Progrome gegen “die” Juden im Scheunenviertel (Groß-Berlin) im Jahre 1923

Als Scheunenviertel wurde früher ein im heutigen Berliner Ortsteil Mitte unweit des historischen Stadtkerns gelegenes Gebiet nördlich der Stadtmauer zwischen dem Hackeschen Markt und dem heutigen Rosa-Luxemburg-Platz bezeichnet.

“]Berliner Schutzpolizei und nationalsozialistische Hilfspolizei, durchsuchen das Berliner Judenviertel in der Grenadierstraße und Dragonerstraße nach kommunistischen Flugblättern und lästigen Ausländern! Schnellwagen der Schutzpolizei und der nationalsozialistischen Hilfspolizei in der Grenadierstaße im Judenviertel in Berlin. [Frühjahr 1933]

Berliner Schutzpolizei und nationalsozialistische Hilfspolizei, durchsuchen das Berliner Judenviertel in der Grenadierstraße und Dragonerstraße nach kommunistischen Flugblättern und lästigen Ausländern! Schnellwagen der Schutzpolizei und der nationalsozialistischen Hilfspolizei in der Grenadierstaße im Judenviertel in Berlin. [Frühjahr 1933

Heute wird häufig damit der gesamte Bereich zwischen der Friedrichstraße und der Karl-Liebknecht-Straße bezeichnet, der im Süden durch die Stadtbahn (ungefähr der Verlauf der alten Stadtmauer) und die Spree, sowie im Norden durch die Linienstraße bzw. Torstraße begrenzt ist. Tatsächlich umfaßt das Scheunenviertel lediglich den östlich der Rosenthaler Straße gelegenen Teil der Spandauer Vorstadt. Im Norden schließen sich die zu Prenzlauer Berg gehörenden Gebiete um den Teutoburger Platz und Kollwitzplatz an.

“]Berlin, im Scheunenviertel, Straßenhandel  ADN-ZB/Archiv Berlin 1933: Straßenszene in der Grenadierstraße (heute Almstadtstraße) im sogenannten "Scheunenviertel". Aufn.: P. Buch  [Berlin, Grenadierstraße (heute Almstadtstraße).- Verkauf von Brot und Schrippen von einem Holzkarren]

Berlin, im Scheunenviertel, Straßenhandel ADN-ZB/Archiv Berlin 1933: Straßenszene in der Grenadierstraße (heute Almstadtstraße) im sogenannten "Scheunenviertel". Aufn.: P. Buch [Berlin, Grenadierstraße (heute Almstadtstraße).- Verkauf von Brot und Schrippen von einem Holzkarren

In den ersten Jahren der Weimarer Republik wurde das Scheunenviertel im Zusammenhang mit der Hyperinflation 1922/1923 zum Ziel anti”semitisch”er Pogrome.

Aufgrund einer am 23. November 1923 publizierten Zeitungsmeldung, wonach die Bäckerinnung beschlossen habe, den Brotpreis um das Vielfache anzuheben, versammelten sich tausende Erwerbslose vor dem Arbeitsamt in der Gormannstraße, um entsprechende Unterstützungsgelder auszufassen.

Der Menge wurde aber schon nach kurzer Zeit mitgeteilt, es wäre kein Geld mehr zur Auszahlung vorhanden.

Hierauf traten Agitatoren an die aufgebrachte Menge heran, die verbreiteten, „Galizier“ (d. h. Ostjuden) aus dem Scheunenviertel hätten das vorhandene Geld planmäßig aufgekauft.

Bald begannen im Scheunenviertel mit seinen Hinterhöfen und fliegenden Händlern Ausschreitungen, die sich gegen alle Personen und Geschäfte richteten, die der Menge „jüdisch“ erschienen. Dabei wurden Menschen aus ihren Wohnungen herausgezerrt und verprügelt und Geschäftseinrichtungen verwüstet.

In zeitgenössischen Zeitungen wie der Vossischen Zeitung war zu lesen, die Polizei habe sich bei den Ausschreitungen auffallend zurückgehalten, wo es ihr doch ein Leichtes gewesen wäre, der Menge Einhalt zu gebieten.

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