “sabotaging of logical expressions”.[6] This was the practise of robbing logical statements of their logical force by placing them in epistemic contexts; for example, instead of saying “P is a proof for Q” one would say “It is generally believed by scientists that P is a proof for Q”. This produces what Stove calls a “ghost logical statement”: it gives the impression that serious statements of logic are being made when they are not – all that is really being made are sociological or historical claims which are immune to criticism on logical grounds.

It should be borne in mind that while Feyeradend described himself as an ‘epistemological anarchist’, he explicitly disavowed being a ‘political anarchist’,[7] and this perspective on Feyerabend has been shared by other authors offering anarchist critiques of science.[8][9] However, it has been argued by some that political anarchism is tacitly embedded in Feyerabend’s assessment of the proper role of science and its practice within society.[10]
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The decline of the physicist-philosopher

Feyerabend was critical of the lack of knowledge of philosophy shown by the generation of physicists that emerged after World War II:

The withdrawal of philosophy into a “professional” shell of its own has had disastrous consequences. The younger generation of physicists, the Feynmans, the Schwingers, etc., may be very bright; they may be more intelligent than their predecessors, than Bohr, Einstein, Schrödinger, Boltzmann, Mach and so on. But they are uncivilized savages, they lack in philosophical depth – and this is the fault of the very same idea of professionalism which you are now defending.[11]
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Role of science in society

Feyerabend described science as being essentially anarchistic, obsessed with its own mythology, and as making claims to truth well beyond its actual capacity. He was especially indignant about the condescending attitudes of many scientists towards alternative traditions. For example, he thought that negative opinions about astrology and the effectivity of rain dances were not justified by scientific research, and dismissed the predominantly negative attitudes of scientists towards such phenomena as elitist or racist. In his opinion, science has become a repressing ideology, even though it arguably started as a liberating movement. Feyerabend thought that a pluralistic society should be protected from being influenced too much by science, just as it is protected from other ideologies.

Starting from the argument that a historical universal scientific method does not exist, Feyerabend argues that science does not deserve its privileged status in western society. Since scientific points of view do not arise from using a universal method which guarantees high quality conclusions, he thought that there is no justification for valuing scientific claims over claims by other ideologies like religions. Feyerabend also argued that scientific accomplishments such as the moon landings are no compelling reason to give science a special status. In his opinion, it is not fair to use scientific assumptions about which problems are worth solving in order to judge the merit of other ideologies. Additionally, success by scientists has traditionally involved non-scientific elements, such as inspiration from mythical or religious sources.

Based on these arguments, Feyerabend defended the idea that science should be separated from the state in the same way that religion and state are separated in a modern secular society ( Against Method (3rd ed.). p. 160.). He envisioned a “free society” in which “all traditions have equal rights and equal access to the centres of power” ( Science in a Free Society. p. 9.). For example, parents should be able to determine the ideological context of their children’s education, instead of having limited options because of scientific standards. According to Feyerabend, science should also be subjected to democratic control: not only should the subjects that are investigated by scientists be determined by popular election, scientific assumptions and conclusions should also be supervised by committees of lay people.[citation needed] He thought that citizens should use their own principles when making decisions about these matters. He rejected the view that science is especially “rational” on the grounds that there is no single common “rational” ingredient that unites all the sciences but excludes other modes of thought ( Against Method (3rd ed.). p. 246.).
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Philosophy of mind
For more details on mind-body problem, see eliminative materialism.

Along with a number of mid-20th century philosophers (most notably, Wilfred Sellars, W.V.O. Quine, and Richard Rorty), Feyerabend was influential in the development of eliminative materialism, a radical position in the philosophy of mind that holds that our ordinary, common-sense understanding of the mind (what materialist monists call “folk psychology”) is false. It is succinctly described by a modern proponent, Paul Churchland, as follows:
“Eliminative materialism is the thesis that our commonsense conception of psychological phenomena constitutes a radically false theory, a theory so fundamentally defective that both the principles and the ontology of that theory will eventually be displaced, rather than smoothly reduced, by completed neuroscience.”[12]

In three short papers published in the early sixties,[13][14][15] Feyerabend sought to defend materialism against the supposition that the mind cannot be a physical thing. Feyerabend suggested that our commonsense understanding of the mind was incommensurable with the (materialistic) scientific view, but that nevertheless we ought to prefer the materialistic one on general methodological grounds.

This view of the mind/body problem is widely considered one of Feyerabend’s most important legacies. Even though Feyerabend himself seems to have given it up in the late 1970s, it was taken up by Richard Rorty and, more recently, by Patricia Churchland and Paul Churchland. In fact, as Keeley observes,[16] “PMC [Paul Churchland] has spent much of his career carrying the Feyerabend mantle forward” (p. 13).
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Other works

Some of Feyerabend’s work concerns the way in which people’s perception of reality is influenced by various rules. In his last book, unfinished when he died, he talks of how our sense of reality is shaped and limited. Conquest of Abundance: A Tale of Abstraction versus the Richness of Being bemoans the propensity we have of institutionalizing these limitations.

The last philosophy book that Feyerabend finished is The Tyranny of Science (written 1993, published May 13, 2011). In it Feyerabend challenges some modern myths about science, including the myth that ‘science is successful’. He argues that some very basic assumptions about science are simply false and that substantial parts of scientific ideology were created on the basis of superficial generalizations that led to absurd misconceptions about the nature of human life. Far from solving the pressing problems of our age, scientific theorizing glorifies ephemeral generalities at the cost of confronting the real particulars that make life meaningful.
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Popular influence

The book On the Warrior’s Path quotes Feyerabend, highlighting the similarities between his epistemology and Bruce Lee’s worldview.[17]
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Quotes
…And it is of course not true that we have to follow the truth. Human life is guided by many ideas. Truth is one of them. Freedom and mental independence are others. If Truth, as conceived by some ideologists, conflicts with freedom, then we have a choice. We may abandon freedom. But we may also abandon Truth.[18]
…when sophistication loses content then the only way of keeping in touch with reality is to be crude and superficial. This is what I intend to be.[19]
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Selected bibliography
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Books
Against Method: Outline of an Anarchistic Theory of Knowledge (1975), ISBN 0-391-00381-X, ISBN 0-86091-222-1, ISBN 0-86091-481-X, ISBN 0-86091-646-4, ISBN 0-86091-934-X, ISBN 0-902308-91-2 (First edition in M. Radner & S. Winokur, eds., Analyses of Theories and Methods of Physics and Psychology, Minneapolis: University of Minnesota Press, 1970.)
Science in a Free Society (1978), ISBN 0-8052-7043-4
Realism, Rationalism and Scientific Method: Philosophical papers, Volume 1 (1981), ISBN 0-521-22897-2, ISBN 0-521-31642-1
Problems of Empiricism: Philosophical Papers, Volume 2 (1981), ISBN 0-521-23964-8, ISBN 0-521-31641-3
Farewell to Reason (1987), ISBN 0-86091-184-5, ISBN 0-86091-896-3
Three Dialogues on Knowledge (1991), ISBN 0-631-17917-8, ISBN 0-631-17918-6
Killing Time: The Autobiography of Paul Feyerabend (1995), ISBN 0-226-24531-4, ISBN 0-226-24532-2
Conquest of Abundance: A Tale of Abstraction versus the Richness of Being (1999), ISBN 0-226-24533-0, ISBN 0-226-24534-9
Knowledge, Science and Relativism: Philosophical Papers, Volume 3 (1999), ISBN 0-521-64129-2
For and Against Method: Including Lakatos’s Lectures on Scientific Method and the Lakatos-Feyerabend Correspondence with Imre Lakatos (1999), ISBN 0-226-46774-0, ISBN 0-226-46775-9
The Tyranny of Science (2011), ISBN 0-7456-5189-5, ISBN 0-7456-5190-9
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Articles
“Linguistic Arguments and Scientific Method”. TELOS 03 (Spring 1969). New York: Telos Press
“How To Defend Society Against Science”. Radical Philosophy no. 11, Summer 03 1975. [1]
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See also
Positivism and scientism
Criticism of science
Epistemological rupture
Anarchism
Relativism
Subjectivism
Thomas Kuhn
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References
^ Horgan, J. (1993) Profile: Paul Karl Feyerabend – The Worst Enemy of Science, Scientific American 268(5), 36-37.
^ Ratzinger (1994, p.98); “Papal visit scuppered by scholars”. BBC News. 2008-01-15.
^ The Death of Irony: Benedict and the Enemies of Reason Feb. 3, 2008
^ The Messy Relationship Between Religion and Science: Revisiting Galileo’s Inquisition 2008
^ Understanding Feyerabend on Galileo
^ Popper and After: Four Modern Irrationalists, 1982
^ Feyerabend, P. Science in a Free Society. New Left Books, London. 1978/82.
^ Martin, B. Anarchist science policy. The Raven: Anarchist Quarterly, 7:136–153, 1994
^ Restivo, S. Science, sociology of science, and the anarchist tradition. The Raven: Anarchist Quarterly, 7:183–196, 1994.
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^ Thorpe, C. and Welsh, I. Beyond primitivism: Towards a twenty-first century anarchist theory and praxis for science and technology. Anarchist Studies, 16:48–75, 2008
^ For and Against Method. The comments appeared in a 1969 letter to Feyerabend’s Berkeley philosophy chair Wallace Matson, which is reproduced in Appendix B of the book.
^ Churchland, P. M. (1989). A neurocomputational perspective: the nature of mind and the structure of science. Cambridge, MA, The MIT Press (A Bradford Book).
^ Feyerabend, P. K. (1962). “Explanation, reduction, and empiricism.” Minnesota studies in the philosophy of science: Scientification explanation, space and time. H. Feigl and G. maxwell (Eds.) Minneapolis. Volume 3: 28-97.
^ Feyerabend, P. K. (1963a). “Materialism and the mind-body problem.” Review of Metaphysics 17: 49-66.
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^ Brian L. Keeley. (2006). Paul Churchland. “Introduction: Becoming Paul Churchland”. B. L. Keeley (Ed.) Cambridge University Press: 1-31.
^ Daniele Bolelli (2008): On the Warrior’s Path – Philosophy, Fighting, and Martial Arts Mythology. Second Edition, Berkeley: Blue Snake Books: p. 153-184, esp. 171-177
^ Feyerabend, P. (1975) How to defend society against science. Available from: http://www.galilean-library.org/manuscript.php?postid=43842 [Accessed 5th January 2012].
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Further reading
Daniele Bolelli, “On the Warrior’s Path: Philosophy, Fighting, and Martial Arts Mythology”, Frog Books (2003), ISBN 1-58394-066-9
Gonzalo Munévar, Beyond Reason: Essays on the Philosophy of Paul Feyerabend, Boston Studies in the Philosophy of Science (1991), ISBN 0-7923-1272-4
Eric Oberheim, Feyerabend’s Philosophy (2006), ISBN 3-11-018907-0
John Preston, Gonzalo Munévar and David Lamb (ed.), The Worst Enemy of Science? Essays in memory of Paul Feyerabend (2000), ISBN 0-19-512874-5
John Preston, Feyerabend: Philosophy, Science and Society (1997), ISBN 0-7456-1675-5, ISBN 0-7456-1676-3
Thomas Kupka: Feyerabend und Kant — Kann das gut gehen? Paul K. Feyerabends ›Naturphilosophie‹ und Kants Polemik gegen den Dogmatismus. In: Journal for General Philosophy of Science 42 (2011), pp. 399-409 (DOI 10.1007/s10838-011-9170-0)
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External links Wikiquote has a collection of quotations related to: Paul Feyerabend

Paul Feyerabend entry in the Stanford Encyclopedia of Philosophy
“Anything goes”: Feyerabend and Method Paul Newall, The Galilean Library (2005)
Feyerabend and Beyond, an interview by Paul Newall with Feyerabend’s student Gonzalo Munévar, The Galilean Library (2005)
Outline of an Anarchistic Theory of Knowledge Analytical Index and the concluding chapter from Against Method (1975)
De la paradoja en el “todo vale” de Paul Feyerabend a la falacia de la falsa libertad Horacio Bernardo en Galileo Número 28. Octubre 2003 (Spanish)
La Epistemología de Feyerabend. Esquema de una teoría anarquista del conocimiento Prof. Dr. Adolfo Vásquez Rocca en ALEPH ZERO 43, Enero-Marzo 2007 (Spanish)
Science and Society: An Exchange Feyerabend in The New York Review of Books, Volume 26, Number 15 · October 11, 1979
Voodoo and the monster of science a review by David E. Cooper of Conquest of Abundance, Times Higher Education Supplement (17 March 2000)
History of Twentieth-Century Philosophy of Science See Book VI on Feyerabend.[hide]
v · t · e
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Lesen Sie KARL MARX - Zur Judenfrage... und Sie werden staunen, was ein Jude über die Juden so schreibt...

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