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Berlin, bundesrepublik deutschland, Владимир Каминер, Eurovision Song Contest, Germany, Jean-Marc Mormeck, Manhattan, München, Moskau, Munich, rundfunk, Sohn, Thomas Anders, Wladimir Kaminer, Wladimir Klitschko
, * 19. Juli 1967 in Moskau, Sowjetunion) ist ein jüdischer Schriftsteller und Kolumnist russisch-jüdischer Herkunft. Seine Erzählbände Militärmusik und Russendiskomachten ihn weit über die Grenzen Deutschlands hinweg bekannt. Kaminer schreibt seine Texte in deutscher Sprache und nicht in seiner Muttersprache Russisch.
Wladimir Kaminer ist der Sohn einer Lehrerin und eines Betriebswirts, der als stellvertretender Leiter in einem Betrieb der russischen Binnenflotte arbeitete. Nach einer Ausbildung zum Toningenieur für Theater und Rundfunk studierte Wladimir Kaminer Dramaturgie am Theaterinstitut von Moskau. Im Juni 1990 kam er nach Berlin und erhielt „humanitäres Asyl“ in der damals noch bestehenden DDR. Noch vor dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober erhielt Wladimir Kaminer kurzfristig die Staatsbürgerschaft der DDR und damit danach automatisch die bundesdeutsche Staatsbürgerschaft.
Lange Jahre war Wladimir Kaminer Mitglied der „Reformbühne Heim & Welt“, auf der er wöchentlich im Kaffee Burger seine neuesten Geschichten vorlas. Er veröffentlicht regelmäßig Texte in verschiedenen deutschen Zeitungen und Zeitschriften, hatte eine wöchentliche Sendung namens Wladimirs Welt beim SFB 4 Radio Multikulti sowie eine lose gesendete Rubrik im ZDF-Morgenmagazin und organisierte im Kaffee Burger zusammen mit Yuriy Gurzhy Veranstaltungen wie seine „Russendisko“. Musikalisch präsentieren die Veranstaltungen einen Mix aus alter und neuer russischer Popmusik und Underground. Einige Zusammenstellungen erschienen unter dem Etikett Russendisko beim Münchener Label Trikont.
Im Dezember 2006 eröffnete KamWladimir Kaminer iner den Club Rodina in Berlin, den er allerdings schon nach viereinhalb Monaten wieder aufgab. Im gleichen Jahr kündigte Wladimir Kaminer an, im Jahre 2011 für das Amt des Regierenden Bürgermeisters der Stadt Berlin anzutreten.
Wladimir Kaminer lebt mit seiner ebenfalls aus Rußland stammenden Frau Olga Kaminer, die er 1995 in Berlin kennenlernte, und seinen beiden Kindern im Bezirk Prenzlauer Berg in Berlin.
Bei einer “Countdownsendung” der ARD vor dem Eurovision Song Contest sorgte Wladimir Kaminer für einen kleinen Eklat, als er die gewaltsame Niederschlagung einer nicht genehmigten Schwulendemo durch die russische Polizei relativierte und auf die Fragen des Moderators Thomas Anders mit den Worten „Die Russen sind nicht schwulenfeindlich, sie sind schwulenfreundlich, sie zeigen es nur nicht.“ reagierte.
Bibliografie
- Russendisko. Manhattan, München 2000, ISBN 3-442-54519-6. Taschenbuchausgabe: Manhattan, München 2002. ISBN 3-442-54175-1.
- Schönhauser Allee. Manhattan, München 2001. ISBN 3-442-54559-5. Taschenbuch: ISBN 3-442-54168-9.
- Frische Goldjungs. Manhattan, München 2001. ISBN 3-442-54162-X. Taschenbuch: ISBN 978-3442541621.
- Militärmusik. Manhattan, München 2001. ISBN 3-442-54532-3. Taschenbuchausgabe: Manhattan, München 2003. ISBN 3-442-45570-7.
- Die Reise nach Trulala. Manhattan, München 2002. ISBN 3-442-54542-0. Taschenbuchausgabe: Manhattan, München 2004. ISBN 3-442-45721-1.
- Helden des Alltags. Ein lichtbildgestützter Vortrag über die seltsamen Sitten der Nachkriegszeit. Mit Helmut Höge. Manhattan, München 2002. ISBN 3-442-54183-2.
- Mein deutsches Dschungelbuch. Manhattan, München 2003. ISBN 3-442-54554-4. Taschenbuchausgabe: Manhattan, München 2004.ISBN 3-442-45945-1.
- Ich mache mir Sorgen, Mama. Manhattan, München 2004. ISBN 3-442-54560-9. Taschenbuchausgabe: Goldmann Verlag, München 2006. ISBN 3-442-46182-0.
- Karaoke. Manhattan, München 2005. ISBN 3-442-54575-7. Taschenbuchausgabe: Goldmann Verlag, München 2007. ISBN 3-442-54243-X.
- Küche totalitär. Das Kochbuch des Sozialismus. Mit Olga Kaminer. Manhattan, München 2007. Illustrationen: Vitali Konstantinov. ISBN 3-442-54610-9.
- Ich bin kein Berliner. Ein Reiseführer für faule Touristen. Manhattan, München 2007. Illustrationen: Vitali Konstantinov. ISBN 3-442-54240-5.
- Mein Leben im Schrebergarten. Manhattan, München 2007. Illustrationen: Vitali Konstantinov. ISBN 978-3-442-54618-3. Taschenbuchausgabe: Manhattan, München 2009. ISBN 978-3-442-54270-3.
- Salve Papa! Manhattan, München 2008. ISBN 978-3-442-54617-6. Taschenbuchausgabe: Manhattan, München 2010. Illustrationen: Vitali Konstantinov. ISBN 978-3-442-54282-6.
- Es gab keinen Sex im Sozialismus. Legenden und Missverständnisse des vorigen Jahrhunderts. Manhattan, München 2009. Illustrationen: Vitali Konstantinov. ISBN 978-3-442-54265-9.
- Meine russischen Nachbarn. Manhattan, München 2009. Illustrationen: Vitali Konstantinov. ISBN 978-3-442-54576-6.
- Das Leben ist kein Joghurt. Mit Kitty Kahane. Hansisches Druck- und Verlagshaus, Frankfurt am Main 2010. ISBN 978-3-86921-025-4.
- Meine kaukasische Schwiegermutter. Manhattan, München 2010. Illustrationen: Vitali Konstantinov. ISBN 978-3-442-54656-5.
- Liebesgrüße aus Deutschland . Manhattan, München 2011. ISBN 978-3-442-54657-2.
Diskografie
- Russendisko. Random House Audio, ISBN 3-89830-135-4, 1 CD, ca. 73 min, August 2000
- Militärmusik. Random House Audio, ISBN 3-89830-263-6, 2 CD, ca. 150 min, September 2001
- Schönhauser Allee. Random House Audio, ISBN 3-89830-354-3, 1 CD, ca 75 min, März 2002
- Die Reise nach Trulala. Random House Audio, ISBN 3-89830-414-0, 2 CD, ca. 140 min, August 2002
- Best of … Random House Audio, ISBN 3-89830-489-2, 2 CD, ca. 140 min, März 2003
- Helden des Alltags. (Zusammen mit Helmut Höge), Random House Audio, ISBN 3-89830-549-X, 1 CD, ca. 70 min, März 2003
- Mein deutsches Dschungelbuch. Random House Audio, ISBN 3-89830-610-0, 2 CD, ca. 140 min, August 2003
- Ich mache mir Sorgen, Mama. Random House Audio, ISBN 3-89830-773-5, 2 CD, ca. 140 min, Juni 2004
- Karaoke. Random House Audio, ISBN 3-86604-014-8, 2 CD, ca. 140 min, August 2005
- Radio Russendisko. zusammen mit Yuriy Gurzhy, Random House Audio, ISBN 3-86604-224-8, 1 CD, ca. 70 min, Januar 2006
- Küche totalitär. Random House Audio, ISBN 3-86604-114-4, 2 CD, ca. 140 min, Februar 2006
- Ich bin kein Berliner. Ein Reiseführer für faule Touristen. Random House Audio, ISBN 3866044925, 2 CD, März 2007
- Mein Leben im Schrebergarten. Random House Audio, ISBN 3866046707, 2 CD, September 2007
- Salve Papa! Random House Audio, ISBN 3866048890, 2 CD, August 2008
- Es gab keinen Sex im Sozialismus: Legenden und Missverständnisse des vorigen Jahrhunderts. Random House Audio, ISBN 3837100278, 2 CD, Februar 2009
- Meine russischen Nachbarn. Random House Audio, ISBN 3837101347, 2 CD, August 2009
- Meine kaukasische Schwiegermutter. Random House Audio, ISBN 3837104001, 2 CD, August 2010
Siehe auch
Auszeichnungen
Weblinks
- Literatur von und über Wladimir Kaminer im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Kaminer auf „Russentext.de“
- Russendisko – Termine, Fotos, Hörproben, etc.
- Offizielle Homepage von Wladimir Kaminer
- Interview mit Wladimir Kaminer von EastTalk
Einzelnachweise
- ↑ Biographie im Munzinger-Archiv (Anfang kostenlos einsehbar)
- ↑ Anne Lena Mösken: Kaminer macht die Heimat dicht In: Berliner Zeitung. 27. April 2007.
- ↑ Kaminer will Wowereit beerben. In: Der Spiegel. 23. Oktober 2006. ISSN 0038-7452.
- ↑ Stefan Niggemeier: Wladimir Kaminers Schwulenwitz. 17. Mai 2009, abgerufen am 10. Juni 2009 (Webseite des Journalisten Stefan Niggemeier mit Ausschnitt der Fernsehsendung vom 16. Mai 2009).
- Person (Berlin)
- Autor
- Literatur (20. Jahrhundert)
- Literatur (Deutsch)
- Literatur (Berlin)
- Deutscher
- Russe
- Geboren 1967
- Mann
- Wikipedia:Gesprochener Artikel
Wladimir Kaminer - Владимир Каминер; born 19 July 1967, is a Russian-born German short story writer, columnist, and disc jockey of Jewish origin.
Kaminer was born in Moscow, and after initially training as an audio engineer for theatre and radio, then studied dramaturgy at the Moscow Institute of Theater. Following the collapse of the Berlin Wall, Wladimir Kaminer emigrated to Marzahn, Berlin, in 1990.
From the late 1990s onward Wladimir Kaminer became a prime mover in Berlin’s art and literature scenes, based at the reopened Kaffee Burger club. He holds regular readings at the cafe, and also contributes regularly to various German literary organs, particularly ZDF-Morgenmagazin. Kaminer also hosts a weekly radio show, called Wladimir’s World, on Rundfunk Berlin-Brandenburg’s (formerly Sender Freies Berlin) RADIOmultikulti, a station aimed at immigrants in Germany. Kaminer also regularly DJs at his “Russendiskos”, during which he exclusively plays music by Russian bands. These discos originally began at the Kaffee Burger, but now also occasionally tour Germany.
Though Russian is his first language, Kaminer’s entire literary output is in German, and sometimes concerns the language contact situation of Russian immigrants to Germany.
In 2006 he announced his intention to run for Mayor of Berlin in 2011. The final chapter of his 2007 book Ich bin kein Berliner was subtitled “My first speech as mayoral candidate” (Meine erste Rede als Bürgermeisterkandidat).
Bibliography
- Russendisko (2000), released in English as Russian Disco (2002)
- Schönhauser Allee (2001)
- Militärmusik (2001)
- Die Reise nach Trulala (2002)
- Mein deutsches Dschungelbuch (2003)
- Ich mache mir Sorgen, Mama (2004)
- Karaoke (2005)
- Küche totalitär. Das Kochbuch des Sozialismus (2006)
- Ich bin kein Berliner. Ein Reiseführer für faule Touristen (2007)
- Mein Leben im Schrebergarten (2007)
- Es gab keinen Sex im Sozialismus (2009)
- Debbie Macht Dallas* (1998)
References
- ^ abcdhttp://www.munzinger.de/search/portrait/Wladimir+Kaminer/0/23999.html Wladimir Kaminer: deutsch-russischer Schriftsteller. Profile at munzinger.de. (German)
- ^“Immigrieren geht einfacher als eine Ausstellung darüber zu machen” Georg Klein, Jüdische Zeitung, April 2010. Retrieved 8 September 2010. (German)
- ^Kaminer macht die Heimat dicht Anne Lena Mösken, Berliner Zeitung, 27 April 2007. Retrieved 8 September 2010. (German)
- ^Kaminer will Wowereit beerbenDer Spiegel, 23 October 2006. Retrieved 8 September 2010. (German)
- ^ Kaminer, Wladimir (2007). Ich bin kein Berliner: Ein Reiseführer für faule Touristen. Munich: Goldmann. p. 211. ISBN978-3-442-54240-6.
- 1967 births
- Living people
- People from Moscow
- German short story writers
- German DJs
- German people of Russian-Jewish descent
- Russian Jews
- German writer stubs
Vladimir Kaminer, né le 19 juillet 1967 à Moscou, d’origine russo-juive, est un écrivain et un chroniqueur allemand.
Après une formation d’ ingénieur du son pour le théâtre et la Radio, Kaminer étudia la dramaturgieà l’institut de théâtre de Moscou. Il vit depuis 1990 avec sa femme Olga Gura ainsi que ses deux enfants à Berlin, dans le district Prenzlauer Berg.
Pendant plusieurs années, il a été membre de Reformbühne Heim & Welt. Il y a lu toutes les semaines ses nouveaux écrits au Kaffee Burger. Il publie régulièrement des textes dans différentes revues et journaux allemands et a une émission hebdomadaire sur « Radiomultikulti » de RBB (une fréquence s’adressant aux immigrés en Allemagne), ainsi qu’une rubrique dans le « Morgenmagazin » (litt : Magazine du Matin) sur ZDF. Enfin, il organise des évènements culturels au Kaffee Burger en collaboration avec Yuriy Gurzhy comme l’émission « Russendisko » où il tient la place de disk jockey.
Certains de ses écrits sont de véritables best-seller, qui font de leur auteur un des jeunes écrivains de l’avant-garde littéraire, c’est le cas de :Musique militaire et Russendisko Il a été traduit en diverses langues européennes, dont le français.
Kaminer écrit tous ses textes en allemand et non en russe, sa langue maternelle.
Каминер, Владимир Викторович
Владимир Викторович Каминер (нем. Wladimir Kaminer; p. 1967) — популярный вГермании писатель советского происхождения.
Родился в Москве, с 1990 г. проживает в Берлине.
Каминер пишет свои произведения на немецком, а не на родном русском языке. Одна из основных тем его книг — феномен «мульти-культи». Кроме того, писатель эксплуатирует тему «советского прошлого».
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